Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Fallvignette
3. Einführung
3.1. Begriffsbestimmung
3.2. Grundaussage des systemischen Theorieansatzes
3.2.1. Krankheit und das System
3.2.2. Familie und das System
3.3. Mögliche Auswirkungen einer psychischen Diagnose
4. Anorexia nervosa
4.1. Charakteristische Symptome
4.2. Erklärungsansätze
5. Auswirkungen auf die Familie
5.1. Emotionale Folgen
5.2. Partnerschaftliche Folgen
5.3. Bedeutung für den Jugendlichen
6. Unterstützungsmöglichkeiten
6.1. Ressourcen
6.1.1. Die Familie
6.1.2. Der Partner
6.1.3. Das betroffene Kind
6.2. Professionelle Unterstützung für Betroffene
6.3. Professionelle Unterstützung für Angehörige
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten, wie Familienangehörige unterstützt werden können, wenn ein Kind an Anorexia nervosa erkrankt ist, um den familiären Zusammenhalt zu stärken und Konflikte zu reduzieren. Die zentrale Fragestellung konzentriert sich darauf, wie professionelle Hilfsangebote entlastend für alle Beteiligten wirken können.
4.1. Charakteristische Symptome
Patienten, die an Anorexia nervosa erkrankt sind, versuchen durch Diäten oder Fasten, durch übertriebenen Sport, Erbrechen oder durch Tabletten ihr Gewicht zu reduzieren (vgl. Fichter 2012, S. 643). Sie beschäftigen sich permanent mit ihrem Gewicht und definieren ihr Selbstwertgefühl danach. Sie fühlen sich, trotz eines extremen Untergewichts, meist immer noch zu dick (vgl. ebd.). Ebenso sind die Patienten oft Personen, die eine auffällige soziale Angepasstheit haben und ihre Aggressionen verstecken (vgl. Beushausen 2004, S. 94). Bevor aber eine solche Diagnose gestellt werden kann, muss erst einmal abgeklärt werden, dass keine körperliche Ursache für den Gewichtsverlust verantwortlich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wird geschaut, ob die Diagnosekriterien von ICD-10 oder DSM-V zutreffen.
Die Kriterien des DSM-V besagen, dass, wenn der Patient sich weigert, ein Minimum an dem für sein Alter und seine Körpergröße angemessenen Gewicht zu halten und wenn das Gewicht somit dauerhaft beispielsweise unter 85 % des normalen Gewichts liegt, eine Anorexia nervosa besteht (vgl. Falkai & Wittchen 2015, S. 463). Ebenso hat er eine ausgeprägte Angst davor, Gewicht zuzunehmen und nimmt seinen Körper anders war als er tatsächlich ist (vgl. ebd., S. 463). Das Selbstwertgefühl wird durch das Gewicht und die Figur definiert (vgl. ebd.). Ein weiteres Kriterium ist auch das häufige Leugnen des momentanen niedrigen Gewichts (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Anorexia nervosa bei Jugendlichen und Darlegung der zentralen Fragestellung, wie Familienangehörige unterstützt werden können.
2. Fallvignette: Detaillierte Darstellung eines Praxisbeispiels einer 14-jährigen Patientin, um die Herausforderungen einer Erkrankung innerhalb einer Familie zu verdeutlichen.
3. Einführung: Definition grundlegender Begriffe und Erläuterung des systemischen Theorieansatzes sowie der Auswirkungen psychischer Diagnosen.
4. Anorexia nervosa: Medizinische und psychologische Charakterisierung der Krankheit, inklusive Diagnosekriterien und Ursachenforschung.
5. Auswirkungen auf die Familie: Analyse der emotionalen und partnerschaftlichen Belastungen innerhalb des Familiensystems sowie der Bedeutung für den Jugendlichen.
6. Unterstützungsmöglichkeiten: Untersuchung vorhandener familiärer Ressourcen und professioneller Hilfeleistungen für Betroffene und Angehörige.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit professioneller Beratung und frühzeitiger Intervention im familiären Kontext.
Anorexia nervosa, Essstörung, Familie, Systemtheorie, Angehörige, Unterstützung, Beratung, Familientherapie, Jugendliche, Pubertät, Diagnostik, Stigmatisierung, Sozialarbeit, emotionale Folgen, Stressbelastung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Familien, deren Kind an Anorexia nervosa erkrankt ist, und beleuchtet Ansätze, wie diese Familien professionell unterstützt werden können.
Thematisiert werden systemtheoretische Grundlagen, die medizinischen Aspekte der Anorexia nervosa, die psychosozialen Folgen für Eltern und Geschwister sowie konkrete Hilfeleistungsangebote.
Die zentrale Fragestellung lautet: „Wie kann man Familienangehörige unterstützen, wenn das eigene Kind an Anorexia nervosa erkrankt ist?“
Die Arbeit stützt sich primär auf eine systemtheoretische Analyse und wertet Fachliteratur sowie ein praktisches Fallbeispiel aus der Sozialen Arbeit aus.
Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen der Krankheit auf die Familiendynamik, arbeitet Ressourcen der Familie heraus und stellt verschiedene ambulante sowie stationäre Hilfemöglichkeiten vor.
Wesentliche Begriffe sind Anorexia nervosa, systemtheoretischer Ansatz, Angehörigenunterstützung, Familientherapie und soziale Ressourcen.
Eltern fühlen sich oft unzureichend informiert, leiden unter Stigmatisierung und entwickeln häufig Schuldgefühle oder Angst, was die Bewältigung des Alltags und der Essstörung massiv erschwert.
Der systemische Ansatz hilft zu verstehen, dass die Krankheit nicht isoliert das Individuum betrifft, sondern das gesamte Kommunikations- und Verhaltensgefüge der Familie beeinflusst, was eine Einbeziehung aller Familienmitglieder sinnvoll macht.
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