Examensarbeit, 2008
91 Seiten, Note: 3
1 Aufbau der Arbeit und Formulierung der Ziele
2 Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie
2.1 Das Verhältnis zwischen Friedrich I. und Papsttum 1153-1159
2.1.1 Vertrag von Konstanz
2.1.2 Der erste Italienzug und Kaiserkrönung in Rom
2.1.2.1 Der Weg zur Kaiserkrönung
2.1.2.2 Erster italienischer Reichstag
2.1.2.3 Streit zwischen den Bürgern der Stadt Rom und Hadrian IV.
2.1.2.4 Begegnung bei Sutri
2.1.2.5 Kaiserkrönung in Rom und gegenseitige Zugeständnisse
2.1.2.6 Rückblick über die Ereignisse in Italien
2.1.3 Vertrag von Benevent zwischen Papst und Sizilien im Juni 1156
2.1.4 Der zweite Italienzug
2.1.4.1 Beschluss zum zweiten Italienzug
2.1.4.2 Friedrichs Suche nach Verbündeten für den Italienzug
2.1.5 Reichstag von Besancon
2.1.5.1 Eklat von Besancon im Oktober 1157
2.1.5.2 Ausgleichsbemühungen der Kurie nach den Ereignissen von Besancon
2.1.6 Aufbruch gegen Mailand
2.1.7 Die Ronkalischen Beschlüsse und ihre Folgen
2.1.7.1 Ronkalischer Reichstag 1158
2.1.7.2 Folgen der Ronkalischen Beschlüsse
2.2 Tod Hadrian IV. und der Ausbruch des alexandrinischen Schismas
2.2.1 Zeremonie der Papstwahl
2.2.2 Konzil von Pavia 1160 und die Verbannung Friedrichs
2.2.3 Friedrichs Bemühungen um Frankreich und England gegen Alexander III.
2.2.4 Kapitulation Mailands 1162
2.2.5 Versöhnliche Worte Alexanders im Jahr 1162
2.2.6 Der dritte Italienzug
2.2.7 Tod Viktor IV. 1164
2.2.8 Front gegen Friedrich im italienischen Reichsteil
2.2.9 Rainald von Dassels Reise zu Heinrich II.
2.2.10 Die Würzburger Eide am 23. Mai 1165
2.2.11 Legitimationsversuche des Kaisers 1164 und 1165
2.2.12 Der vierte Italienzug und politische Entwicklungen 1165-1174
2.2.12.1 Die Entwicklungen in der Papststadt Rom
2.2.12.2 Kämpfe in der Lombardei und die Eroberung Roms
2.2.12.3 Malaria und Flucht des Kaisers
2.2.12.4 Bildung des lombardischen Städtebundes 1167
2.2.12.5 Auswärtige Politik des Kaisers
2.2.12.6 Ausgleichsversuche mit dem Papst
2.2.12.7 Erneuter Versuch um ausländische Unterstützung
2.2.13 Fünfter Italienzug und Kampf gegen die Lega
2.2.13.1 Friedrichs Auseinandersetzung mit dem Bund
2.2.13.2 Frieden von Montebello
2.2.14 Verhandlungen mit dem Papst 1175-1176
2.2.15 Kampf der Lega gegen kaiserfreundliche Städte in der Lombardei
2.2.16 Letzter Feldzug der schismatischen Zeit
2.2.16.1 Kniefall des Kaisers vor Heinrich dem Löwen
2.2.16.2 Schlacht bei Legnano 1176
2.3 Aufnahme von Friedensgesprächen Ende 1176
2.3.1 Verhandlungen mit den Bundesstädten
2.3.2 Zusammenkunft der kaiserlichen und päpstlichen Gesandten in Anagni
2.3.3 Veränderung der Absprachen von Anagni und Spaltung der antistauferischen Koalition
2.4 Frieden von Venedig im Juli 1177
2.4.1 Absprachen zum Verlauf der Zeremonien
2.4.2 Zusammenkunft der lombardischen Städte mit dem Papst
2.4.3 Treffen zwischen kaiserlichen Abgeordneten und Alexander III.
2.4.4 Ankunft des Papstes in Venedig und Vertragsverhandlungen
2.4.5 Unruhen im Rahmen der Friedensverhandlungen und Friedrichs Ankunft
2.4.6 Letzte Verhandlungen und Friedensschluss von Venedig
3 Ergebnisse der Untersuchung
3.1 Allgemeine Einblicke in die stauferische Politik
3.2 Charakteristika der einzelnen Italienzüge
3.3 Aufschlüsse zum Verhältnis Friedrichs zu den lombardischen Städten
3.4 Ergebnisse zum Beziehungsgefecht zwischen Kaiser- und Papsttum
3.4.1 Ursprung der Zwietracht
3.4.2 Ausführung der Verhältnisse zwischen Friedrich I., der Kurie und Kaisergegnern
3.4.3 Klarlegung der unterschiedlichen Hoheitsverständnisse
3.4.4 Ergebnisse zu den Auswirkungen der gegensätzlichen Regalienpolitik
3.4.5 Deutung der politischen Wendemanöver
3.5 Letzte Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit analysiert die Italienpolitik des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa und beleuchtet die komplexen Hintergründe der langjährigen Konfrontation mit der römischen Kurie sowie dem lombardischen Städtebund. Ziel ist es, das Herrschaftsverständnis Friedrichs und die Antriebskräfte hinter den Bündniskonstellationen des 12. Jahrhunderts im italienischen Reichsteil zu ergründen.
