Diplomarbeit, 2007
152 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Ehrenamt
2.2. Profession der Sozialen Arbeit
2.3. Unterscheidungsmerkmale zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
2.4. Konflikte
3. Wurzeln der Sozialen Arbeit und der Wohlfahrtsverbände in Deutschland
3.1. Wurzeln der Sozialen Arbeit
3.1.1. Anfänge der beruflichen Sozialen Arbeit
3.1.2. Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit
3.2. Wurzeln der Wohlfahrtsverbände in Deutschland
4. Sozialstrukturen des Ehrenamts
4.1. Eine Skizze zur geschichtlichen Entwicklung des Ehrenamtes
4.2. Motivlagen der aktuellen Ehrenamtlichen
4.3. Statistische Einordnung des Ehrenamtes
5. Konfliktmanagement
5.1. Entstehung von Konflikten
5.2. Chancen von Konflikten
5.3. Umgang mit Konflikten
5.4. Problemdimensionen zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen
6. Forschungsstand
7. Forschungsdesign zur Untersuchung der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in einer sozialen Institution in München
7.1. Auswahl der Gesprächspartner
7.1.1. Einrichtung 1 (Betreuungsverein)
7.1.2. Einrichtung 2 (Beratungsstelle)
7.1.3. Einrichtung 3
7.1.4. Einrichtung 4
7.1.5. Einrichtung 5 (Schuldnerberatung)
7.2. Operationalisierung des Vorgehens
7.2.1. Das qualitative Interview als Methode der empirischen Sozialforschung
7.2.2. Die Gesprächsleitfäden
7.3. Das Methodisches Vorgehen bis zur Auswertung der Ergebnisse
8. Darstellung der Ergebnisse der Hauptamtlichen Mitarbeiter der Institution in München
8.1. Motivation und Erwartungen
8.2. Strukturen der Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen
8.3. Mitwirkungsmöglichkeiten der Ehrenamtlichen
8.4. Kooperation zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen
8.5. Interaktion zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen
8.6. Konflikte zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
8.7. Zusammenfassung der Ergebnisse
9. Darstellung der Ergebnisse aus der Befragung der Ehrenamtliche Mitarbeiter der Institution in München
9.1. Motivation und Erwartungen
9.2. Strukturen der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
9.3. Mitwirkungsmöglichkeiten der Ehrenamtlichen
9.4. Kooperation zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
9.5. Interaktionen zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen
9.6. Konflikte
9.7. Zusammenfassung der Ergebnisse
10. Umsetzung der Ergebnisse aus den Interview: Handlungsempfehlungen für die Kooperation
10.1. Handlungsempfehlung für Organisationen
10.2. Handlungsempfehlung für professionelle Mitarbeiter
10.3. Handlungsempfehlung für ehrenamtliche Mitarbeiter
11. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Spannungsverhältnisses und der Kooperationsbedingungen zwischen hauptamtlichen Sozialarbeitern und ehrenamtlichen Helfern in einer sozialen Einrichtung, um Wege für eine effektive und produktive Zusammenarbeit aufzuzeigen.
4.1 Eine Skizze zur geschichtlichen Entwicklung des Ehrenamtes
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden zunächst in einer Reihe von Städten, vor allem in Hamburg, Reformen im Bereich der Armenfürsorge eingeleitet (vgl. Otto-Schindler 1996, 33). Die Armen wurden zu Arbeiten verpflichtet so wie es eine generale Ehrenamtlichkeit gab für alle Aufgaben im Bereich der Armenhilfe.
Das bürgerliche Ehrenamt verdankt seine Entstehung der preußischen Städteordnung des Freiherrn vom Stein vom November 1808. Sie übertrug die öffentliche Gewalt an angesehene männliche Bürger. Die Städteordnungen zielten auf die Integration des Bürgertums in Kommune und Staat und dienten der Partizipation und Selbstverwaltung der lokalen Angelegenheiten durch die Bürger. Es war also ein „Amt“ im Sinne der Ausübung von öffentlicher Gewalt (vgl. Sachße 1992, 53). Paragraph 191 der genannten Städteordnung bestimmte daher, dass Bürger zur Übernahme „öffentlicher Stadtämter“ verpflichtet waren, ohne dafür ein Entgelt beanspruchen zu können. Diese Regelung bildet gleichsam die Geburtstunde des bürgerlichen Ehrenamtes (vgl. Internet 5)
Das soziale Ehrenamt wurde 1853 von der Stadt Elberfeld entwickelt. Ein neues System der Armenversorgung, das schnell von anderen Städten übernommen wurde, eine rationell organisierte, offene Armenpflege. Die Stadt wurde anfangs in 150 Quartiere mit jeweils einem ehrenamtlichen Quartiersvorsteher, der aus einer Auswahl von vertrauenswürdigen Gemeindemitgliedern vom Gemeinderat gewählt wurde, aufgeteilt. Die Quartiere waren unter jeweils einem übergeordneten Vorsteher zu zehn Bezirken zusammengefasst. Das Ehrenamt war eine bürgerliche Pflicht, wie heute das Schöffenamt, und wer sich ihm verweigerte, konnte bestraft werden (vgl. Müller 1999, 136). Eine Befähigung des Pflegers zur Fürsorgetätigkeit wurde durch intime, nachbarschaftliche Kenntnisse über die sozial-räumlichen Lebensverhältnisse der Familien unterstützt und nicht durch fachliche Kompetenzen gewährleistet (vgl. Sachße 1986, 38).
