Bachelorarbeit, 2022
34 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
THEORETISCHER HINTERGRUND
Wissenschaftliche Fundierung
Wut
Wut und Arbeit
Wut und Persönlichkeit
Neurotizismus
Angst vor Isolation
Bedürfnis nach Verbundenheit
Hypothesen
METHODE
ERGEBNISSE
Vorbereitende Analyse
Testung der Hypothesen
Explorative Analysen
DISKUSSION
ZUSAMMENFASSUNG
Diese Bachelorarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und spezifischen Wut-Bewältigungsstrategien, insbesondere dem sogenannten Wut-Grübeln, im Kontext des Arbeitsumfelds.
Einleitung
Eine österreichische Studie mit 1005 befragten Arbeitsnehmer im Jahr 2009 ergab, dass 25,4 Prozent zum Befragungszeitpunkt direkt in einem firmeninternen Konflikt beteiligt waren (Douschan & Patek, 2009). Obwohl zwischenmenschliche Konflikte, die Frustrationen, Ärger oder Wut auslösen in der Arbeitswelt, wie auch im Privatleben so oft anzufinden sind, ergänzt Zuschlag (1992, S. 15) sehr treffend, „die wenigsten von uns hatten zu Hause, in der Schule oder bei der Berufsausbildung gelernt, wie sie sich verhalten müssen, um nicht unbeabsichtigt in Konfliktsituationen hineinzugeraten oder den Konflikt in unerwünschte Weise zu verschärfen, sondern ihn zu lösen.“ Menschen setzen dazu verschiedene konstruktive, wie auch destruktive Bewältigungsstrategien (Coping) ein (Lazarus, 1991) Die Vermittlung von Fähigkeiten zur Wutbewältigung kann für das Individuum, wie auch für die Gesellschaft von erheblichem Nutzen sein (Linden et al., 2003).
In der Arbeitswelt stoßen wir auf Hürden, denn beispielsweise wird ein Kellner der wütend auf unfreundliche Kunden ist diese dennoch bedienen müssen. Es mag plausibel sein, dass solche ungelöste Abhängigkeiten Gefühle von Hoffnungslosigkeit auslösen können. In der zuvor angeführten Studie gaben 26,8% der Frauen ( n = 447 ) und 24,6% der Männer ( n = 558 ) Gefühle von Hoffnungslosigkeit nach einem firmeninternen Konflikt zu verspüren. Wenn die Arbeitszeit zur Belastung wird, wird die Gesundheit leiden, insbesondere, wenn miteinbezogen wird, wie viel Lebenszeit Menschen mit Arbeiten verbringen. Der Zusammenhang zwischen Wut und kardiovaskulären Folgen ist gut belegt, wobei die genaueren Mechanismen noch unklar sind (Linden et al., 2003).
EINLEITUNG: Dieser Abschnitt führt in die Relevanz des Themas Wut bei der Arbeit ein und verweist auf die Notwendigkeit konstruktiver Bewältigungsstrategien bei firmeninternen Konflikten.
THEORETISCHER HINTERGRUND: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen zu Wut, deren Regulation und Persönlichkeitskonstrukten wie Neurotizismus und Bedürfnis nach Verbundenheit sowie die Hypothesenbildung dargestellt.
METHODE: Die Arbeit beschreibt das Vorgehen der Tagebuchstudie sowie die eingesetzten Messinstrumente zur Erfassung der relevanten psychologischen Variablen bei 41 Probanden.
ERGEBNISSE: Dieser Teil präsentiert die statistischen Auswertungen, einschließlich der Regressionsanalysen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
DISKUSSION: In diesem Kapitel werden die Studienergebnisse kritisch reflektiert, in den Kontext bestehender Forschung eingeordnet und Implikationen für die Praxis abgeleitet.
ZUSAMMENFASSUNG: Abschließend werden der Zweck sowie die Erkenntnisse der Untersuchung noch einmal prägnant zusammengefasst.
Wut, Wut-Grübeln, Persönlichkeit, Neurotizismus, Angst vor Isolation, Bedürfnis nach Verbundenheit, Arbeitspsychologie, Konfliktbewältigung, Coping, Regressionsanalyse, Emotionsregulation, Arbeitsumfeld, Tagebuchstudie, Stress, psychologisches Wohlbefinden.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale das sogenannte Wut-Grübeln bei Arbeitnehmern beeinflussen.
Zentral sind der Einfluss von Neurotizismus, die Angst vor Isolation und das Bedürfnis nach Verbundenheit in Bezug auf die Verarbeitung von Wut am Arbeitsplatz.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen und der Tendenz zum Grübeln über Wutepisoden (Wut-Grübeln) empirisch zu belegen.
Der Autor nutzte Daten einer Basisbefragung aus einer Tagebuchstudie und wertete diese mittels Bootstrapping und Regressionsanalysen aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Wut und Persönlichkeit sowie eine methodische Beschreibung, Ergebnisdarstellung und Diskussion der Studienergebnisse.
Die Arbeit lässt sich treffend durch Begriffe wie Wut-Grübeln, Neurotizismus, Emotionsregulation und Arbeitsplatzkonflikte beschreiben.
Die Studie konnte einen signifikanten positiven Zusammenhang belegen, was bedeutet, dass Menschen mit höheren Neurotizismus-Werten häufiger zu Wut-Grübeln neigen.
Entgegen der ursprünglichen Hypothese konnte in dieser Studie kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Bedürfnis nach Verbundenheit und dem Wut-Grübeln belegt werden.
Die finale Stichprobe der Untersuchung bestand aus 41 Teilnehmern, die im Rahmen einer Basisbefragung erfasst wurden.
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