Examensarbeit, 2009
64 Seiten, Note: 2,5
1. Vorwort
2. Begründung der Unterrichtseinheit
3. Informationen zur Klasse 11b
4. Bezug zum Bildungsplan
5. Sachanalyse
6. Methodische und didaktische Vorüberlegungen
7. Innovation
8. Planung
8.1. Organisation
8.2. Übergeordnete Ziele der Unterrichtseinheit
8.3. Vorgehen
8.4. Überblick über die Unterrichtseinheit
8.5. Unterrichtsplanung
9. Durchführung
9.1. Erste Stunde „Boulez-Presseschau“
9.2. Zweite Stunde „Nullpunkt eines neuen Beginns“
9.3. Dritte Stunde „Boulez in Donaueschingen“
9.4. Vierte Stunde „Abkehr vom Fetischismus der Zahl“
9.5. Fünfte Stunde „Le marteau sans maître“
9.6. Sechste Stunde „Le marteau sans maître 2“
9.7. Siebte Stunde „Serielle Musik am Computer“
9.8. Achte Stunde „Der Zufall in der Musik“
10. Erkenntnisse aus der Unterrichtseinheit
10.1. Thema und Auswahl der Stücke
10.2. Unterrichtsplanung
10.3. Vernetzter Musikunterricht
10.4. Persönliche Erkenntnisse – Schlusskommentar
Diese Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit, die Schülern der Klasse 11b das komplexe Thema der Neuen Musik sowie die Kompositionsweise von Pierre Boulez näherbringt. Das primäre Ziel ist es, den Jugendlichen einen unvoreingenommenen Zugang zur zeitgenössischen Musik zu ermöglichen und sie durch die Verbindung von theoretischer Sachanalyse, praktischem Musizieren und dem Erleben eines Live-Konzerts zu einer kritischen Reflexion zu befähigen.
1. Vorwort
Neue Musik liegt weit außerhalb der Lebenswelt von Jugendlichen und der Gesellschaft überhaupt. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass es neben der aktuellen Musikkultur, die uns tagtäglich im Radio begegnet, noch eine Weiterentwicklung der „klassischen“ Musik gibt. Lediglich aus dem Bereich der Filmmusik weiß man, dass der Beruf des klassischen Komponisten noch existiert.
Die Jugendlichen sind meist „Experten“ auf dem von ihnen favorisierten Gebiet der aktuellen Musik. Dass die gegenwärtig populäre Musik nicht die „klassische“ Musik abgelöst hat, wissen die wenigsten. Die zeitgenössische Musik fristet ein Nischendasein und wird auch im Unterricht gemieden. Weil sie zu schwer oder zu kompliziert ist? Oder weil die Schüler/Schülerinnen damit nicht zu Recht kommen?
Ich sehe gerade im Unwissen der Jugendlichen ob dieser Existenz einer Neuen Musik, die an die Tradition der klassischen Musik anknüpft, sich jedoch gleichzeitig von ihr distanziert, eine Chance. Die Jugendlichen sind nicht vorgebildet und damit nicht voreingenommen. Sie sind wie unbeschriebene Blätter, die mit dem richtigen Federstrich beschrieben werden können. Der richtige Federstrich ist dabei von entscheidender Wichtigkeit. Er entscheidet nämlich darüber, wie die Schüler/Schülerinnen in Zukunft über diese Musik denken werden.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, Neue Musik in den Unterricht zu integrieren, da Jugendliche durch ihr Unwissen unvoreingenommen an diese Musik herangeführt werden können.
2. Begründung der Unterrichtseinheit: Das Kapitel begründet das pädagogische Ziel, Schülern den kritischen Umgang mit zeitgenössischer Musik als Ergänzung zum Alltagshören zu vermitteln.
3. Informationen zur Klasse 11b: Hier wird die heterogene Struktur der Lerngruppe sowie deren Leistungsstand und Arbeitsverhalten beschrieben.
4. Bezug zum Bildungsplan: Es wird dargelegt, wie die Unterrichtseinheit die Anforderungen des Bildungsplans für das Gymnasium bezüglich des 20. Jahrhunderts erfüllt.
5. Sachanalyse: Das Kapitel bietet einen fachlichen Überblick über Pierre Boulez, die serielle Kompositionsmethode und seine Entwicklung hin zur Aleatorik.
6. Methodische und didaktische Vorüberlegungen: Hier werden die verschiedenen didaktischen Ansätze (ästhetisch, semantisch, affektiv, experimentell) erläutert.
7. Innovation: Das Kapitel beschreibt, dass die Besonderheit der Unterrichtseinheit in der Vernetzung von Theorie, Analyse, Reflexion und praktischem Selbsttun liegt.
8. Planung: Dieser Abschnitt umfasst organisatorische Rahmenbedingungen, Zielsetzungen, das methodische Vorgehen sowie den Zeitplan der Unterrichtsstunden.
9. Durchführung: Die detaillierte Darstellung und Analyse der acht Unterrichtsstunden, vom Einstieg über Werkbetrachtungen bis zur praktischen Improvisation.
10. Erkenntnisse aus der Unterrichtseinheit: Eine abschließende Reflexion über den Erfolg der Unterrichtseinheit, die Auswahl der Stücke und die Effektivität des vernetzten Musikunterrichts.
Neue Musik, Pierre Boulez, Serielle Musik, Kompositionstechnik, Didaktik, Aleatorik, Donaueschinger Musiktage, Musikunterricht, Werkbetrachtung, Musikästhetik, Konzertbesuch, Handlungs- und Produktorientierung, John Cage, Musikvermittlung
Die Arbeit behandelt die Einführung von Schülern in das Themenfeld der Neuen Musik anhand der Person und des Werks von Pierre Boulez.
Im Zentrum stehen die serielle Musik, der kompositorische Wandel von strenger Reihenorganisation hin zu aleatorischen Elementen sowie die gesellschaftliche Bedeutung und Rezeption dieser Musik.
Das Ziel ist die Vermittlung eines unvoreingenommenen Zugangs zur Neuen Musik durch eine Kombination aus theoretischer Fundierung und handlungsorientierten Methoden.
Der Autor nutzt einen didaktisch-methodischen Ansatz, der kognitive Wissensvermittlung mit praktischer Anwendung wie Improvisation und computergestütztem Komponieren verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Planung und die anschließende Reflexion von acht Unterrichtsstunden, ergänzt durch die Analyse von Quellenmaterial.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Neue Musik, serielle Musik, Aleatorik, Boulez, Musikdidaktik und handlungsorientiertes Lernen geprägt.
Der Konzertbesuch dient als wichtige affektive Komponente, die den Schülern zeigt, dass Neue Musik ein lebendiges, gesellschaftliches Ereignis ist und nicht nur theoretisches Konstrukt.
Durch Methoden wie das assoziative Zeichnen oder den Kontrast zu anderen Epochen gelingt es, die anfängliche Distanz abzubauen und das Interesse zu wecken.
Der Autor stellt fest, dass handlungsorientierte Ansätze die theoretische Auseinandersetzung erleichtern und die Motivation der Schüler deutlich steigern.
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