Bachelorarbeit, 2020
35 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Der Löwe im kulturhistorischen Kontext
2.1. Der Löwe als Begleiter
2.2. Der Löwe in heiligen Schriften und seine Bedeutung
2.3. Der Löwe in der Benennungspraktik
3. Die Funktionen des Löwen
3.1. Das diegetische Tier
3.2. Der Löwen-Drachen-Kampf
3.3. Freundschaft, Treue, Vorbild
3.4. Erlöser
3.5. Domestiziertes Instrument, Animalität und Wildheit
3.6. Liminalität und Identität
3.7. Keine symbolische Bedeutung?
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Funktionen, die dem Löwen in Hartmanns von Aue Artusroman Iwein zukommen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, welchen Stellenwert das Tier für den Protagonisten einnimmt und inwiefern es seinen Reifungsprozess sowie seine Identitätsbildung beeinflusst.
3.2. Der Löwen-Drachen-Kampf
In der erzählten Welt des Artusromans Iwein lässt sich der Löwe zum ersten Mal im Kampf mit dem Drachen finden (vgl. V. 3840). Die Beschreibung des gesamten Kampfes zwischen dem Löwen und dem Drachen umfasst bei Hartmann eine Länge von neun Versen:
dá er an einer blæzze gesach, daz ein grimmer kampf geschach, dá mit unverzagten siten ein wuorm und ein leu striten. der wuorm was starch unde gröz. daz fiur im ûz dem munde schöz. im half diu hitze und der stanch, daz er den leun des betwanch daz er vil lüte schrê. (V. 3837 – 3845)
Dabei stellt Hartmann nicht genau dar, wie sich der Kampf zwischen beiden Tieren vollzieht, sondern beschreibt lediglich die Eigenschaften der jeweiligen Tiere, indem er den Drachen als stark, groß und feuerspeiend und den Löwen mit dem Adjektiv brüllend charakterisiert (vgl. V. 3841 – 3845).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Mensch-Tier-Beziehung des Iwein ein und formuliert die Leitfragen zur Funktionalität des Löwen im Werk.
2. Der Löwe im kulturhistorischen Kontext: Dieses Kapitel kontextualisiert den Löwen historisch als Statussymbol und exotisches Tier sowie dessen religiöse Bedeutung.
3. Die Funktionen des Löwen: Im Hauptteil werden die verschiedenen Rollen des Löwen, von der diegetischen Funktion bis hin zur symbolischen Bedeutung für den Protagonisten, detailliert analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die fundamentale Bedeutung des Löwen für den Reifungsprozess Iweins.
5. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der herangezogenen Primär- und Sekundärliteratur.
Iwein, Hartmann von Aue, Löwen-Drachen-Kampf, Tiersymbolik, Artusroman, Reifungsprozess, rehtiu triuwe, Freundschaft, Liminalität, höfische Welt, Identitätsbildung, Animalität, Wildheit, Mittelalter, Statussymbol.
Die Arbeit analysiert die Rolle und die Funktionen des Löwen in Hartmanns von Aue Artusroman Iwein und beleuchtet dessen Bedeutung für den Protagonisten.
Im Zentrum stehen die symbolischen Funktionen des Löwen (z.B. Erlöser, Vorbild, Freund), seine Bedeutung für die Identitätsfindung Iweins sowie die kulturhistorische Einordnung des Tiers im Mittelalter.
Das Ziel ist es, die Funktionalität des Löwen in Hartmanns Werk zu bestimmen und aufzuzeigen, welchen Stellenwert er innerhalb des Reifungsprozesses des Helden einnimmt.
Der Autor führt eine literaturwissenschaftliche Analyse durch, die auf der Sekundärliteratur aufbaut und textimmanente Interpretationen der entsprechenden Passagen des Epos vornimmt.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die Themen wie den Löwen-Drachen-Kampf, die Freundschaft zwischen Iwein und dem Löwen sowie die Kategorisierung des Löwen als liminales Symbol behandeln.
Die wichtigsten Begriffe sind Iwein, Hartmann von Aue, Tiersymbolik, Artusroman, Reifungsprozess und rehtiu triuwe.
Während Hartmann bei den Kämpfen des Löwen oft auf Detailrealismus verzichtet und sich auf die Charaktereigenschaften konzentriert, zeichnet Chrétien die Gewaltszenen wesentlich plastischer und gewaltsamer.
Der Begriff beschreibt die loyale Verbundenheit und die gegenseitige Unterstützung zwischen Mensch und Tier, die für den Protagonisten als entscheidender Faktor für seinen persönlichen Reifungsprozess fungiert.
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