2.1.1 Vertrag von Konstanz
Um das Verhältnis zwischen Friedrich Barbarossa und Alexander III. unter rechtlichen und politischen Voraussetzungen zu begreifen, ist es zunächst bedeutsam die Zeitspanne zwischen dem Konstanzer Reichstag im Jahr 1153 und dem Zeitpunkt des unerwarteten Ablebens Papst Hadrians IV. am 1. September 1159 genauer zu betrachten.
Ende März 1153 hielt Friedrich einen Reichstag in Konstanz ab, wo die seit langem geführten Verhandlungen mit Papst Eugen III., über das Verhältnis zwischen Reich und Kirche, abschließend geregelt werden sollten. Die Vertragspartner trafen eine Übereinkunft, in welchem der König ohne päpstlichen Segen, weder mit den Römern noch mit den sizilischen Normannen, einen Waffenstillstand oder eine Friedensvereinbarung abschließen durfte.
Zudem sollte der König die Römer durch seinen königlichen Einfluss dazu bewegen, die päpstliche Herrschaftshoheit in ihrer Stadt anzuerkennen. Des weiteren wurde neben dem Schutz aller Gebiete, auf welche die römische Kurie einen Rechtsanspruch erhob, auch die Wahrung und die Mehrung des honor papatus von königlicher Seite garantiert, womit eine gegensätzlich gerichtete Interessenpolitik der beiden Vertragsbeteiligten ausgeschlossen werden konnte. Darüber hinaus versprach der König die Ehre des Papstes und die Regalien der Kurie gegen jeden Angriff zu verteidigen und die unrechtmäßigen Regalien in fremder Hand zurückzugewinnen. Dabei verpflichteten sich Papst und König gegenseitig den Byzantinern keine Gebiete in Italien abzutreten und einen byzantinischen Einfall mit allen Mitteln zu verhindern.
1 Aufbau der Arbeit und Formulierung der Ziele: Diese Einleitung skizziert den historischen Stellenwert Friedrich Barbarossas und definiert den Fokus auf dessen Italienpolitik als zentralen Konfliktpunkt seiner Regierungszeit.
2 Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie: Dieses umfangreiche Kapitel behandelt die chronologische Abfolge der Italienzüge, das Schisma sowie die diplomatischen Verwicklungen mit dem Papsttum und den italienischen Städten bis zum Frieden von Venedig.
3 Ergebnisse der Untersuchung: In diesem Teil werden die Erkenntnisse über die Universalpolitik, das Herrschaftsverständnis des Kaisers und die Ursachen der Zwistigkeiten zwischen Imperium und Sacerdotium synthetisiert.
Friedrich Barbarossa, Italienpolitik, Staufer, Papst Hadrian IV., Papst Alexander III., Kurie, Lombardischer Bund, Regalien, Schisma, Frieden von Venedig, Frieden von Konstanz, Reichspolitik, Herrschaftsverständnis, Mittelalter, Kaiserkrönung.
Die Arbeit untersucht die Regierungszeit Friedrichs I. Barbarossa mit einem spezifischen Fokus auf seine Italienpolitik und den jahrzehntelangen Konflikt mit dem Papsttum sowie den lombardischen Städten.
Zentrale Themen sind die kaiserliche Universalherrschaft, die Auseinandersetzung um die Regalien, das Entstehen des alexandrinischen Schismas und die komplexen diplomatischen Bündnissysteme im 12. Jahrhundert.
Das Ziel ist die Aufdeckung der Hintergründe, die zum Machtgefecht zwischen Kaiserreich und Apostolischem Stuhl führten, sowie das Verständnis für die Handlungsantriebe Barbarossas.
Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse und wertet primäre Übereinkünfte sowie zeitgenössische Berichte aus, um die politischen Machtverhältnisse objektiv nachzuvollziehen.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den frühen Verträgen (Konstanz) über die verschiedenen Italienzüge und den Ausbruch des Schismas bis hin zum Friedensschluss von Venedig.
Begriffe wie Universalpolitik, Regalien, Schisma, Kommunalrepubliken und das Staufergeschlecht sind prägend für den Inhalt dieser Untersuchung.
Alessandria wird als Symbol des Widerstandes gegen Barbarossa dargestellt; ihre Gründung und die spätere Verweigerung ihrer Anerkennung durch den Kaiser waren zentrale Streitpunkte in den Verhandlungen.
Der Kniefall verdeutlicht die existenzielle Not des Kaisers, als er nach militärischen Rückschlägen dringend auf die Unterstützung seines mächtigsten Fürsten angewiesen war, jedoch eine Abfuhr erhielt.
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