Masterarbeit, 2023
109 Seiten, Note: 2,0
1 AUSGANGSLAGE
2 ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG
3 AUFBAU UND STRUKTUR DER MASTERARBEIT
II THEORETISCHE GRUNDLAGEN
4 OBDACHLOSIGKEIT – URSACHEN UND FOLGEN
4.1 PROBLEM- UND LEBENSLAGEN
4.2 ARMUT
4.2.1 Armutsgefährdung
4.2.2 Armutsgefährdungsschwelle und Armutsgefährdungsquote
4.2.3 Armutslagen
4.2.4 Armut in der Steiermark
4.2.5 Armutsbekämpfung
4.3 ARMUTSMIGRATION
4.4 ARBEITSLOSIGKEIT
4.5 WOHNUNGSLOSIGKEIT
4.5.1 Wohnungslosigkeit in Österreich
4.5.2 Wohnungslose Frauen
4.5.3 Wohnungslosenhilfe
4.6 SUCHT UND ABHÄNGIGKEIT
4.7 GESUNDHEITSZUSTAND
4.7.1 Der physische Gesundheitszustand
4.7.2 Der psychische Gesundheitszustand
4.8 GEFAHREN ALS FOLGEN VON OBDACHLOSIGKEIT
4.8.1 Kälte
4.8.2 Gewalt und Diskriminierung
4.8.3 Vertreibung
5 PRÄVENTIONSBEDARF
5.1 PRÄVENTIVE UND THERAPEUTISCHE MABNAHMEN
5.2 STUFENMODELL ZUR INTEGRATION
6 PROJEKT: „HOUSING FIRST“
6.1 ACHT GRUNDPRIZIPIEN VON HOUSING FIRST
6.2 HOUSING FIRST IN ÖSTERREICH
6.3 STAND IN GRAZ
7 EINRICHTUNGEN IN GRAZ
7.1 ARCHE 38
7.2 FRANZISCA
7.2.1 FranzisCa Notschlafstelle
7.2.2 FranzisCa Wohngemeinschaft
7.2.3 FranzisCa Familien-Notwohnungen
7.3 NOTSCHLAFSTELLE FÜR JUGENDLICHE – SCHLUPFHAUS
7.4 DIE WINTERNOTSCHLAFSTELLE DER CARITAS IN GRAZ
7.5 MARIENSTÜBERL
7.6 VINZIWERKE
7.6.1 VinziBus
7.6.2 Vinzidorf
7.6.3 VinziNest
7.6.4 VinziTel
III EMPIRISCHES DESIGN
8 FORSCHUNGSZUGANG UND FORSCHUNGSDESIGN
8.1 BIOGRAPHISCHE FORSCHUNG MIT DEM NARRATIVEN INTERVIEW
8.2 DURCHFÜHRUNG UND AUSWERTUNG
8.2.1 Das Prinzip der Sequenzialität
8.2.2 Das Prinzip der pragmatischen Brechung
8.2.3 Das Prinzip der Kontrastierung
8.3 STICHPROBE UND ERHEBUNGSINSTRUMENT
8.4 AUSWERTUNGSVERFAHREN UND KATEGORIEBILDUNG
9 ERGEBNISSE
9.1 LEBENSGESCHICHTE
9.1.1 Ausbildung
9.1.2 Familie
9.2 GRÜNDE DER OBDACHLOSIGKEIT
9.2.1 Arbeitslosigkeit
9.2.2 Armut
9.2.3 Sucht
9.3 GESUNDHEIT
9.4 EINRICHTUNGEN
Ziel dieser Arbeit ist es, die vielschichtigen Hintergründe und persönlichen Lebensgeschichten von obdachlosen Menschen in Graz zu beleuchten, aktuelle Unterstützungsangebote zu analysieren und die Perspektiven der Betroffenen auf ihre Lebenssituation zu verstehen.
