Diplomarbeit, 2008
108 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Grundsätze der internationalen Steuerplanung
2.1 Begriff, Ziele und Aufgaben der internationalen Steuerplanung
2.2 Motivation für internationale Steuerplanung
2.3 Stellenwert und Grenzen der internationalen Steuerplanung
2.4 Vorstellung der Werkzeuge der internationalen Steuerplanung
2.4.1 Instrumente zur Gestaltung der Steuerbelastung
2.4.2 Methoden zur Quantifizierung der Steuerbelastung
2.4.3 Risikoberücksichtigung und Instrumente zur Auswahl einer Handlungsalternative
3 Grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz der Verrechnungspreise als Steuerplanungsinstrument
3.1 Definition und Anwendungsbereiche von Verrechnungspreisen
3.2 Verrechnungspreise als Instrument der Steuerplanung und der betriebswirtschaftlichen Steuerung
3.3 Betriebswirtschaftliche und steuerliche Rahmenbedingungen der Verrechnungspreisgestaltung
3.3.1 Betriebswirtschaftliche Gestaltungsalternativen
3.3.2 Steuerliche Schranken der betriebswirtschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten
3.3.2.1 Fremdvergleichsgrundsatz und Methoden zu seiner Konkretisierung
3.3.2.2 Umlagen
3.3.2.3 Dokumentationspflichten
3.3.2.4 Konsequenzen der steuerlichen Nichtanerkennung von Verrechnungspreisen
3.4 Gestaltung der Verrechnungspreispolitik im Unternehmen
3.4.1 Überlegungen zur Entwicklung eines Verrechnungspreissystems
3.4.2 Überlegungen zur taktischen Verrechnungspreispolitik
4 Ausgewählte Problembereiche der Verrechnungspreisgestaltung
4.1 Gewinnverlagerungen durch Verrechnungspreisgestaltungen
4.2 Überlegungen zu steuerlichen Verrechnungspreisstrategien
4.2.1 Lieferungen von Gütern und Waren
4.2.2 Dienstleistungen
4.2.3 Finanzierungsleistungen
4.2.4 Immaterielle Wirtschaftsgüter
4.3 Vermeidung von Verrechnungspreiskonflikten
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, betriebswirtschaftliche und steuerliche Sichtweisen auf Verrechnungspreise in einem international tätigen Unternehmen zu analysieren, um ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie diese zur globalen Steueroptimierung eingesetzt werden können, ohne dabei betriebswirtschaftliche Zielsetzungen zu gefährden.
3.1 Definition und Anwendungsbereiche von Verrechnungspreisen
Für die Zwecke der vorliegenden Arbeit soll zunächst die begriffliche Bestimmung der Verrechnungspreise erfolgen. In der Fachliteratur findet sich eine Fülle von Definitionen, deren Geschichte vor über hundert Jahre mit Eugen Schmalenbach beginnt. Für diese Arbeit dient die von Ewert und Wagenhofer formulierte Definition als Ausgangspunkt. Betriebswirtschaftlich werden Verrechnungspreise als „Wertansätze für innerbetrieblich erstellte Leistungen (Produkte, Zwischenprodukte, Dienstleistungen), die von anderen rechnerisch abgegrenzten Unternehmensbereichen bezogen werden“ definiert. Im Grunde handelt es sich nicht um einen Preis dem Wortsinn nach, sondern um eine Bewertung der innerbetrieblichen Leistungen, die sich nach den Zielen des Entscheidungsträgers richtet.
Der Verrechnungspreis unterscheidet sich von einem Marktpreis durch eine grundsätzliche Interessenübereinstimmung der im Austauschprozess beteiligten Einheiten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal stellt die mögliche Unabhängigkeit des Verrechnungspreises von Geldströmen dar. Da die betriebswirtschaftliche Definition der Verrechnungspreise auf einen Leistungsaustausch innerhalb einer Wirtschaftseinheit abstellt, der sowohl den Austausch zwischen einzelnen Kostenstellen als auch zwischen rechnerisch abgegrenzten Einheiten beinhaltet, kann der Verrechnungspreis rein kalkulatorischer Natur sein. Den spezifischen Anwendungsbereich der Verrechnungspreise stellen Unternehmensverbunde dar, die sowohl aus rechtlich unselbständigen als auch aus rechtlich selbständigen Einheiten bestehen können. Die Verrechnungspreise stehen also einerseits für die Erlöse der leistenden Einheiten und andererseits für die Kosten der beziehenden Einheiten.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung internationaler Steuerplanung aufgrund von Globalisierungsdruck und dem Bestreben, die Konzernsteuerquote zu optimieren.
2 Grundsätze der internationalen Steuerplanung: Dieses Kapitel definiert Steuerplanung, erläutert ihre Ziele und stellt Werkzeuge sowie Risikobetrachtungen für internationale Aktivitäten vor.
3 Grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz der Verrechnungspreise als Steuerplanungsinstrument: Hier werden Definitionen sowie betriebswirtschaftliche und steuerliche Rahmenbedingungen, insbesondere der Fremdvergleichsgrundsatz, detailliert dargelegt.
4 Ausgewählte Problembereiche der Verrechnungspreisgestaltung: Dieser Teil analysiert spezifische Verlagerungsstrategien bei Gütern, Dienstleistungen, Finanzierungen und immateriellen Wirtschaftsgütern sowie den Umgang mit Konflikten.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Koordination zwischen Steuer- und Controllingabteilungen bei der Gestaltung von Verrechnungspreisen.
Internationale Steuerplanung, Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Konzernsteuerquote, Gewinnverlagerung, Steueroptimierung, Controlling, Betriebsprüfung, Dokumentationspflichten, immaterielle Wirtschaftsgüter, Betriebsstätten, Doppelbesteuerung, Transfer Pricing, Unternehmensverbund, Steuerbelastung.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Verrechnungspreisen als strategisches Instrument der internationalen Steuerplanung in Konzernen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung betriebswirtschaftlicher von steuerlichen Verrechnungspreisen, die Methoden der Preisgestaltung und die Einhaltung gesetzlicher Normen.
Das Ziel ist die Analyse, wie ein Unternehmen Verrechnungspreise so gestalten kann, dass steuerliche Vorteile erzielt werden, während gleichzeitig betriebswirtschaftliche Ziele gewahrt bleiben.
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung unter Auswertung der relevanten Fachliteratur, Gesetzesmaterialien und OECD-Richtlinien.
Der Hauptteil behandelt die Definitionen, Rahmenbedingungen, Gestaltungsalternativen, Problembereiche bei verschiedenen Leistungsarten und die Konfliktvermeidung.
Wichtige Begriffe sind Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, internationale Steuerplanung und Gewinnverlagerung.
Er dient dazu, sicherzustellen, dass Verrechnungspreise in einem Konzern den Bedingungen entsprechen, die auch zwischen unabhängigen Dritten vereinbart worden wären, um so Gewinnkorrekturen durch Finanzbehörden zu vermeiden.
Unternehmen nutzen Verständigungsverfahren, EU-Schiedskonventionen oder schließen im Voraus verbindliche Advance Pricing Agreements (APAs) mit den Finanzbehörden ab.
Sie ist entscheidend, da Verrechnungspreise nicht nur Steuern beeinflussen, sondern auch die interne Leistungssteuerung, Performance-Messung und das Management-Reporting im Konzern.
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