Bachelorarbeit, 2021
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Historische Entwicklung des Falklandkonflikts
3. Die Rolle der USA im Falklandkrieg im April 1982
3.1. Kritische Auseinandersetzung mit Reagans Autobiographie
3.2. Analyse deklassifizierter Dokumente
3.2.1. Ronald Reagans mit General Galteri am 1. April 1982
3.2.2. Position der USA zu ökonomischen Sanktionen gegen Argentinien
3.2.3. Haigs Verhandlungsgespräche in London
3.2.4. Reaktionen auf kritische Presseberichte
3.2.5. Informationsübermittlung an Argentinien
3.2.6. Scheitern der Verhandlungen
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das tatsächliche Verhalten der Vereinigten Staaten gegenüber Großbritannien während des Falklandkrieges im April 1982. Dabei wird insbesondere hinterfragt, ob die in seiner Autobiographie von Ronald Reagan dargestellte Neutralität den historischen Fakten standhält oder ob die USA bereits während der diplomatischen Bemühungen eine einseitige pro-britische Position einnahmen.
3.2.1. Ronald Reagans mit General Galteri am 1. April 1982
Am 31. März 1982 verschickte Großbritanniens damalige Premierministerin Margaret Thatcher eine persönliche Nachricht an den U.S.-amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan. In diesem Schreiben legte sie zunächst sehr knapp die drohende Invasion der Falklandinseln durch Argentinien und die aussichtlose Lage der wenigen dort stationierten britischen Soldaten dar. Abschließend bat sie Reagan eindringlich mit dem argentinischen Junta-Mitglied Galteri zu sprechen, sodass dieser versichere, von der Invasion oder anderen feindlichen Handlungen abzusehen. Ihr Land verspräche keinen Kampf zu initiieren und die friedlichen Verhandlungen dringlich wieder aufzunehmen. Auch für ebendiese kommende Verhandlungen fragte Thatcher die Unterstützung der USA an.
Auf diesen Hilferuf Thatchers reagierte Reagan am nächsten Tag (1. April 1982) mit einem geheimen Brief an die Premierministerin. Noch am selben Tag übermittelte ihr die U.S.-amerikanische Botschaft in London diese Nachricht. In seinem Schreiben vom 1. April brachte Reagan seine Bestürzung und seine Beunruhigung über die gescheiterten Verhandlungsversuche und die nun von Argentinien offen zur Schau gestellte Aggression zum Ausdruck. Er versprach Thatcher die argentinische Führungselite unter Druck zu setzten, sodass diese davon absehen würden, zu (weiteren) militärischen Maßnahmen zu greifen, um wieder an den Verhandlungstisch mit Großbritannien zurückkehren zu können. Zudem würde der Präsident versuchen, das von Thatcher erbetene argentinische Zugeständnis zu erhalten, nach welchem der Cono Sur-Staat sich zügeln würde und keine Feindseligkeiten (auf den Falklandinseln) beginnen sollte.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Falklandkonflikt ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der tatsächlichen Haltung der USA, abgeleitet aus neulich deklassifizierten Dokumenten.
2. Historische Entwicklung des Falklandkonflikts: Dieses Kapitel erläutert die komplexe Entstehungsgeschichte des territorialen Streits sowie die unterschiedlichen Ansprüche Argentiniens und Großbritanniens.
3. Die Rolle der USA im Falklandkrieg im April 1982: Der Hauptteil analysiert kritisch Reagans Darstellung in seiner Autobiographie und führt eine detaillierte Auswertung deklassifizierter Akten zu diplomatischen Kontakten, Sanktionen und geheimdienstlicher Zusammenarbeit durch.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die USA entgegen Reagans Darstellung bereits frühzeitig pro-britisch agierten und die offizielle Neutralität lediglich ein diplomatisches Instrument war.
Falklandkrieg, Ronald Reagan, Alexander Haig, Margaret Thatcher, Argentinien, Großbritannien, Deklassifizierte Dokumente, Special Relationship, Außenpolitik, Neutralität, Diplomatie, Geheimdienstinformationen, Souveränität, UN-Resolution, Militärjunta
Die Arbeit untersucht das Verhalten der Vereinigten Staaten während des Falklandkrieges 1982 und vergleicht dabei die offizielle Darstellung von Präsident Ronald Reagan mit den nun zugänglichen, ehemals geheimen Dokumenten.
Die zentralen Themen sind die anglo-amerikanischen Beziehungen (die sogenannte "special relationship"), die Wirksamkeit der diplomatischen Vermittlungsbemühungen durch Alexander Haig und die US-amerikanische Außenpolitik gegenüber Südamerika.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die USA im April 1982 tatsächlich neutral waren, wie von Reagan in seiner Lebensgeschichte behauptet, oder ob sie heimlich Großbritannien unterstützten.
Es handelt sich um eine vergleichende Quellenanalyse, bei der Reagans Autobiographie mit zeitgenössischen, deklassifizierten Akten und Korrespondenzen gegenübergestellt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit Reagans Memoiren und eine detaillierte dokumentenbasierte Analyse von Telefongesprächen, Geheimdienstkooperationen und Verhandlungsversuchen.
Die zentralen Aspekte werden u.a. durch Begriffe wie Falklandkrieg, Neutralität, Diplomatie, Regierungsakte und transatlantische Allianz charakterisiert.
Die Akten verdeutlichen, dass Haig die Mission zur Friedensvermittlung eher als pro-britische Unterstützung konzipierte und sogar aktiv Falschinformationen streute, um die argentinische Junta unter Druck zu setzen.
Die Arbeit zeichnet das Bild eines Präsidenten, der in seinen Memoiren die Fakten zugunsten einer neutralen Haltung nachträglich retuschiert hat, um das internationale Ansehen der USA während des Kalten Krieges zu wahren.
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