Diplomarbeit, 2002
192 Seiten, Note: 1,0
KAPITEL 1: EINLEITUNG
KAPITEL 2: THEORIE UND BEGRIFFSBESTIMMUNG
2.1 Einleitung
2.2 Zur Begriffsdefinition von »Integration«
2.2.1 Zur Einordnung des Begriffs »Integration«
2.2.2 Vier Dimensionen des Begriffs »Integration«
2.3 Integration versus Assimilation
2.4 Kulturelle Identität - Begriffsexplikation
2.5 Zusammenfassung
KAPITEL 3: "EINWANDERUNGSLAND DEUTSCHLAND"- INTEGRATIONSKONZEPTE UND -MODELLE
3.1 Deutschland als Einwanderungsland – Geschichtlicher Rückblick
3.1.1 Einführung
3.1.2 Anwerbephase und Anwerberstopp - 'Gastarbeiterpolitik'
3.1.3 Entstehung des Integrationsgedankens und erste Integrationsmaßnahmen von 1973 bis in die 90er Jahre
3.2 Die aktuelle Situation von AusländerInnen in Deutschland
3.2.1 Demographische Daten
3.2.2 Zur sozialen Situation von AusländerInnen in Deutschland
3.3 Integrationskonzepte und -modelle
3.3.1 Interkulturelle Pädagogik
3.3.2 Inländische Konzepte und Modelle in der Politik
3.3.3 Integrationskonzept in Schweden
3.4 Zusammenfassung und Ausblick
KAPITEL 4: ISLAM – „ERGEBUNG IN GOTTES WILLEN“
4.1 Mohammed – „Ich bin nur ein Mensch wie ihr.“
4.2 Der Koran
4.3 Die islamische Gemeinschaft (»Umma«)
4.4 Die Aufspaltung der islamischen Gemeinde
4.5 Die Fünf Säulen des Islam
4.6 „Gleichwertig oder gleichberechtigt?“ – Frauen- und Männerbild im Islam
4.7 Familie und Erziehung im Islam
4.8 Zusammenfassung
KAPITEL 5: ISLAM IN DEUTSCHLAND
5.1 Demographische Daten
5.2 Religionsfreiheit nach Art. 4 GG Abs. 1 und 2
5.3 Islamische Organisationen in Deutschland
5.3.1 Rechtsform islamischer Organisationen in Deutschland
5.3.2 Islamische Verbände in Deutschland
5.4 Islamismus
5.5 Religiös bedingte kulturelle Unterschiede
5.6 Dialog zwischen MuslimInnen und ChristInnen
5.7 Ausblick
KAPITEL 6: KINDERBETREUUNGSEINRICHTUNGEN ALS INTEGRATIONSFÖRDERNDE INSTITUTIONEN
6.1 Der Kindergarten – Gestern und Heute
6.2 Integration im Vorschulbereich
6.2.1 Integrationsfördernde Aspekte der Betreuung in Kindergärten
6.2.1.1 Sprachförderung
6.2.1.2 Identitätsbildung
6.3 Zusammenfassung
KAPITEL 7: ISLAMISCHE KINDERGARTENPROJEKTE IN DEUTSCHLAND AM BEISPIEL VON TÜBINGEN UND KARLSRUHE
7.1 Vorstellung des Projekts »Islamischer Kindergarten« in Tübingen
7.1.1 Islamischer Verein Tübingen e.V.
7.1.2 Entwicklung des Projekts »Islamischer Kindergarten« in Tübingen
7.1.3 Konzeptionelle Zielsetzung
7.1.4 Ausblick
7.2 Vorstellung des Projekts »Halima - Unabhängiger Kindergarten von Muslimen e.V.«
7.2.1 Entstehung des Halima-Kindergartens
7.2.2 Ausgestaltung der Räumlichkeiten
7.2.3 Kinder und Personal
7.2.4 Zielsetzung
7.2.5 Aufgabengebiete
7.2.6 Bewertung und Ausblick
KAPITEL 8: ISLAMISCHE KINDERGÄRTEN IN DEUTSCHLAND - »EIN NEUER WEG ZUR INTEGRATION?«
8.1 Gesellschaftliche Gegebenheiten
8.1.1 Sozialwissenschaftlicher Diskurs über Integrationsindikatoren
8.1.2 Integrationsverständnisse auf politischer Seite
8.1.3 Integrationsverständnisse auf islamischer Seite
8.1.4 Übereinstimmungen der Integrationsverständnisse
8.2 Rechtliche Voraussetzungen
8.2.1 Anerkennung auf Trägerschaft der freien Jugendhilfe
8.2.2 Übereinstimmung mit dem Grundgesetz
8.3 Institutionelle Umsetzung
8.3.1 Fachlich-personelle Anforderungen
8.3.2 Interkulturelle Pädagogik in islamischen Kindergärten
8.3.3 Vermittlung religiöser Inhalte
8.3.4 Vermittlung sprachlicher Kompetenzen
8.3.5 Geschlechtsspezifische Erziehung
8.4 Zusammenfassung
KAPITEL 9: SCHLUSSBEMERKUNG
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen die Gründung islamischer Kindergärten in Deutschland einen integrativen Beitrag leisten kann. Im Zentrum steht die Analyse, ob solche Einrichtungen zur gesellschaftlichen Teilhabe muslimischer MitbürgerInnen beitragen oder ob sie eher isolierende Tendenzen fördern.
