Bachelorarbeit, 2021
41 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Vorgehensweise
2 Grundkonzept Bedingungsloses Grundeinkommen
2.1 Grundeinkommens-Modelle
2.1.1 Sozialdividende
2.1.2 Negative Einkommensteuer
2.1.3 Solidarisches Bürgergeld - Hohenleitner und Straubhaar
2.1.4 Götz W. Werner-Modell
2.1.5 Solidarisches Bürgergeld – Dieter Althaus
3 Der Sozialstaat
3.1 Begriffsdefinition Arbeitslosengeld II
3.2 Sanktionen/Probleme Arbeitslosengeld II
3.3 Probleme des Sozialstaats
4 Bedingungsloses Grundeinkommen – Annahmen/Möglichkeiten
4.1 Arbeitsmarktpolitische und soziokulturelle Annahmen
4.2 Arbeitsmotivation/Bedürfnishierarchie
5 Risiken des BGE
5.1 Kritik
5.2 Möglichkeiten der Finanzierbarkeit
6 Haltung der Parteien
6.1 DIE LINKE
6.2 FDP
6.3 Bündnis 90/ Die Grünen
6.4 SPD
6.5 CDU/CSU
6.6 AfD
7 Modellversuche des BGE
8 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die wissenschaftliche Realisierbarkeit des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als Alternative zum bestehenden deutschen Sozialstaat, indem sie theoretische Ansätze, Möglichkeiten und Risiken kritisch analysiert.
1.1 Relevanz der Thematik
„Es wäre eine Illusion zu glauben, dass die Zukunft vorherzusehen und eine Gesellschaft mit Grundeinkommen genau zu planen ist. Das ist sie genauso wenig wie die Heutige. Das klingt gefährlich und riskant. Das ewige ‛Weiter so‛ ist jedoch viel gefährlicher – man ist nur daran gewöhnt. Es braucht Mut etwas Neues zu beginnen. Das Alte fortzusetzen erfordert nur Feigheit.“1
Diese Worte Christoph Schwagers umschreiben eindrücklich, wie dringend es derzeit ist, eine radikal neue Antwort auf den Druck sozialer, ökonomischer und demnach auch politischer Problemstellungen zu finden, anstatt in alten Mustern zu stagnieren.
Die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen (im Folgenden BGE) in der Bundesrepublik Deutschland findet auf verschiedenen Bühnen statt, da sowohl seine Befürworter/innen als auch seine Kritiker/innen aus den verschiedensten Lagern stammen: So wird es unter anderem aus einer (sozial-)politischen, soziologischen, volkswirtschaftlichen, philosophischen Richtung bewertet, woraus eben auch verschiedene Modelle und Ansätze zum BGE resultieren, die sich nicht nur in ihrer finanziellen Umsetzung, sondern insbesondere hinsichtlich ihrer Zielsetzung unterscheiden. Längst nicht allen Befürworter/innen eines BGE liegt etwas an der Ermöglichung individueller, emanzipatorischer Autonomiebestreben, die ein BGE fördern könnte, sondern viel eher an einer Umwälzung des Steuer- bzw. Bürokratiesystems. Das BGE gilt in seiner gängigsten und kürzesten Definition als ein Einkommen, dass jede/r Staatbürger/in monatlich in Form einer Transferleistung vom Staat zusteht. Im Idealfall ist mittels dieses Betrags die Existenz jedes Menschen sichergestellt, ohne, und das ist entscheidend, dass dieser Transfer an Bedingungen geknüpft ist und so eine verlässliche Einkommensleistung darstellt. Weder wird also eine Bedürftigkeitsprüfung durchgeführt, noch wird ein fester Betrag an einen Haushalt ausgezahlt, sondern jede/r soll einen individuellen Rechtsanspruch darauf besitzen – so die Idee.
1 Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse und die Leitfrage der Arbeit dar, ob das BGE eine realistische Alternative zum bestehenden Sozialstaat sein kann.
2 Grundkonzept Bedingungsloses Grundeinkommen: Definiert das BGE und erläutert verschiedene Modelle wie die Sozialdividende oder das Solidarische Bürgergeld.
3 Der Sozialstaat: Analysiert den Sozialstaat der Bundesrepublik, inklusive der Arbeitsweise, Probleme und Sanktionsmechanismen des Arbeitslosengeldes II.
4 Bedingungsloses Grundeinkommen – Annahmen/Möglichkeiten: Beleuchtet die soziokulturellen Potentiale des BGE, wie die Stärkung individueller Autonomie und die Aufwertung unbezahlter Arbeit.
5 Risiken des BGE: Behandelt die Kritikpunkte am BGE und diskutiert die komplexen Herausforderungen einer nationalen Finanzierung.
6 Haltung der Parteien: Dokumentiert die unterschiedlichen Positionen der großen deutschen Parteien zum Thema Grundeinkommen.
7 Modellversuche des BGE: Fasst Erkenntnisse aus realen Pilotprojekten weltweit zusammen und diskutiert deren Grenzen in der Übertragbarkeit.
8 Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Reformen im Sozialsystem, ungeachtet der ungeklärten Fragen des BGE.
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Sozialstaat, Arbeitslosengeld II, Existenzminimum, Sozialdividende, Negative Einkommensteuer, Arbeitsmotivation, Finanzierbarkeit, Sozialpolitik, Soziokulturelle Annahmen, Demographischer Wandel, Parteienlandschaft, Modellversuche, Umverteilung
Es geht um die wissenschaftliche Untersuchung des bedingungslosen Grundeinkommens als potenzielles alternatives Konzept zum derzeitigen deutschen Sozialstaat.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen verschiedener BGE-Modelle, die Kritik am aktuellen Sozialstaat, die Analyse von Chancen und Risiken sowie die politische Debatte in Deutschland.
Die Forschungsfrage lautet, ob das bedingungslose Grundeinkommen eine realistische Alternative zu den existierenden Unterstützungs- und Hilfeleistungen des deutschen Sozialstaats darstellen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Ansätze, das Grundgesetz, aktuelle Parteiprogramme und Erkenntnisse aus Modellversuchen zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von BGE-Modellen, die Analyse des Sozialstaats-Status-quo, die soziokulturellen Möglichkeiten sowie die finanziellen Risiken und die Haltung der deutschen Parteien.
Wichtige Begriffe sind Sozialstaat, Grundeinkommen, Existenzsicherung, Sozialdividende, negative Einkommensteuer und Arbeitsmotivation.
Sie dient als theoretische Grundlage, um zu verstehen, wie Bedürfnisse strukturiert sind und inwieweit das BGE als Basis für Selbstverwirklichung und intrinsische Arbeitsmotivation dienen könnte.
Da diese Projekte meist räumlich und zeitlich begrenzt waren und in unterschiedlichen sozioökonomischen Kontexten (teilweise Entwicklungsländer) stattfanden, ist ihre Übertragbarkeit auf die hochkomplexe Struktur der deutschen Volkswirtschaft nur eingeschränkt möglich.
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