Masterarbeit, 2021
105 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Studienaufbau und theoretischer Hintergrund
2.1 Die Theorie des geplanten Verhaltens (TPB) zu Vorhersage von Absichten
2.2 Das Normaktivierungsmodell (NAM): Die Wirkung persönlicher Normen
2.3 Die Kombination: Das Comprehensive Action Determination Model (CADM)
2.4 Injunkte und deskriptive soziale Normen
2.5 Individualismus-Kollektivismus als Maß individueller kultureller Orientierung
3. Stand der Forschung mit Ableitung der Hypothesen
3.1 Übersicht zu den untersuchten Effekten
3.2 Ergebnismaß: Die Absicht zur umweltschonenden Verkehrsmittelwahl
3.3 Prädiktoren: Injunktive und deskriptive soziale Normen
3.3.1 Die Präsentation objektiver Informationen (Kontrollbedingung)
3.3.2 Die Präsentation einer injunktiven oder deskriptiven sozialen Norm
3.3.3 Die gleichzeitige Präsentation einer injunktiven und deskriptiven sozialen Norm
3.3.4 Vorhersage von AuVMW unter sozialen Normen
3.4 Kulturelle Orientierung als Moderator injunktiver und deskriptiver sozialer Normen
3.4.1 Moderationseffekte der Individualismus-Kollektivismus Dimension
3.4.2 Vorhersage von AuVMW unter sozialen Normen und mit Individualismus-Kollektivismus
3.5 Soziodemografische Merkmale
3.6 Forschungsmodell
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Zielgruppe
4.2 Datenerhebung
4.3 Messinstrumente
4.3.1 Ergebnismaß
4.3.2 Prädiktoren aus der TPB (wVK, SuN, eE)
4.3.3 Prädiktoren aus dem NAM (PN)
4.3.4 Experimentelle Prädiktoren: Injunktive und deskriptive soziale Normen
4.3.5 Moderator Individualismus-Kollektivismus
4.3.6 Kontrollfragen
4.3.7 Soziodemografische Merkmale
5. Darstellung der erwarteten Ergebnisse
6. Ergebnisse
6.1 Befragungsrücklauf
6.2 Anpassung der Hypothesen
6.3 Deskriptive Statistik
6.3.1 Soziodemografische Merkmale der Stichprobe
6.3.2 Subskalen AuVMW, wWK, SuN, eE, PN und ikO
6.4 Lageunterschiedsanalysen
6.5 Zusammenhaltsanalysen
6.6 Regressionsanalysen
7. Diskussion
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.2 Relativierung des Versuchsaufbau und der Interpretation
7.3 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Normen auf die Absicht von Autofahrern, ihr Fahrzeug zugunsten umweltfreundlicherer Verkehrsmittel stehen zu lassen. Dabei wird analysiert, ob individuelle kulturelle Orientierungen diesen Effekt moderieren und ob existierende Modelle zur Vorhersage von Verkehrsverhalten durch diese Faktoren verbessert werden können.
2.4 Injunktive und deskriptive soziale Normen
Anders als Gesetze sind Normen durch soziale Interaktion ausgehandelte und kontextabhängige Verhaltensweisen. Dass ein bestimmtes Verhalten in einem sozialen Kontext akzeptabel ist, in einem anderen jedoch nicht, beweisen Cialdini, Reno und Kallgren (1990, S. 1024-1025). Ihre Studie zeigt, dass Menschen eher dazu tendieren, Müll in einer verschmutzten als in einer sauberen Umgebung fallen zu lassen. Laut Hewstone und Martin (2014, S. 274-275) informieren uns deskriptive Normen (IST-Normen) darüber, wie sich Dritte in ähnlichen Situationen verhalten. Injunktive Normen (SOLL-Normen) drücken hingegen aus, welches Verhalten von anderen gebilligt wird und welches nicht. Cialdini et al. (1990, S. 1015) betonen, dass es bei der Betrachtung des sozialen Einflusses entscheidend ist, zwischen der Soll- und der Ist- Botschaft zu unterscheiden, da sich jede auf eine andere Motivation bezieht. Die deskriptive Norm beschreibt, was typisch ist. Sie repräsentiert, was die meisten Menschen tun, und zeigt auf, welches Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit angemessen sein wird (Rimal & Lapinski, 2015, S. 396). Die injunktive Botschaft von Normen bezieht sich auf das Verständnis, was mehrheitlich akzeptiertes bzw. abgelehntes Verhalten darstellt. Injunktive Normen legen fest, was getan werden sollte und ergänzen dies mit sozialen Sanktionen, die bei Nichtbeachtung drohen. Faktorenanalysen weisen darauf hin, dass subjektive, injunktive und deskriptive Normen jeweils einen eigenen unabhängigen Einfluss auf Verhalten haben (Park & Smith, 2007, zitiert nach Rimal & Lapinski, 2015, S. 398).
