Bachelorarbeit, 2012
69 Seiten, Note: 1,7
1. Neue „Wirtschaftstrends“ erfordern multiperspektivische Sichtweisen
2. Ansätze der Unternehmensbewertung
2.1. Bewertung mit dem Discounted Cash-Flow
2.1.1. Adjusted Present Value-Ansatz
2.1.2. Weighted Average Cost of Capital-Ansatz
2.1.3. Flow to Equity-Ansatz
2.1.4. Ökologische Zukunftserfolgswertermittlung
2.2. Bewertung mittels Realoptionen
2.2.1. Grundlagen des Realoptionsansatzes
2.2.2. Anwendung des Realoptionsansatzes
2.3. Bewertung mit Multiplikatoren (Comparative Company Approach)
2.3.1. Similar-Public-Company-Method
2.3.2. Recent-Acquisitions-Method
2.3.3. Initial-Public-Offering-Method
2.4. Bewertung mit dem Sustainable Value-Ansatz
2.4.1. Grundlagen und Methodik des Sustainable-Value-Ansatzes
2.4.2. Berechnung des Sustainable Value
2.5. Ethisches Rating anhand des Frankfurt-Hohenheimer Leitfadens
3. Konzept der Balanced Scorecard
3.1. Grundlagen der Balanced Scorecard
3.2. Perspektiven der klassischen Balanced Scorecard
3.3. Ursache-Wirkungs-Ketten und Strategy Maps
3.4. Nachhaltigkeit in der Balanced Scorecard
4. Entwicklung einer Balanced Evaluation Card
4.1. Perspektiven der Balanced Evaluation Card
4.2. Wechselwirkungen zwischen den Perspektiven
4.3. Bewertungsprozess unter Anwendung der Balanced Evaluation Card
5. Kritische Würdigung des Konzepts der Balanced Evaluation Card
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes Unternehmensbewertungskonzept zu entwickeln, welches über rein finanzielle Aspekte hinausgeht, indem es ökonomische, ökologische und soziale Faktoren in einem systemischen Rahmen integriert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie etablierte Bewertungsverfahren und Konzepte wie die Balanced Scorecard zu einer "Balanced Evaluation Card" (BEC) kombiniert werden können, um eine ganzheitliche Entscheidungshilfe für Investoren unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten zu schaffen.
Die Notwendigkeit einer multiperspektivischen Unternehmensbewertung
Da die Bewertung von Unternehmen oder Unternehmensteilen ein wichtiger und alltäglicher Bestandteil des Wirtschaftslebens ist – sei es zur Preisfindung bei Transaktionen oder allgemein bei der Beurteilung von Investitionsmöglichkeiten – besteht ein Anreiz durch Wissenschaft und Praxis die bereits definierten Bewertungsmethoden kontinuierliche anzupassen und zu erweitern. Obwohl die stetige Weiterentwicklung der Bewertungsmethoden deren Aktualität garantiert, gibt es keinen Bewertungsansatz, der alle Anforderungen an eine umfassende Bewertung erfüllt. Viele Bewertungsmethoden betrachten nur einen Ausschnitt des Bewertungsobjektes bzw. beleuchten es nur aus einer speziellen Perspektive. Dieser Makel kann möglicherweise durch eine systemische Betrachtung und Kombination einzelner Bewertungsmethoden beseitigt werden.
Bei dem Umstand einer multiperspektivischen Betrachtung bietet sich das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) von Kaplan und Norton nicht nur aufgrund seiner hohen Popularität sowie seiner breiten Akzeptanz an, sondern auch aufgrund seiner großen Flexibilität. Neben der Einbettung einzelner Bewertungsmethoden in das Schema der BSC wird als spezieller Schwerpunkt untersucht, inwieweit sich der aktuelle Nachhaltigkeitstrend, d.h. die erfolgreiche Integration ökologischer, ökonomischer und sozialer Belange in das konventionelle Management, in etablierte Bewertungsverfahren einbinden lässt.
1. Neue „Wirtschaftstrends“ erfordern multiperspektivische Sichtweisen: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit einer umfassenden Bewertungsmethodik durch den technologischen und ökologischen Wandel, der herkömmliche, rein finanzorientierte Ansätze hinterfragt.
2. Ansätze der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel stellt etablierte Verfahren wie DCF, Realoptionen, Multiplikatoren und den Sustainable Value-Ansatz vor und analysiert deren Eignung für eine nachhaltigkeitsorientierte Finanzanalyse.
3. Konzept der Balanced Scorecard: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Balanced Scorecard, ihre Perspektiven und die Bedeutung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen für eine strategische Unternehmenssteuerung dargelegt.
4. Entwicklung einer Balanced Evaluation Card: Das Kernkapitel verbindet die vorgestellten Bewertungsansätze und das Konzept der BSC zu einer umfassenden "Balanced Evaluation Card", wobei die Perspektiven und deren Wechselwirkungen konzeptionell hergeleitet werden.
5. Kritische Würdigung des Konzepts der Balanced Evaluation Card: Das Fazit reflektiert die Komplexität und den Aufwand des entwickelten Modells und bewertet dessen praktische Anwendbarkeit als Orientierungshilfe für Investoren.
Unternehmensbewertung, Balanced Scorecard, Balanced Evaluation Card, Nachhaltigkeit, Finanzanalyse, Realoptionen, Discounted Cash-Flow, Sustainable Value, Multiplikatorverfahren, Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden, Strategisches Management, Investitionsentscheidung, Ökologische Leistungsfähigkeit, Strategieperspektive, Unternehmensumwelt.
Die Arbeit entwickelt ein ganzheitliches, multiperspektivisches Konzept für die Unternehmensbewertung, das über rein finanzielle Kennzahlen hinausgeht und ökologische sowie soziale Faktoren einbezieht.
Zu den Kernbereichen zählen die klassische Unternehmensbewertung (DCF, Multiplikatoren), strategische Planungsansätze (Balanced Scorecard), Konzepte zur Nachhaltigkeitsleistung (Sustainable Value) sowie ethische Bewertungskriterien (FHL).
Das Ziel ist die Erschaffung eines "Balanced Evaluation Card"-Konzepts, das als systemischer Rahmen für eine fundierte und nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensbewertung dienen soll.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Entwicklung eines konzeptionellen Modells, ergänzt durch Fallbeispiele (wie BMW) zur Illustration der Berechnungslogik.
Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Grundlagen der Finanzbewertung und der Balanced Scorecard, um darauf aufbauend eine eigene Systematik für eine "Balanced Evaluation Card" zu entwerfen und deren praktische Anwendbarkeit zu prüfen.
Schlüsselbegriffe wie "Nachhaltigkeit", "Balanced Evaluation Card" und "Unternehmensbewertung" spiegeln den kombinierten Ansatz aus klassischer Finanzlehre und moderner, verantwortungsbewusster Unternehmensführung wider.
Die BEC kombiniert die Stärken unterschiedlicher fachspezifischer Bewertungsverfahren unter einem Dach und verhindert so eine einseitige Sichtweise, die durch klassische Modelle wie den reinen DCF-Ansatz entstehen könnte.
Die BEC nutzt unterschiedliche Perspektiven und Ansätze wie Realoptionen oder Kriterienkataloge, um auch qualitative Aspekte oder strategische Handlungsspielräume für den Investor transparent und entscheidungsrelevant abzubilden.
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