Masterarbeit, 2022
68 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Motivation
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Grammatikdidaktik
2.2 Forschungsstand: Lehrwerksforschung zum Grammatikunterricht
2.3 Grammatisches Thema: Das Adverb
3. Methodik der Arbeit: Lehrwerksanalyse
4. Korpus: Auswahl der Schullehrwerke
5. Auswertung der Lehrwerke
5.1 Kriterien der Auswertung
5.2 Kriteriengeleitete Auswertung der Lehrwerke
6. Kritische Diskussion und didaktische Lösungsansätze
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch, wie Deutschlehrwerke des sechsten Schuljahres das Adverb darstellen und vermitteln, um bestehende Unterschiede in der fachdidaktischen Aufbereitung aufzudecken. Ziel ist es, durch eine komparative Lehrwerksanalyse auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs Klarheit über die Vielfalt und Qualität der Definitionen und Übungsformen zu gewinnen sowie didaktische Lösungsansätze für einen transparenten Grammatikunterricht zu formulieren.
2.3 Grammatisches Thema: Das Adverb
Um in das grammatische Thema der Arbeit einzuleiten, ist es erst einmal esenziell eine Definition des Begriffes darzulegen. Doch da beginnt bereits das Problem. Der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg kommentiert hierzu passend „Bei den Grammatikern besteht nicht einmal Einigkeit darüber, was der Ausdruck Adverb bedeutet.“ (Eisenberg 2013: 12). Einig sind sich die meisten Wissenschaftler aber darüber, dass das Adverb einen Umstand näher beschreibt, somit genauere Angaben zum Geschehen macht und daher auch oftmals als Umstandswort betitelt wird (vgl. Kunkel-Razum & Münzberg, 2009: 570). Hierzu liefert der Duden die passende Definition, indem er das Adverb als „[unflektierbares] Wort, das ein im Satz genanntes Verb, ein Substantiv, ein Adjektiv oder ein anderes Adverb in seinem Umstand nach näher bestimmt; Umstandswort (z. B. abends, drüben, fatalerweise)“ (Dudenredaktion 2022) beschreibt. Der Duden definiert Adverbien außerdem als Inhaltswörter, welche mit mehr als 1000 Angehörigen eine vielseitige, große und offene Klasse darstellen (vgl. Kunkel-Razum & Münzberg 2009: 573). Außerdem ist die Definition, dass das Adverb im Satz kleingeschrieben wird, eine anerkannte, außer es steht am Satzanfang (vgl. ebd.: 85).
Ein weiterer Versuch einer Definition ist zum Beispiel der vom Germanisten und Linguisten Johannes Erben, der das Adverb als Beiwort oder auch Nebenwort übersetzt und dem Adverb damit zuschreibt, ein unselbstständiges Wort zu sein, welches sich in einer, anderen Worten dienenden Funktion befindet (vgl. Erben 1980: 166). Des Weiteren ist das Adverb nach Lyons ein Wort, welches zu einem anderen Wort tritt (vgl. Lyons 1980: 331). Aus beiden Definitionen geht hervor, dass das Adverb sich auf andere Kategorien beziehen kann (vgl. Eisenberg 2013: 213).
1. Einleitung und Motivation: Umriss des komplexen Status des Adverbs in der Grammatik und Begründung der Relevanz einer Untersuchung von Schulbüchern.
2. Theoretische Grundlagen: Darstellung der Grammatikdidaktik, verschiedener Unterrichtskonzepte und aktueller Erkenntnisse der Lehrwerksforschung.
3. Methodik der Arbeit: Lehrwerksanalyse: Erläuterung des didaktischen Dreiecks und der wissenschaftlichen Vorgehensweise zur kriteriengeleiteten Analyse der Lehrwerke.
4. Korpus: Auswahl der Schullehrwerke: Beschreibung der Auswahl der neun untersuchten Lehrwerke anhand von Lehrplänen verschiedener Bundesländer.
5. Auswertung der Lehrwerke: Detaillierte Darstellung der Analyseergebnisse pro Lehrwerk anhand des entwickelten Kriterienkatalogs.
6. Kritische Diskussion und didaktische Lösungsansätze: Zusammenführung der Ergebnisse und Identifikation von Defiziten in der Lehrwerkskonzeption sowie Erarbeitung von Optimierungsvorschlägen.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und wissenschaftliche Reflexion zum Stellenwert des Adverbs im Grammatikunterricht.
Adverb, Grammatikunterricht, Lehrwerksanalyse, Grammatikdidaktik, Schullehrwerke, Kriterienkatalog, Sprachdidaktik, Wortarten, Grammatische Kategorisierung, Fachsprache, Deutschunterricht, Erprobungsstufe, Induktives Lernen, Grammatikvermittlung, Sprachreflexion.
Die Arbeit analysiert, wie das grammatische Phänomen "Adverb" in verschiedenen Deutschlehrwerken für das sechste Schuljahr dargestellt wird.
Die Themenfelder umfassen die Grammatikdidaktik, die Lehrwerksforschung, die Definition des Adverbs und die methodische Analyse der Konzeption von Schulbüchern.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie stellen Deutschlehrwerke des sechsten Schuljahres das Adverb dar und wie unterscheiden sie sich in ihrer Darstellung?“
Es wird eine komparative, kriteriengeleitete Lehrwerksanalyse auf Basis eines 15-Punkte-Katalogs angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Auswahl der untersuchten Lehrwerke sowie deren systematische Auswertung.
Zentrale Begriffe sind Adverb, Grammatikdidaktik, Lehrwerksanalyse, Wortarten und fachdidaktische Kriterien.
In der Sprachwissenschaft existiert keine universelle Standardisierung; zudem unterscheiden sich Lehrwerke oft in ihren Definitionsansätzen, was zu Verwirrung bei Schülern führen kann.
Die 15 Kriterien (z. B. Formbehandlung, Erfragbarkeit, Satzgliedfähigkeit) dienen als objektives Raster, um die Qualität und Tiefe der Lehrmaterialien miteinander vergleichbar zu machen.
Einige Lehrwerke nutzen Gegensatzpaare, um Schülern durch induktive Verfahren ein tiefergehendes intuitives Verständnis für die Wortart Adverb und deren Funktion zu ermöglichen.
Sie schlägt eine weitestgehend einheitliche Informationsdarstellung vor, um einen deckungsgleichen Wissensstandard für alle Schüler deutschlandweit zu gewährleisten.
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