4.1 Problem- und Lebenslagen
Um die Thematik genauer zu analysieren, werden nun die Problem- und Lebenslagen von obdachlosen Personen aufgegriffen. Diese sind oftmals vielfältig und komplex. Erforderliche Hilfsangebote fehlen meist oder sind nur unzureichend vorhanden (vgl. Paegelow 2012, S. 58f.). In einer Vielzahl von Fällen liegt zudem häufig eine Mehrfachproblematik vor. Armut, Arbeitslosigkeit, physische und psychische Erkrankungen sowie diverse substanzgebundene und nicht substanzgebundene Abhängigkeiten und Verschuldung spielen eine bedeutende Rolle. Auch der Reifungsprozess stellt einen bedeutsamen Aspekt dar, denn die Jahre auf der Straße gehen nicht spurlos an den Betroffenen vorbei. Chronische Krankheiten und Mehrfachdiagnosen führen meist zu frühzeitigen Alterungsprozessen und zu einer niedrigen Lebenserwartung (vgl. ebd., S. 58f.).
Fichter (2000) gibt an, dass einige Ursachen die Obdachlosigkeit begünstigen. Anhand der nachfolgenden Tabelle 1 sowie weiteren theoretischen Ausführungen wird in diesem Kapitel näher auf Ursachen und Folgen eingegangen.
1 AUSGANGSLAGE: Dieses Kapitel skizziert die Zunahme der Obdachlosigkeit in Europa und Österreich sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen und statistischen Entwicklungen.
2 ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG: Hier werden die zentralen Forschungsfragen definiert, die das Ziel verfolgen, die Lebenswelten von Obdachlosen und die Effektivität von Hilfsangeboten zu erfassen.
3 AUFBAU UND STRUKTUR DER MASTERARBEIT: Dieses Kapitel erläutert den gegliederten Aufbau der Arbeit, unterteilt in den theoretischen Rahmen und den empirischen Forschungsteil.
4 OBDACHLOSIGKEIT – URSACHEN UND FOLGEN: Umfassende Definition und Analyse der Risikofaktoren wie Armut, Arbeitslosigkeit und Sucht sowie die Darstellung der Folgen wie gesundheitliche Beeinträchtigungen.
5 PRÄVENTIONSBEDARF: Auseinandersetzung mit notwendigen präventiven Maßnahmen und dem Stufenmodell zur sozialen Wiedereingliederung.
6 PROJEKT: „HOUSING FIRST“: Detaillierte Betrachtung des Housing-First-Konzepts als alternativer Ansatz zur klassischen Wohnungslosenhilfe.
7 EINRICHTUNGEN IN GRAZ: Vorstellung spezifischer Hilfsangebote und Institutionen in Graz, von Notschlafstellen bis zu betreuten Wohnformen.
8 FORSCHUNGSZUGANG UND FORSCHUNGSDESIGN: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethodik mittels biographisch-narrativer Interviews.
9 ERGEBNISSE: Zusammenführung und Interpretation der aus den Experten- und Betroffeneninterviews gewonnenen Erkenntnisse zu Lebensgeschichte und Problemlagen.
Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit, Armut, Arbeitslosigkeit, Suchtabhängigkeit, Housing First, Stufenmodell, Graz, soziale Ausgrenzung, biographische Forschung, narrative Interviews, Prävention, Lebenslagen, soziale Dienste, Integration
Die Arbeit beleuchtet die persönlichen Lebensgeschichten von obdachlosen Menschen sowie die Ursachen, Folgen und die soziale Betreuungssituation von Betroffenen.
Die zentralen Felder umfassen Armut, Arbeitslosigkeit, Suchtproblematiken sowie die Wirksamkeit von Hilfseinrichtungen und Modellen der Wohnungslosenhilfe.
Das Ziel ist es, die Gründe für Obdachlosigkeit zu verstehen, die Lebenswirklichkeit der Betroffenen nachzuvollziehen und Unterstützungsbedarfe aufzuzeigen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf biographisch-narrativen Interviews mit betroffenen Personen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Ursachen und Folgen, eine Bewertung von Hilfesystemen sowie die detaillierte Auswertung der geführten Interviews.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Wohnungslosigkeit, Housing First, soziale Integration und soziale Ausgrenzung definieren.
Während das Stufenmodell an Bedingungen wie Abstinenz knüpft, stellt Housing First die sofortige Bereitstellung von dauerhaftem Wohnraum ohne Vorbedingungen als Basis für weitere Unterstützung in den Mittelpunkt.
Die Interviews ermöglichen einen tiefen Einblick in die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen und zeigen, wie komplexe Mehrfachproblematiken und persönliche Krisen in die Obdachlosigkeit führen.
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