Bachelorarbeit, 2020
53 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Forschungsstand
2.1 Tiergestützte Interventionen zur Verbesserung der Lebensqualität
2.1.1 Überblick zu Bedeutung und Entwicklung tiergestützter Interventionen
2.1.2 Definition und Einteilung Tiergestützter Interventionen
2.1.3 Notwendiger Schutz des Tieres in seiner Abhängigkeit vom Menschen
2.1.4 Ziel und Aufgaben der Tiergestützten Pädagogik/Therapie
2.1.5 Wichtige Effekte von Mensch-Tier-Interaktionen
2.2 Hunde als Partner der tiergestützten Pädagogik
2.2.1 Begriffe und Definitionen
2.2.2 Hundegestützte Pädagogik in Österreich
2.2.3 Anforderungen an die Eignung und Ausbildung als Schul- bzw. Besuchshund
2.3 Bedeutung von Sozialpädagogik im Jugendalter
2.3.1 Begriff und Definition
2.3.2 Konzept der Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann
2.3.3 Psychologische und physiologische Aspekte von Affektkontrolle und Empathievermögen
2.3.4 Bedeutung der sozialpädagogischen Arbeit
2.4 Methoden Tiergestützter Pädagogik/Therapie in der Sozialarbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen
2.4.1 Tiergestützte Pädagogik und Verhaltensauffälligkeit
2.4.2 Methoden in der sozialen Arbeit mit Hunden
2.5 Tiergestützte Sozialpädagogik in der Arge Ki:Ju:Fa als Fallbeispiel
2.5.1 Kurzer Überblick zur Arge
2.5.2 Tiergestützte Pädagogik als sozialpädgogische Maßnahme für Jugendliche
2.5.3 Projektbeispiel
3 Methodik und Kriterienkatalog
4 Diskussion der Ergebnisse
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Wirksamkeit der professionellen tiergestützten Sozialpädagogik als Interventionsmethode, um Affektkontrolle und Empathievermögen bei Jugendlichen mit Defiziten in diesen Bereichen zu fördern, und zielt darauf ab, einen wissenschaftlichen Mehrwert in diesem Fachgebiet zu schaffen.
2.1.2 Definition und Einteilung Tiergestützter Interventionen
Der Begriff der Tiergestützten Intervention hat sich als Oberbegriff für tiergestützte Tätigkeiten in der deutschen Fachliteratur etabliert, der ganz allgemein einen Interventionsbedarf bestimmt, ob bei Heilung oder Bildung, der mit Hilfe bzw. Unterstützung eines Tieres zum Positiven verändert wird (vgl. ATN 2020). Im White paper der International Association of Human-Animal Interaction Organizations (IAHAIO) ist Tiergestützte Intervention (TgI) international wie folgt definiert:
„An Animal Assisted Intervention is a goal oriented and structured intervention that intentionally includes or incorporates animals in health, education and human service (e.g., social work) for the purpose of therapeutic gains in humans. It involves people with knowledge of the people and animals involved. Animal assisted interventions incorporate human-animal teams in formal human service such as Animal Assisted Therapy (AAT), Animal Assisted Education (AAE) or under certain conditions Animal Assisted Activity (AAA)“ (IAHAIO White Paper 2014, S. 5).
Diese Definition schränkt ihre Aussage im ersten Teil jedoch zu sehr auf die therapeutische Form ein und vernachlässigt die anderen Formen, die eine bedeutend größer Zielgruppe ansprechen.
Tiergestützte Interventionen (TGI) sind – wie schon erwähnt - vielfältig und werden in der Literatur nicht einheitlich verwendet bzw. zugeordnet. Deshalb ist es notwendig kurz auf einige Abgrenzungen einzugehen. Während im englischen Sprachraum meist in der neueren Zeit in zwei Bereiche und zwar in tiergestützte Therapie AAT (Animal-Assisted Therapy) durch professional ausgebildete Therapiekräfte und tiergestützte Aktivitäten AAA (Animal-Assisted Activities) ohne therapeutischen Anspruch unterteilt wird, sind es im deutschsprachigen Raum vier Formen von tiergestützten Interventionen, die am häufigsten verwendet werden (vgl. Junkers 2013, S. 31).
1 Einleitung: Vorstellung des persönlichen Interesses und der Forschungsfrage bezüglich der Förderung von Affektkontrolle und Empathievermögen durch tiergestützte Pädagogik.
2 Forschungsstand: Umfassende Analyse der theoretischen Grundlagen, Begriffsdefinitionen, hundegestützter Methoden, sozialpädagogischer Kontexte im Jugendalter sowie Darstellung von Fallbeispielen.
3 Methodik und Kriterienkatalog: Erörterung der Vorgehensweise einer wissenschaftlichen Literaturarbeit ohne eigene Datenerhebung sowie Definition der Bewertungskriterien für die Analyse.
4 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Literaturergebnisse hinsichtlich der Bedeutung, Methoden und Qualitätsstandards tiergestützter Ansätze.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Aufgaben in der tiergestützten Sozialpädagogik.
Tiergestützte Pädagogik, Hundegestützte Sozialarbeit, Affektkontrolle, Empathievermögen, Verhaltensauffälligkeit, Jugendalter, Soziale Arbeit, Mensch-Tier-Beziehung, Interventionsmethoden, Sozialkompetenz, Fallbeispiel, Schulhund, Therapiebegleithund, Entwicklungsaufgaben, Qualitätssicherung.
Die Arbeit untersucht den Einsatz professioneller tiergestützter Sozialpädagogik, insbesondere durch Hunde, um bei Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten Entwicklungen in den Bereichen Empathie und Affektkontrolle zu fördern.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen tiergestützter Interventionen, die Rolle des Hundes als Sozialpartner, Anforderungen an Ausbildung und Eignung, sowie die sozialpädagogische Begleitung im Kontext jugendlicher Entwicklungsaufgaben.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern professionelle tiergestützte Sozialpädagogik bei Jugendlichen mit Defiziten in der Affektkontrolle und im Empathievermögen fördernd wirken kann.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch aufbereitet und nach einem vorab definierten Kriterienkatalog diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme zum Einsatz von Tieren in der Arbeit mit Jugendlichen, die Erläuterung pädagogischer Konzepte sowie die Analyse spezifischer hundegestützter Methoden und eines Fallbeispiels.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Tiergestützte Pädagogik, Affektkontrolle, Empathie, Verhaltensauffälligkeit, Jugendhilfe und soziale Kompetenz.
Das Fallbeispiel zeigt die praktische Anwendung einer tiergestützten Maßnahme seit 2015 unter Verwendung eines zertifizierten Therapiehundes Merlin, wobei der Fokus auf projektorientierter Gruppenarbeit mit Jugendlichen liegt.
Der Autor betont die Notwendigkeit von Ausbildungs- und Qualitätsstandards, da der Begriff des "Co-Partners" Hund nicht geschützt ist und eine professionelle Arbeit zwingend zertifizierte Grundlagen erfordert.
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