Die aktuelle Situation von AusländerInnen in Deutschland
An dieser Stelle werden demographische Daten angeführt, welche unter anderem die soziale Situation von AusländerInnen in Deutschland darstellen sollen. Man muss jedoch gleich zu Beginn darauf verweisen, dass die über 7,3 Millionen AusländerInnen, die sich zur Zeit in Deutschland aufhalten, einen sehr heterogenen Teil der Gesamtbevölkerung darstellen, nicht nur unter soziologischen, sondern auch unter statistischen Aspekten. Diese Bevölkerungsgruppe verbindet zunächst nichts anderes als die nicht-deutsche Staatsangehörigkeit.
Allerdings sind mit der Kategorie »AusländerInnen« auch die unterschiedlichen Lebenssituationen der einzelnen Bevölkerungsgruppen angesprochen, dazu zählen nicht-deutschstämmige ArbeitnehmerInnen mit ihren Familien, Erwerbstätige, SeniorInnen und Jugendliche, Studierende und PraktikantInnen, Flüchtlinge und AsylbewerberInnen. Nicht zu vergessen sind die vielen nationalen Gruppierungen (vgl. dazu Tabelle 1), die die große Vielfalt widerspiegeln, die sich hinter der Kategorie »AusländerInnen« verbirgt.
KAPITEL 1: EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die kontroverse Debatte um die Einrichtung eines islamischen Kindergartens in Tübingen und definiert das Ziel der Arbeit, diese Diskussion wissenschaftlich einzuordnen.
KAPITEL 2: THEORIE UND BEGRIFFSBESTIMMUNG: Dieses Kapitel expliziert den schillernden Integrationsbegriff, differenziert ihn von Assimilation und erarbeitet vier Dimensionen der Integration.
KAPITEL 3: "EINWANDERUNGSLAND DEUTSCHLAND"- INTEGRATIONSKONZEPTE UND -MODELLE: Es wird die historische Entwicklung Deutschlands zum Einwanderungsland sowie die verschiedenen Integrationsverständnisse der Parteien und der Zuwanderungskommission dargelegt.
KAPITEL 4: ISLAM – „ERGEBUNG IN GOTTES WILLEN“: Dieses Kapitel führt in die religiösen, gesellschaftlichen und historischen Grundlagen des Islam ein, inklusive des Verständnisses von Gemeinschaft und Erziehung.
KAPITEL 5: ISLAM IN DEUTSCHLAND: Die Darstellung behandelt die Institutionalisierung des Islam in Deutschland sowie die Herausforderungen im Dialog zwischen der christlich geprägten Mehrheitsgesellschaft und MuslimInnen.
KAPITEL 6: KINDERBETREUUNGSEINRICHTUNGEN ALS INTEGRATIONSFÖRDERNDE INSTITUTIONEN: Das Kapitel analysiert die Bedeutung des Kindergartens als erste institutionelle Integrationsinstanz für Kinder im Vorschulalter.
KAPITEL 7: ISLAMISCHE KINDERGARTENPROJEKTE IN DEUTSCHLAND AM BEISPIEL VON TÜBINGEN UND KARLSRUHE: Anhand der Fallbeispiele Tübingen und Karlsruhe werden die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten und Probleme islamischer Kindergartenvorhaben praktisch illustriert.
KAPITEL 8: ISLAMISCHE KINDERGÄRTEN IN DEUTSCHLAND - »EIN NEUER WEG ZUR INTEGRATION?«: Die Arbeit zieht Schlussfolgerungen aus den gewonnenen Erkenntnissen und diskutiert die rechtlichen und pädagogischen Voraussetzungen für eine integrative Wirkung islamischer Kindergärten.
KAPITEL 9: SCHLUSSBEMERKUNG: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion, ohne jedoch eine finale Antwort auf die Frage nach dem "neuen Weg zur Integration" zu erzwingen.
Integration, Assimilation, Islam, MigrantInnen, Deutschland, Einwanderungsland, Islamische Kindergärten, Interkulturelle Pädagogik, Identitätsbildung, Schari’a, Religionsfreiheit, Kindertagesbetreuung, gesellschaftliche Teilhabe, kulturelle Identität, Zuwanderungskommission.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, ob und unter welchen Bedingungen islamische Kindergärten in Deutschland einen Beitrag zur Integration muslimischer Kinder und ihrer Familien leisten können.
Die zentralen Felder sind Integrations- und Assimilationstheorien, die Einwanderungsgeschichte Deutschlands, die religiösen Grundlagen des Islam sowie die pädagogischen Möglichkeiten in Kinderbetreuungseinrichtungen.
Das Ziel ist es, Kriterien für eine integrative Arbeit in islamischen Kindergärten zu entwickeln, die sowohl den religiösen Hintergrund der Familien respektieren als auch die gesellschaftliche Teilhabe fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews, die mit VertreterInnen islamischer Kindergartenprojekte und Wissenschaftlern geführt wurden.
Der Hauptteil analysiert die Konzeptionen islamischer Kindergärten, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Jugendhilfe in Deutschland und diskutiert, wie Identitätsbildung und Sprachförderung im Kindergartenalter integrativ gestaltet werden können.
Integration, Islam, Kinderbetreuung, Identitätsbildung, Interkulturelle Pädagogik und Einwanderungsland Deutschland sind die prägenden Begriffe.
Die Arbeit diskutiert die Schari'a als ein System, das im Konflikt mit dem deutschen Grundgesetz stehen kann, und untersucht, wie Trägervereine mit dieser Problematik bei der Konzeption ihrer Kindergärten umgehen.
Die Fallbeispiele zeigen, dass die Träger den Kindergarten als Raum für Identitätsstärkung verstehen, aber auch mit Vorurteilen des Umfelds und Fragen zur Vereinbarkeit von religiöser Erziehung und deutscher Sprache konfrontiert sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