1. Einleitung: Stellt das Problem des motorisierten Individualverkehrs in Deutschland dar und leitet die Forschungsfrage zur Bedeutung sozialer Normen beim Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel ab.
2. Studienaufbau und theoretischer Hintergrund: Erläutert die theoretischen Grundlagen wie die Theorie des geplanten Verhaltens und das Normaktivierungsmodell sowie die Differenzierung sozialer Normen.
3. Stand der Forschung mit Ableitung der Hypothesen: Analysiert bestehende Forschungsergebnisse zu den einzelnen Variablen und leitet daraus die spezifischen Hypothesen für die Untersuchung ab.
4. Methodisches Vorgehen: Beschreibt die Zielgruppe, die Durchführung der Datenerhebung via Online-Fragebogen sowie die Operationalisierung der verwendeten Messinstrumente.
5. Darstellung der erwarteten Ergebnisse: Diskutiert den erwarteten praktischen Nutzen der Erkenntnisse, insbesondere für Interventionen im Kontext der Verkehrssteuerung.
6. Ergebnisse: Dokumentiert den Befragungsrücklauf, präsentiert deskriptive Statistiken und liefert die Auswertung der Hypothesen mittels statistischer Analysen.
7. Diskussion: Interpretiert die gewonnenen Ergebnisse, reflektiert Schwachstellen im Versuchsaufbau und fasst die Kernbotschaften zusammen.
Injunktive soziale Normen, deskriptive soziale Normen, Theorie des geplanten Verhaltens, Normaktivierungsmodell, Absicht zur Wahl umweltfreundlicher Verkehrsmittel, Individualismus-Kollektivismus-Dimension, Verkehrspsychologie, soziale Beeinflussung, Umstiegsmobilität, Modellvorhersage.
Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Arten sozialer Normen Autofahrer dazu bewegen können, ihr Auto stehen zu lassen und auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie ÖPNV, Fahrrad oder Fußwege umzusteigen.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der psychologischen Modelltheorie (TPB, NAM) mit dem Konzept der sozialen Normen und kulturellen Einflüssen, um eine fundierte Erklärung für Verkehrsverhaltensabsichten zu generieren.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob injunktive und deskriptive soziale Normen über bestehende psychologische Modelle hinaus die Vorhersagekraft für die Wahl umweltfreundlicher Verkehrsmittel stärken können.
Es wurde eine quantitativ-experimentelle Studie durchgeführt. Durch ein faktorielles Design mit randomisierter Zuteilung zu verschiedenen Untersuchungs- und Kontrollgruppen wurde der Einfluss manipulierter Normbotschaften gemessen.
Der Fokus liegt auf der theoretischen Herleitung der sozialen Konstrukte, der detaillierten Beschreibung des methodischen Versuchsaufbaus und der statistischen Auswertung der Hypothesen, inklusive Regressionsanalysen.
Zentrale Begriffe sind die Differenzierung zwischen injunktiven und deskriptiven Normen, die Modellierung von Verhaltensabsichten sowie die kulturvergleichende Perspektive durch die Individualismus-Kollektivismus-Dimension.
Die Angst vor Ansteckung im ÖPNV während der Pandemie wurde als konfundierende Variable identifiziert, die in der methodischen Umsetzung mittels spezifischer Kontrollfragen berücksichtigt und teilweise durch ein Ausschlusskriterium bereinigt wurde.
Die geringe Stichprobengröße sowie methodische Herausforderungen bei der Operationalisierung kultureller Orientierungen in einer kleinen Stichprobe führten dazu, dass einige komplexe Interaktionseffekte nicht signifikant nachgewiesen werden konnten.
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