Bachelorarbeit, 2018
38 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Konzepte
2.1 Self-Compassion.
2.1.1 Self-Compassion im Kontext von Metta-Meditation
2.1.2 Self-Compassion, Empathie und prosoziales Verhalten
2.1.3 Empirische Befunde.
2.2 Der Ingroup-Bias
2.2.1 Aktivierung von Stereotypen durch das Tragen eines Kopftuches
2.2.2 Der Ingroup-Bias und vermindertes prosoziales Verhalten.
2.2.3 Self-Compassion zur Reduzierung des Ingroup-Bias
2.2.4 Empirische Befunde.
3. Hypothesen
4. Methode
4.1 Überblick
4.2 Stichprobe
4.3 Erhebungsmaterial.
4.3.1 5-Punkte-Skala zur Messung von Hilfeverhalten
4.3.2 Der Saarbrücker Persönlichkeitsfragebogen SPF (IRI)
4.3.3 Self-Compassion-Scale Langform deutsch (SCS-D)
4.4 Durchführung
5. Hypothetische Ergebnisse
5.1 Manipulationscheck (SCS-D)
5.2 Auswertung des SPF (IRI)
5.3 Überprüfung der Hypothesen
5.3.1 Statistische Analyseverfahren
5.3.2 Erwartete Ergebnisse
6. Diskussion und Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob durch Metta-Meditation gesteigertes Self-Compassion das unmittelbare Hilfeverhalten gegenüber Fremdgruppenmitgliedern erhöhen kann und ob dieser Effekt durch Empathie mediiert wird. Dabei wird insbesondere analysiert, ob die Kategorisierung als Fremdgruppe – visualisiert durch das Tragen eines Kopftuches – den Ingroup-Bias verstärkt und wie diese Tendenz durch die achtsamkeitsbasierte Intervention abgeschwächt werden kann.
1 Einleitung
In unserer westlichen Gesellschaft stieg das Interesse an Meditation und Achtsamkeitsübungen in den letzten Jahren rapide an. Ein zentrales Ziel vieler meditativer Praktiken besteht darin, eine mitfühlende Haltung sich selbst und anderen gegenüber zu entwickeln (Wallace 2001). Dies beschreibt Neff (2003a) auch durch sein Self-Compassion-Konzept. Durch den Anstieg der Popularität steigt zunehmend auch das Forschungsinteresse an diesen Themen. Eine Vielzahl existierender Studien bestätigen dabei den positiven Effekt meditativer Praktiken auf Self-Compassion. Diesbezüglich zeigte sich besonders die Metta-Meditation, auch Meditation der „Liebenden Güte“ oder auf Englisch Loving-Kindness Meditation (LKM) genannt, als effektive Methode, um Self-Compassion zu erhöhen (z.B. Shapiro et al. 2007; Weibel 2007; Birnie et al. 2010; Wallmark et al. 2013).
Wie die meisten mitgefühls- und achtsamkeitsbasierten Praktiken, stammt auch diese Form der Meditation aus der buddhistischen Tradition, gewinnt jedoch auch im nicht-religiösen Kontext immer mehr an Popularität. Das Wort Metta stammt aus der mittelindischen Sprache Pali und bedeutet übersetzt Freundlichkeit, Güte oder Freundschaft. Ziel der Metta-Meditation ist es, durch Verbalisation und Imagination positive Gefühle und eine freundliche Haltung sich selbst und allen anderen lebenden Wesen gegenüber zu entwickeln und so Veränderungen der Emotionen und des Verhaltens herbeizuführen (Salzberg, 1995), wodurch auch Self-Compassion entstehen kann (Weibel 2009).
