Masterarbeit, 2022
84 Seiten, Note: 1,7
1 PROBLEMSTELLUNG
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Shareholder und Stakeholder
2.1.2 Shareholder Aktivismus
2.1.3 ESG-Berichterstattung
2.2 Relevante Theorien
2.2.1 Stakeholder Salience Theory (SST)
2.2.2 Voluntary Disclosure Theory (VDT)
2.3 Einflüsse des Shareholder Aktivismus und institutionellen Eigentums
2.3.1 Shareholder Aktivismus und die Offenlegung nicht-finanzieller Informationen
2.3.2 Institutionelle Eigentumsverhältnisse und die Offenlegung nicht-finanzieller Informationen
3 METHODE
3.1 Daten und Stichprobe
3.2 Messinstrumente
3.2.1 Abhängige Variablen
3.2.2 Unabhängige Variablen
3.2.3 Kontrollvariablen
3.3 Datenanalyse
4 ERGEBNISSE
4.1 Deskriptive Statistik und Korrelationen
4.2 Ergebnisse der Hypothesenprüfungen
5 DISKUSSION
5.1 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen und Forschungsausblick
6 KONKLUSION
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Shareholder Aktivismus und institutionelles Eigentum die freiwillige Offenlegung von ESG-bezogenen Informationen in US-amerikanischen S&P 1.500 Unternehmen beeinflussen und welche moderierende Rolle Corporate Governance Mechanismen wie die Vorstandsgröße und die Unabhängigkeit von Vorstandsmitgliedern dabei spielen.
2.1.2 Shareholder Aktivismus
Der Terminus Shareholder Aktivismus setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: Während der Begriff „Shareholder“ die beteiligte Gruppe bezeichnet, beschreibt der Begriff „Aktivismus“ die ausgeführte Handlung. Davon abgeleitet kann Shareholder Aktivismus als das aktive, zielstrebige Wahrnehmen der Rolle als Shareholder verstanden werden. Da sich in der Literatur bisher keine einheitliche Definition etablieren konnte, werden im Folgenden ausgewählte Definitionen einiger Wissenschaftler dargestellt, unter deren Berücksichtigung sich die Definition der vorliegenden Arbeit ableitet.
Der Definition von Gillan und Starks (1998: 3) zufolge wird als aktivistischer Shareholder ein Investor bezeichnet, der versucht durch sein Stimmrecht beim investierten Unternehmen Änderungen des status quo herbeizuführen. Hervorgehoben wird, dass die Investition dieser Investoren nicht auf die Kontrollerlangung gerichtet ist und folglich zu keiner unmittelbaren Veränderung in der Unternehmenskontrolle führt. Ferner wird angeführt, dass aktivistische Investoren nicht nur Verbesserungen in den Bereichen der Corporate Governance fordern, sondern auch Veränderungen in sozialen Bereichen anstreben (ebd.: 5).
Demgegenüber betrachten Goranova und Ryan (2014: 1232) Shareholder Aktivismus als Handlungen von Investoren mit der Intention, die Richtlinien und Praktiken des Unternehmens zu beeinflussen. Dies umfasst, dass aktivistische Investoren versuchen diverse Veränderungen durch die Beeinflussung der Unternehmensführung und nicht durch deren Übernahme, herbeizuführen (ebd.:1232f.). An dieser Definition knüpfen auch McNulty und Nordberg (2016) an und erweitern die Definition um die Kompetente des „active ownership“.
1 PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die wachsende Bedeutung von ESG-Faktoren als treibende Kraft für Shareholder-Interessen und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, transparenter zu berichten.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Definition zentraler Begriffe sowie Darlegung der Stakeholder Salience Theory und der Voluntary Disclosure Theory als theoretische Bezugsrahmen für das freiwillige Offenlegungsverhalten.
3 METHODE: Vorstellung des Datensatzes von S&P 1.500 Unternehmen, der verwendeten Messinstrumente für ESG-Scores und Aktivismus-Variablen sowie der statistischen Analyseschritte.
4 ERGEBNISSE: Präsentation der Deskriptivstatistiken, Korrelationsmatrizen sowie der Ergebnisse der hierarchischen Regressionsanalysen zur Hypothesenprüfung.
5 DISKUSSION: Kritische Würdigung der Befunde, Interpretation des Einflusses von institutionellem Eigentum und Corporate Governance sowie Erörterung methodischer Limitationen.
6 KONKLUSION: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Implikationen für die Unternehmenspraxis sowie zukünftige Forschungsansätze.
Shareholder Aktivismus, Institutionelles Eigentum, ESG-Berichterstattung, Corporate Governance, Vorstandsgröße, Stakeholder Salience Theory, Voluntary Disclosure Theory, Offenlegung, US-Unternehmen, Nachhaltigkeitsmanagement, S&P 1.500, Aktionärsanträge, Finanzielle Performanz, Transparenz, CSR-Praktiken
Die Arbeit untersucht, wie aktivistische Aktionäre sowie institutionelle Investoren börsennotierte US-Unternehmen dazu bewegen können, ihre Praktiken in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) offenzulegen.
Die Schwerpunkte liegen auf Shareholder Aktivismus, institutionellem Eigentum, Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESG) sowie dem Einfluss der unternehmenseigenen Corporate Governance.
Die Arbeit erforscht, ob Shareholder Aktivismus und institutionelles Eigentum tatsächlich zu einer höheren Offenlegung von ESG-Praktiken führen und inwieweit die Vorstandsgröße und die Vorstands-Unabhängigkeit diese Beziehungen moderieren.
Es handelt sich um eine quantitative empirische Studie, die Regressionsanalysen auf Basis eines großen Datensatzes von S&P 1.500 Unternehmen für den Zeitraum 2010 bis 2020 anwendet, wobei Daten von Refinitiv EIKON, ISS und Boardex genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung mittels Stakeholder- und Voluntary-Disclosure-Theorie, eine detaillierte Erläuterung der Methodik und eine umfangreiche Auswertung der Regressions- und Moderatoranalysen.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Shareholder Aktivismus, ESG-Berichterstattung, Institutionelles Eigentum, Corporate Governance und Nachhaltigkeitsmanagement geprägt.
Überraschenderweise konnte kein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen allgemeinem Shareholder Aktivismus und gesteigerter ESG-Offenlegung innerhalb der untersuchten Stichprobe bestätigt werden.
Das institutionelle Eigentum hat einen statistisch nachweisbaren positiven Einfluss auf die Offenlegung von ESG-Praktiken, wobei dieser Effekt durch eine größere Vorstandsgröße noch verstärkt wird.
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