Bachelorarbeit, 2021
45 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theorie und Methodik
a. Der Diskursbegriff und die Diskursanalyse
b. Kritische Diskursanalyse nach Jäger
c. Die Struktur des Diskurses
d. Kollektivsymbole und Normalität
e. Materialkorpus und Analyseschritte
3. Russisches Fernsehen – Ukraine-Diskurs – Forschungsstand
a. Fernsehen in Russland
b. Der Ukraine-Diskurs im staatlichen russischen Fernsehen – diskursiver Kontext
c. «Время» u «Воскресное время» – «Первый Канал»
d. «Воскресный вечер с Владимиром Соловьевым» – «Россия 1»
4. Analyse
a. Strukturanalyse
1. Diskursstrang Krieg in der Ostukraine
2. Diskursstrang Innere Situation der Ukraine
3. Diskursstrang Zelens’kyj
4. Diskursstrang Beziehung Ukraine-Westen
5. Diskursstrang Beziehung Ukraine-Russland
b. Feinanalyse
1. Воскресное Время vom 11.04.21
2. Воскресный вечер с Владимиром Соловьевым vom 18.04.21
3. Воскресное вечер с Владимиром Соловьевым vom 25.04.21
c. Ergebnisse der Diskursanalyse
5. Fazit
6. Bibliographie
7. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer kritischen Diskursanalyse, welche Prämissen und Strategien den Ukraine-Diskurs im staatlichen russischen Fernsehen bestimmen und wie diese zur Konstruktion einer spezifischen Wirklichkeit beitragen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie durch sprachliche Mittel, Rhetorik und audiovisuelle Inszenierungen ein bestimmtes Feindbild der Ukraine reproduziert und russische Machtpositionen legitimiert werden.
a. Strukturanalyse
Die 42 Beiträge wurden in 5 Hauptthemen, 12 Unterthemen, sowie 4 Unter-Unterthemen eingeteilt. In der folgenden Strukturanalyse werden die thematische Vielfalt sowie die thematische Gewichtung mithilfe von Diagrammen ausgewertet. Zu diesem Zweck wurde zum einen ein Tortendiagramm erstellt, welches die prozentuale Verteilung der Hauptdiskursstränge zeigt und zum anderen eine sogenannte ‚Concept-Map‘, welche die thematischen Verknüpfungen – die Diskursverschränkungen – der einzelnen Diskursstränge aufzeigt und das ‚Wuchern des Diskurses‘ visualisiert. Mithilfe des Korpus und der Diagramme werden die einzelnen Hauptdiskursstränge in diesem Kapitel kurz vor- und so der Ukraine-Diskurs im staatlichen russischen Fernsehen in seiner Breite dargestellt.
Anhand des Tortendiagramms lässt sich beobachten, dass die Themen grundsätzlich relativ ausgewogen verteilt sind – lediglich der Hauptdiskursstrang Zelens’kyj kommt prozentual weniger häufig vor als die übrigen Diskursstränge. Die anderen Diskursstränge sind relativ gleich verteilt, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Hauptdiskursstränge stark miteinander verschränkt sind und ein Hauptthema sehr häufig mit einem anderen Hauptthema zusammenhängt. In der Concept-Map lassen sich diese Verschränkungen gut beobachten – so ist beispielsweise das Thema ‚Krieg in der Ostukraine‘ eng mit allen anderen Hauptthemen verschränkt.
