Masterarbeit, 2009
64 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Private Banking
2.2 Philosophien zu Private Banking von österreichischen Privatbanken
2.3 Retail Banking
3 Kundensegmentierungsmerkmale im Private Banking
3.1 Segmentierungskriterien
3.2 Einstiegsgrenzen
4 Produkte im Private Banking
5 Das Kreditgeschäft
5.1 Die Bedeutung des Kreditgeschäfts
5.2 Aktuelle Situation am Finanzmarkt
5.3 Kreditarten im Private Banking
5.3.1 Kontokorrentkredit
5.3.2 Einmalkredit – Darlehen
5.3.3 Lombarddarlehen/ Effektenlombard
5.3.4 Avalkredit
5.3.5 Investitionskredit
5.3.6 Betriebsmittelkredit
5.4 Bevorzugte Finanzierungswünsche im Private Banking
5.4.1 Immobilienfinanzierungen
5.4.2 Fremdwährungskredite
5.4.3 Tilgungsträgerkredite
5.4.4 Unternehmensbeteiligungen
5.4.5 Objektfinanzierungen
5.5 Bevorzugte Finanzierungswünsche im Retail Banking
5.5.1 Konsumentenkredite
5.5.2 Private Baufinanzierung
6 Bonitätsprüfung
6.1 Bonität
6.2 Kreditfähigkeit
6.3 Kreditwürdigkeit
6.3.1 Prüfung der persönlichen Kreditwürdigkeit
6.3.2 Prüfung der wirtschaftlichen/materiellen Kreditwürdigkeit
6.3.3 Prüfung der Besicherung
6.4 Kreditgeschäft als Risikogeschäft
7 Rating Systeme - Methodik
7.1 BASEL II
7.1.1 Quantifizierung des Risikos
7.1.1.1 Externes und internes Rating
7.1.1.1.1 Externes Rating
7.1.1.1.2 Internes Rating
7.2 Ratingmodell – Privatkunden
7.3 Marktgängige Modelle zur Bonitätsbeurteilung
7.4 Einfluss der Ratingergebnisse auf die Konditionengestaltung
8 Kreditsicherheiten
8.1 Formen der Kreditsicherheiten in Österreich
8.1.1 Personalsicherheiten
8.2 Bürgschaft
8.2.1 Merkmale der Bürgschaft:
8.2.2 Bürgschaftsformen
8.2.2.1 Gemeine Bürgschaft
8.2.2.2 Ausfallsbürgschaft
8.2.2.3 Bürge und Zahler
8.3 Garantie
8.4 Schuldbeitritt
8.4.1 Sachsicherheiten / Realsicherheiten
8.5 Hypothek
8.5.1 Formen der Hypothek
8.5.1.1 Festbetragshypothek
8.5.1.2 Höchstbetragshypothek
8.5.1.3 Einverleibungsfähige Pfandbestellungsurkunde
8.6 Pfandrecht an beweglichen Sachen
8.6.1 Pfandrecht an einem Sparbuch
8.6.2 Pfandrecht an Wertpapieren
8.6.3 Pfandrecht an Geschäftsanteilen
9 Kreditvergabe - Kreditentscheidung
9.1 Kundengespräch
9.2 Kreditantrag
9.3 Kreditwürdigkeitsprüfung
9.4 Kreditentscheidung
9.5 Kreditvertrag
9.6 Kreditkontrolle
9.7 Vergleich Kreditvergabeprozess Private Banking/ Retail Banking
10 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede zwischen dem Private Banking und dem Retail Banking im Bereich der Kreditvergabe. Ziel ist es, Divergenzen in den Geschäftsmodellen aufzuzeigen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Prozess der Bonitätsprüfung und der Kreditentscheidung liegt.
5.1 Die Bedeutung des Kreditgeschäfts
Das Wort „Kredit“ wird vom lateinischen „credere“ abgeleitet und bedeutet „Vertrauen schenken“. Vertrauen bildet die Basis für Kreditgeschäfte, denn der Kredit ist eine Leistung, die eine Gegenleistung zu einem späteren Zeitpunkt nach sich zieht.