1. Einleitung: Einführung in die Aktualität und Bedeutung des Ehrenamts für unsere Gesellschaft und den Sozialstaat.
2. Begriffsdefinitionen: Erörterung der begrifflichen Heterogenität von Ehrenamt, Profession der Sozialen Arbeit und Definition von Konflikten.
3. Wurzeln der Sozialen Arbeit und der Wohlfahrtsverbände in Deutschland: Historische Herleitung der beruflichen Sozialen Arbeit und der institutionellen Wohlfahrtsverbände.
4. Sozialstrukturen des Ehrenamts: Untersuchung der geschichtlichen Entwicklung, der aktuellen Motive und der statistischen Einordnung des bürgerschaftlichen Engagements.
5. Konfliktmanagement: Analyse der Entstehung von Konflikten, deren Potenzial als Chance und Methoden des Umgangs mit Spannungssituationen.
6. Forschungsstand: Kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Studienlage und den vorliegenden Erkenntnissen zur Kooperation.
7. Forschungsdesign zur Untersuchung der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in einer sozialen Institution in München: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Auswahl der Untersuchungseinrichtungen.
8. Darstellung der Ergebnisse der Hauptamtlichen Mitarbeiter der Institution in München: Auswertung der Interviews aus Sicht des hauptberuflichen Fachpersonals.
9. Darstellung der Ergebnisse aus der Befragung der Ehrenamtliche Mitarbeiter der Institution in München: Auswertung der Interviews aus Sicht der freiwillig Engagierten.
10. Umsetzung der Ergebnisse aus den Interview: Handlungsempfehlungen für die Kooperation: Ableitung konkreter Empfehlungen für Organisationen, professionelle und ehrenamtliche Mitarbeiter.
11. Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Gestaltung der professionell-ehrenamtlichen Kooperation.
Ehrenamt, Soziale Arbeit, Freiwilligenarbeit, Kooperation, Hauptamtlich, Konfliktmanagement, Wohlfahrtsverbände, Professionalisierung, Bürgerschaftliches Engagement, Rollenverteilung, Motivation, Ehrenamtlichkeit, Interaktion, Arbeitsklima, Identität.
Die Arbeit untersucht das Zusammenwirken und die Kooperation zwischen professionellen (hauptamtlichen) Sozialarbeitern und ehrenamtlich tätigen Personen in einer sozialen Institution.
Zu den zentralen Themen gehören die Motive von Ehrenamtlichen, die professionellen Anforderungen an Hauptamtliche, die historischen Hintergründe der Sozialen Arbeit sowie das Management von Konflikten zwischen diesen beiden Gruppen.
Ziel ist es, herauszufinden, wie eine effektive und produktive Zusammenarbeit zwischen beiden Helfergruppen in der sozialen Praxis gelingen kann.
Die Verfasserin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Experteninterviews bei Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen einer sozialen Einrichtung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung des Forschungsdesigns sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der Interviewergebnisse, ergänzt durch konkrete Handlungsempfehlungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Ehrenamt, Soziale Arbeit, Kooperation, Konfliktmanagement, Professionalisierung und bürgerschaftliches Engagement.
Die Abgrenzung ist schwierig, da beide Gruppen im gleichen Feld tätig sind, ihre Kompetenzbereiche jedoch historisch gewachsenen Spannungen unterliegen und Rollenunsicherheiten sowie Statusfragen eine klare Trennung oft erschweren.
Konflikte werden nicht nur als Störung, sondern als notwendiger Bestandteil der Zusammenarbeit betrachtet, der bei richtigem Management (Konfliktkultur) zu Selbsterkenntnis und Weiterentwicklung beider Gruppen führen kann.
Organisationen tragen eine zentrale Verantwortung, indem sie klare Strukturen, Stellenbeschreibungen und Rahmenbedingungen schaffen müssen, um die Identität beider Gruppen zu stärken und eine wertschätzende Kooperation zu ermöglichen.
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