Nichtsdestotrotz thematisiert nicht jeder Fernsehbeitrag, der über den Krieg in der Ostukraine berichtet, jedes Mal die Beziehung zwischen der Ukraine und dem Westen. Bestimmte Beiträge fokussieren sich auf bestimmte Hauptthemen wie z.B. die Frage, was Präsident Zelens’kyj mit dem Krieg in der Ostukraine zu tun hat und sparen andere Themen, wie die Beziehung des Westens und der Ukraine, aus. Die Verschränkungen sind somit nicht in jedem Beitrag zu finden, lassen sich aber quantitativ bei der Auswertung einer größeren Datenmenge nachweisen. Ebenfalls anzumerken ist, dass natürlich jedes Diskursfragment im weitesten Sinne mit allen anderen Diskursfragmenten verknüpft ist, da alle Diskursfragmente schlussendlich Teil des Ukraine-Diskurses sind. Die Verbindungen in der Concept-Map zeigen jedoch nur diejenigen Verbindungen an, die in den Fernsehbeiträgen explizit geäußert werden und nicht all jene Verbindungen, die im weitesten Sinne herzuleiten sind.
1. Einleitung: Definiert das Ziel, Methoden und den zeitlichen Rahmen der Untersuchung der Ukraine-Berichterstattung im April 2021.
2. Theorie und Methodik: Erläutert die theoretischen Grundlagen der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger unter Einbezug foucaultscher Konzepte.
3. Russisches Fernsehen – Ukraine-Diskurs – Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die Medienlandschaft in Russland und den spezifischen Stellenwert des Ukraine-Diskurses.
4. Analyse: Führt die detaillierte strukturelle und qualitative Untersuchung der ausgewählten Fernsehbeiträge durch.
5. Fazit: Führt die Ergebnisse der Diskursanalyse zusammen und resümiert die identifizierten Hauptprämissen des untersuchten Diskurses.
6. Bibliographie: Listet die für die Arbeit verwendete Primär- und Sekundärliteratur auf.
7. Anhang: Enthält das Materialkorpus der untersuchten Beiträge.
Ukraine-Diskurs, staatliches russisches Fernsehen, kritische Diskursanalyse, Siegfried Jäger, Diskursstrang, Feindbild, Propaganda, Kollektivsymbole, Normalität, Machtausübung, Wolodymyr Selenskyj, Krieg in der Ostukraine, rhetorische Strategien, Medienmanipulation, Diskursverschränkung.
Die Bachelorarbeit analysiert, wie in staatlichen russischen Fernsehsendungen über die Ukraine berichtet wird und welche narrativen Strukturen und Prämissen dabei zur Geltung kommen.
Die zentralen Felder umfassen die Kriegssituation in der Ostukraine, die politische Rolle von Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Beziehungen der Ukraine zum Westen sowie das russische Narrativ der Ukraine als politischem Akteur.
Das Hauptziel besteht darin, die diskursiven Strategien zu identifizieren, mit denen das russische Staatsfernsehen eine spezifische Sicht auf die Ukraine konstruiert und die eigene Machtposition legitimiert.
Die Arbeit basiert auf der Methode der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, erweitert durch Ansätze der Diskurs- und Ideologieanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Strukturanalyse der Diskursstränge und eine Feinanalyse ausgewählter Fernsehbeiträge, um rhethorische Muster, Bildsprache und emotionale Inszenierungen zu untersuchen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diskursanalyse, Feindbild, Propaganda, Ukraine-Diskurs und Diskursverschränkung charakterisiert.
Solowjow wird als Beispiel für einen "diskursiven Agenten" untersucht, der durch aggressive Rhetorik, Ironie und Herabwürdigung gegenüber ukrainischen Gästen maßgeblich zur Diskurssteuerung beiträgt.
Das Narrativ beschreibt eine hypothetische, zukünftige Vision der Ukraine als brüderlicher Teil Russlands, die im Gegensatz zur aktuellen, als "böse" wahrgenommenen, neo-nazistischen Ukraine steht.
Neben dem gesprochenen Text fließen laut der Arbeit auch Bildszenen, Geräusche und die gesamte Inszenierung von Fernsehbeiträgen als Informationsträger in die Diskursanalyse ein.
Das Fernsehen wird als zentraler Steuerungsmechanismus der öffentlichen Meinung identifiziert, der durch die Reproduktion bestimmter Prämissen aktiv an der Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit mitwirkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