Kreditinstitute verstehen unter einem Kredit die zeitlich befristete Überlassung von Kapital. Als Entgelt für die Geldleihe verrechnen sie Zinsen.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Kredites liegt darin, dass Kaufkraft den Personen und Unternehmen zugeführt wird, die wirtschaftliche Verwendung dafür haben, das heißt die verfügbaren Mittel möglichst produktiv einsetzen. Unternehmen haben Geld für Investitionen zur Verfügung, was sich wiederum positiv auf die Beschäftigung, den Konsum und in weiterer Folge auf die Konjunktur auswirkt.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Umbrüche im Bankenmarkt und definiert die Zielsetzung, Unterschiede in der Kreditvergabe zwischen Private und Retail Banking herauszuarbeiten.
2 Definitionen: Es werden die Geschäftsmodelle des Private Banking und des Retail Banking erläutert sowie verschiedene Philosophien führender Privatbanken vorgestellt.
3 Kundensegmentierungsmerkmale im Private Banking: Das Kapitel behandelt Kriterien zur Kundensegmentierung und diskutiert die Bedeutung von Einstiegsgrenzen für das Private Banking.
4 Produkte im Private Banking: Hier werden das Leistungsangebot und die Ausrichtung von Bankprodukten auf individuelle Kundenbedürfnisse analysiert.
5 Das Kreditgeschäft: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung des Kredits, die aktuelle Marktsituation sowie spezifische Kreditarten und Finanzierungswünsche in beiden Banksegmenten.
6 Bonitätsprüfung: Es wird die Methodik der Bonitätsprüfung, unterteilt in quantitative und qualitative Faktoren, zur Ermittlung der Ausfallswahrscheinlichkeit beschrieben.
7 Rating Systeme - Methodik: Dieses Kapitel widmet sich dem Regelwerk Basel II, dem Rating-Prozess und dem Einfluss der Ergebnisse auf die Konditionen.
8 Kreditsicherheiten: Detaillierte Darstellung der Personal- und Sachsicherheiten sowie deren Stellenwert im neuen regulatorischen Umfeld.
9 Kreditvergabe - Kreditentscheidung: Die einzelnen Schritte vom Kundengespräch bis zur Kontrolle werden erläutert, inklusive eines Vergleichs der Standard- vs. Individualprozesse.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Betrachtung der Trends und zukünftigen Entwicklungen im Kreditgeschäft unter Berücksichtigung der Marktbedingungen.
Private Banking, Retail Banking, Kreditvergabe, Bonitätsprüfung, Basel II, Rating, Kreditrisiko, Kreditsicherheiten, Kundensegmentierung, Finanzmanagement, Konditionengestaltung, Risikomanagement, Bankgeschäft
Die Master-Thesis analysiert die Unterschiede in der Kreditvergabe zwischen Private Banking und Retail Banking unter besonderer Berücksichtigung moderner Bonitätsprüfungsmodelle.
Die zentralen Felder umfassen die Definition beider Geschäftsmodelle, die Segmentierung, die verschiedenen Kreditarten, das Rating gemäß Basel II sowie die rechtlichen und praktischen Aspekte von Kreditsicherheiten.
Das Ziel ist die Darstellung der Divergenzen zwischen Private Banking und Retail Banking im Kreditgeschäft und in der Kreditvergabe, insbesondere im Hinblick auf Prozessgestaltung und Risikobewertung.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Geschäftsmodellen sowie der Auswertung von empirischen Analysen und regulatorischen Anforderungen (Basel II).
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Kreditgeschäfts, die Bonitätsprüfung, die Systematik von Rating-Modellen und den konkreten Kreditvergabeprozess von der Antragstellung bis zur Kontrolle.
Die wichtigsten Begriffe sind Private Banking, Retail Banking, Kreditvergabe, Bonitätsprüfung, Basel II, Rating und Kreditsicherheiten.
Im Retail Banking erfolgt die Vergabe oft standardisiert und teilweise automatisiert über das Internet, während im Private Banking individuelle, durch Kreditspezialisten gesteuerte Prozesse dominieren.
Basel II führt zu einer stärkeren risikodifferenzierten Bepreisung von Krediten, wodurch die Bonität des Kunden und die Besicherung maßgeblich die Kreditkonditionen beeinflussen.
Aufgrund der hohen Volumina und der individuellen Bedürfnisse ist eine genaue Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse und der "Soft Facts" notwendig, um das Risiko adäquat zu steuern.
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