Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten
1. Einleitung
2. Lesen
2.1 Lesebegriff aus unterschiedlichen Sichtweisen
2.2 Bedeutung des Lesens in der heutigen Zeit
2.3 Voraussetzungen und Probleme
3. Erste Leseerfahrungen
4. Teilfertigkeiten des Leseerwerbs
4.1 Dekodieren von Wörtern
4.2 Verstehen von Sätzen
4.3 Verstehen von Satzzusammenhängen
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Lesen und Schreiben
6. Testverfahren
6.1 IGLU
6.1.1 Einführung
6.1.2 Ergebnisse
6.2 Stolperwörter-Lesetest
7. Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Kinderbuches
8. Verfahren zur Förderung der Leseleistung
8.1 Lautlese-Verfahren
8.2 Viellese-Verfahren
8.3 Lesestrategie einüben
9. Lesesozialisation
9.1 Familie
9.2 Schule
9.3 Außerschulische Instanzen
10. Leseförderung im schulischen Kontext
10.1 Grundlagen
10.2 Lesehausaufgaben
10.3 Lesen im Unterricht
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb der Lesefähigkeit im Grundschulalter, um auf dieser Grundlage effektive lesefördernde Maßnahmen für den schulischen Kontext abzuleiten und die Bedeutung der Lesesozialisation zu beleuchten.
6. Testverfahren
Hinsichtlich des Nutzens können zwei verschiedenen Arten von Testverfahren unterschieden werden. Zum einen gibt es Testverfahren, welche die Lesekompetenz von SuS messen, um einen Vergleich zu SuS aus anderen Ländern zu haben. Ein Beispielverfahren hierfür ist die IGLU-Studie. Zum anderen gibt es Verfahren, welche die individuelle Leseleistung eines Kindes ermitteln. Regelmäßig sollten individuelle Fähigkeiten getestet werden (vgl. Kraft et al. 2013, 129).
Dadurch können disfluente Leser identifiziert werden (vgl. Marx 2007, 31). Fehler werden aber nicht als negativ angesehen. Sie sind ein Merkmal für die stufenweise Aneignung des Leseprozesses (vgl. Hoffmann et al. 2017, 328). Wichtig ist, eine defizitorientierte Diagnose durch eine fähigkeitsorientierte Diagnose zu ersetzen. Im Vergleich zu einer defizitorientierten Diagnose ist eine fähigkeitsorientierte Diagnose zwar aufwendiger, aber für die Kinder vorteilhafter, da sie den Lernprozess einbezieht (vgl. ebd., 328). Geeignete Fördermaßnahmen können nur auf Basis eines Tests durchgeführt werden. Somit soll das Erreichte hervorgehoben werden und für das zu Erreichende eine geeignete Förderung angeboten werden (vgl. Hoffmann et al. 2017, 328). Ein Beispiel für einen solchen Test ist der Stolperwörtertest.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Leseförderung ein, definiert erste Begriffe wie Lesekompetenz und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2. Lesen: Dieses Kapitel erläutert den Lesebegriff aus verschiedenen psychologischen sowie deutschdidaktischen Perspektiven und betont die Relevanz des Lesens als Kernkompetenz in der heutigen Gesellschaft.
3. Erste Leseerfahrungen: Hier werden die Vorläufererfahrungen von Vorschulkindern, wie gemeinsames Vorlesen und Erzählen, als Basis für den späteren Schriftspracherwerb beschrieben.
4. Teilfertigkeiten des Leseerwerbs: Dieser Abschnitt differenziert zentrale Teilkompetenzen wie das Dekodieren von Wörtern, das Verstehen von Sätzen sowie von übergreifenden Satzzusammenhängen.
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Lesen und Schreiben: Dieses Kapitel stellt die enge wechselseitige Beziehung und die gemeinsamen Herausforderungen bei der Entwicklung der Lese- und Schreibkompetenz heraus.
6. Testverfahren: Es werden verschiedene Ansätze der diagnostischen Erfassung von Leseleistungen, insbesondere IGLU und der Stolperwörter-Lesetest, sowie deren Nutzen für die individuelle Förderung vorgestellt.
7. Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Kinderbuches: Hier werden Merkmale für eine motivierende Buchauswahl definiert, die auf die Interessen und den Entwicklungsstand des Kindes zugeschnitten sind.
8. Verfahren zur Förderung der Leseleistung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über praxisbewährte Förderkonzepte, darunter Lautlese-Verfahren, Viellese-Verfahren und das Einüben von Lesestrategien wie der PQ4R-Methode.
9. Lesesozialisation: Hier wird der Prozess der Lesesozialisation in den sozialen Raum eingeordnet und die Bedeutung von Familie, Schule und außerschulischen Angeboten für die Entwicklung eines positiven Leseinteresses analysiert.
10. Leseförderung im schulischen Kontext: Dieses Kapitel entwirft auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ein Konzept für die Schule, das diagnostische Grundlagen, Lesehausaufgaben und die Gestaltung von Unterrichtsphasen zur Leseförderung integriert.
11. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forderungen der Arbeit zusammen, betont die Notwendigkeit frühzeitiger Leseförderung und unterstreicht die Chance einer mehrsprachigen Leseerziehung.
Leseförderung, Lesekompetenz, Schriftspracherwerb, Lesesozialisation, IGLU-Studie, Lautlese-Verfahren, Viellese-Verfahren, Stolperwörter-Lesetest, Lesemotivation, Wortdekodierung, Mehrebenenmodell des Lesens, Lesestrategien, Leseflüssigkeit, Grundschule, Mehrsprachigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlegung und praktischen Umsetzung der Leseförderung im Grundschulalter unter Berücksichtigung individueller Voraussetzungen der Kinder.
Die zentralen Themen umfassen den Schriftspracherwerb, die Diagnostik von Leseleistungen, die Bedeutung von Lesesozialisation sowie verschiedene Methoden der Leseförderung.
Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie der Erwerb der Lesefähigkeit abläuft, um darauf aufbauend konkrete und effektive Maßnahmen für den schulischen Kontext abzuleiten.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der deutschdidaktischen und psychologischen Fachliteratur in Kombination mit pädagogischen Modellen wie dem Mehrebenenmodell des Lesens.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methodenkompetenz, Testverfahren, Kriterien der Buchauswahl, konkrete Förderverfahren und die Einbettung in das soziale Umfeld der Kinder.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von theoretischen Modellen, wie dem Stufenmodell des Schriftspracherwerbs, mit praktischen Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte aus.
Die Arbeit betont, insbesondere unter Verweis auf Forschungsergebnisse von Rehbein, die zentrale Rolle der Muttersprache als Grundlage für ein erfolgreiches Textverständnis bei DaZ-Kindern.
Der Matthäus-Effekt dient zur Erklärung des Scherenphänomens, bei dem sich die Leistungsunterschiede zwischen kompetenten und schwächeren Lesern im Laufe der Zeit durch ungleiche Lernzuwächse vergrößern.
Während die defizitorientierte Diagnose primär Mängel feststellt, bezieht die fähigkeitsorientierte Diagnose den individuellen Lernprozess des Kindes ein, um gezieltere und motivierende Fördermaßnahmen zu ermöglichen.
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