Da der Anstieg der Popularität von Meditation und Achtsamkeitsübungen ein modernes Phänomen in der westlichen Gesellschaft darstellt, ist die Forschung zu Self-Compassion im Kontext von Metta-Meditation relativ jung und aktuell. Viele empirische Arbeiten untersuchten dabei die Wirkungen von Self-Compassion auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden (z.B. Neff et al. 2007; Heffernan, et al. 2010; Hollis-Walker/Colosimo 2011). Nur wenige Forschungsarbeiten beschäftigten sich mit sozialpsychologischen Phänomenen, wie beispielsweise dem prosozialen Verhalten von Individuen (Wallmark et al. 2013; Neff/Pommier 2013). Da diese Form der Meditation jedoch einen besonderen Fokus auf die Mitmenschen legt und Self-Compassion auch eine mitfühlende Haltung gegenüber anderen meint, ist es naheliegend, dass hierdurch auch die sozialen Ressourcen und das Sozialverhalten beeinflusst werden.
1. Einleitung: Beschreibt den theoretischen Hintergrund von achtsamkeitsbasierten Praktiken, insbesondere der Metta-Meditation, und leitet die Forschungsfrage bezüglich ihres Einflusses auf das prosoziale Verhalten ab.
2. Theoretische Konzepte: Erläutert die Konstrukte Self-Compassion und den Ingroup-Bias sowie deren Verknüpfung mit Empathie und Stereotypenbildung.
3. Hypothesen: Formuliert die Annahmen, dass Metta-Meditation das Hilfeverhalten erhöht und dieser Effekt durch Empathie mediiert sowie durch das Merkmal Kopftuch moderiert wird.
4. Methode: Beschreibt das experimentelle Design, die Stichprobenrekrutierung und die eingesetzten Messinstrumente wie die SCS-D und den SPF (IRI).
5. Hypothetische Ergebnisse: Präsentiert die auf Basis der Hypothesen erwarteten Daten, einschließlich Manipulationschecks und statistischer Analysen zur Mediation und Interaktion.
6. Diskussion und Fazit: Reflektiert die methodischen Ansätze, diskutiert die Implikationen der Ergebnisse zur Reduktion von Vorurteilen und benennt Grenzen der Studie sowie Forschungsbedarf.
Metta-Meditation, Self-Compassion, Prosoziales Verhalten, Hilfeverhalten, Ingroup-Bias, Empathie, Achtsamkeit, Stereotype, Kopftuch, Fremdgruppenmitglieder, Sozialpsychologie, Experimentelle Forschung, Eigengruppenfavorisierung, Verbindende Humanität, Motivationale Psychologie
Die Arbeit untersucht, ob die Praxis der Metta-Meditation durch eine Steigerung des Selbstmitgefühls (Self-Compassion) dazu beitragen kann, das Hilfeverhalten gegenüber Menschen aus fremden sozialen Gruppen zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Achtsamkeitstraining, sozialer Kognition (insbesondere Ingroup-Bias-Prozesse) und prosozialen Verhaltensmustern in realen Stresssituationen.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob ein durch eine kurze Metta-Meditation induzierter Anstieg an Self-Compassion einen messbaren Effekt auf das Hilfeverhalten gegenüber einer hilfsbedürftigen Person hat, insbesondere wenn diese als Fremdgruppenmitglied wahrgenommen wird.
Es wird ein zwischensubjektives (between-subjects) faktorielles Laborexperiment mit einem 2x2-Design geplant, bei dem Meditationsbedingungen und die Stereotypisierung der hilfesuchenden Person manipuliert werden.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Aufarbeitung von Self-Compassion und dem Ingroup-Bias, die Ableitung von Hypothesen, die methodische Versuchsplanung sowie eine hypothetische Datenauswertung und Ergebnisinterpretation.
Zentrale Begriffe sind Metta-Meditation, Self-Compassion, Ingroup-Bias, Empathie und prosoziales Verhalten.
Das Kopftuch (Hijab) fungiert als ein stereotyprelevantes Merkmal, um die hilfsbedürftige Person für die Versuchspersonen als "Fremdgruppenmitglied" zu markieren und so den Effekt von Self-Compassion auf den Ingroup-Bias untersuchen zu können.
Empathie wird als Mediatorvariable betrachtet: Es wird postuliert, dass die Meditation nicht direkt, sondern über eine gesteigerte empathische Fähigkeit zu mehr Hilfsbereitschaft führt.
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