Examensarbeit, 2008
68 Seiten, Note: 2,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
EINLEITUNG
1. MIGRATION UND BILDUNG IM ZUWANDERUNGSLAND DEUTSCHLAND
1.1. Einwanderungsgeschichte Deutschlands (sechziger Jahre bis heute)
1.2. Begriffklärung: Migrant und Mensch mit Migrationshintergrund
1.3. Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland
1.3.1 Bildungsstand der jungen Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland
1.4. Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Berlin
1.4.1. Bildungsstand der Schüler mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe 1 in Berlin
1.4.1.1. Gründe für das schulische Versagen Jugendlicher mit Migrationshintergrund
2. BILDUNGSPOLITISCHE KONSEQUENZEN
2.1. Schulsprachenpolitik - Umgang mit Zweisprachigkeit
2.1.1. Empfehlungen der ständigen Kultusministerkonferenz
2.1.2. Rahmenpläne für Deutsch als Zweitsprache
3. DEUTSCH ALS ZWEITE SPRACHE UND DEREN ERWERB
3.1. Begriffsklärung Deutsch als Zweitsprache
3.1.1. Deutsch als Zweitsprache, Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Muttersprache
3.2. Zweitspracherwerb
3.2.1. Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb
3.2.2. Grundgrößen des Zweitspracherwerbs
3.2.2.1. Die Kontrastivhypothese
3.2.2.2. Die Identitätshypothese
3.2.2.3. Die Interlanguagehypothese
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE ZWEITSPRACHENDIDAKTIK
4.1. Pädagogische Prinzipien
4.2. Interkulturelles Lernen
4.3. (Schrift-)sprachliche Mittel
4.4. Korrekturverhalten
4.5. Sprachstandserhebung
5. MAßNAHMEN ZUR SPRACHFÖRDERUNG IN DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE
5.1. Überblick zu aktuellen Sprachförderprogrammen in Berlin
5.2. Projekte zur Sprachförderung außerhalb der Unterrichtszeit
5.2.1. Das Jacobs-Sommercamp Bremen 2004
5.2.2. Das Sommercamp Nürnberg 2005
5.3. Das Berliner Kooperationsprojekt „Sommerschule“
5.3.1. Die Kooperationspartner
5.3.2. Der konzeptionelle Hintergrund
5.3.3. Das Sprachförderkonzept von RÖSCH
5.3.4. Die Umsetzung des Konzeptes
5.3.5. Auswertung des Projektes
FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I und analysiert am Beispiel des Berliner Projekts „Sommerschule“, wie effektive Konzepte zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache gestaltet sein müssen, um die schulischen Chancen benachteiligter Jugendlicher zu verbessern.
3.2.2.1. Die Kontrastivhypothese
Die Kontrastivhypothese, 1945 von FRIES formuliert und 1957 von LADO weiterentwickelt, lehnt sich an die behavioristische Spracherwerbsforschung an. „Kontrastiv“ bedeutet in diesem Zusammenhang die Gegenüberstellung von zwei Sprachen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu ermitteln. Es wird davon ausgegangen, dass Zweitsprachlerner gleiche Strukturen und Regeln zwischen der Erst- und Zweitsprache auf die Zweitsprache übertragen (positiver Transfer), wobei Sprachunterschiede zu Lernschwierigkeiten führen können.
Die Übertragungsprozesse von Strukturen aus der Erstsprache auf die Zweitsprache werden als Interferenzen bezeichnet. Sie können in diesem Zusammenhang einen positiven Transfer oder Fehler (negativer Transfer) bei der Aussprache, der Verwendung bestimmter grammatischer Muster sowie bei der Verwendung von Wörtern und Redewendungen verursachen. Ein negativer Transfer tritt beispielsweise auf, wenn das Übersetzen von Wörtern aus der Erstsprache in die Zweitsprache nicht fehlerfrei möglich ist.
Dem eigens formulierten Anspruch, regelrecht Voraussagungen von Lernschwierigkeiten auf Grund des systematischen Sprachvergleichs treffen zu können, wurde der kontrastive Ansatz in der Praxis jedoch nicht gerecht.
EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz in den schulischen Leistungen zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund und stellt die Notwendigkeit einer fundierten Sprachförderung dar.
1. MIGRATION UND BILDUNG IM ZUWANDERUNGSLAND DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Einwanderungsgeschichte und zeigt die prekäre Bildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland und Berlin auf.
2. BILDUNGSPOLITISCHE KONSEQUENZEN: Es werden der bildungspolitische Umgang mit Zweisprachigkeit diskutiert sowie Empfehlungen der Kultusministerkonferenz und aktuelle Rahmenpläne für DaZ vorgestellt.
3. DEUTSCH ALS ZWEITE SPRACHE UND DEREN ERWERB: Dieser Teil definiert den Begriff Deutsch als Zweitsprache, grenzt ihn von Fremd- und Muttersprache ab und erläutert theoretische Grundlagen und Einflussfaktoren des Zweitspracherwerbs.
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE ZWEITSPRACHENDIDAKTIK: Hier werden methodisch-didaktische Konsequenzen für die Zweitsprachendidaktik abgeleitet, darunter pädagogische Prinzipien, interkulturelles Lernen und der Umgang mit Fehlern.
5. MAßNAHMEN ZUR SPRACHFÖRDERUNG IN DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE: Das Kapitel beschreibt aktuelle Sprachförderprogramme und evaluiert intensiv das Berliner Kooperationsprojekt „Sommerschule“ als Modell für außerschulische Förderung.
FAZIT UND AUSBLICK: Die Arbeit resümiert die Bedeutung der Sprachförderung, kritisiert die noch unzureichende Verankerung in der Lehrerausbildung und plädiert für eine dauerhafte, fächerübergreifende Integration von DaZ.
Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Migration, Bildungsstand, Zweitspracherwerb, Sprachförderung, Sekundarstufe I, Sommerschule, Interkulturelles Lernen, Kontrastivhypothese, Interlanguage, Bildungsbenachteiligung, Sprachstandserhebung, Sprachdidaktik, Integration.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der deutschen Schullandschaft und untersucht, wie Sprachförderung im Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) effektiv gestaltet werden kann.
Im Zentrum stehen die Einwanderungssituation in Deutschland, bildungspolitische Rahmenbedingungen, theoretische Modelle des Zweitspracherwerbs sowie die Evaluation konkreter außerschulischer Sprachförderprojekte.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sprachförderung nicht nur als isolierter Förderunterricht, sondern als durchgängiges Prinzip in der Schule etabliert werden kann, um bessere Bildungschancen für Jugendliche nicht-deutscher Herkunft zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer praxisorientierten Auswertung des Berliner Sprachförderprojekts „Sommerschule“, inklusive der Analyse von Teilnehmerdaten und Evaluationsbögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-statistische Analyse der Migrationssituation, die Darstellung von Spracherwerbstheorien (z.B. Kontrastiv- und Interlanguagehypothese) sowie die Erläuterung didaktischer Konsequenzen und konkreter Förderkonzepte.
Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Integrationspolitik, Bildungsbenachteiligung, Zweitspracherwerbstheorien und projektbasierte außerschulische Sprachförderung.
Die „Sommerschule“ dient als zentrales Fallbeispiel für die praktische Umsetzung außerschulischer Sprachförderung und wird anhand ihrer Konzeption, der Akteure und der Evaluationsergebnisse kritisch beleuchtet.
Die Autorin bewertet die aktuelle Ausbildung an Universitäten als zwar vorhanden, aber im Hinblick auf den hohen Bedarf und die tatsächliche Stundenzahl als weitaus ungenügend.
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