Bachelorarbeit, 2020
165 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zentrale Forschungsfragen
1.3 Abgrenzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlage
2.1 Vertrauen
2.1.1 Begriffstheorien
2.1.2 Vertrauensformen
2.1.3 Vertrauensgenese
2.2 Krise
2.2.1 Definition Unternehmenskrise
2.2.2 Krisenursachen
2.2.3 Krisenarten
2.2.4 Krisenverlaufsmodelle
2.3 Kommunikation
2.3.1 Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver
2.3.2 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
2.3.3 Kommunikationsmodell nach Watzlawick
2.4 Krisenkommunikation
2.4.1 Phasen der Krisenkommunikation
2.4.2 Die Situational Crisis Communication Theory
2.4.3 Die Theorie des öffentlichen Vertrauens
3 Methodik
3.1 Primär- und Sekundforschung
3.2 Quantitative und qualitative Forschung
3.3 Induktion und Deduktion
3.4 Datenerhebung
3.4.1 Experteninterviews
3.4.2 Zielgruppe
3.4.3 Leitfaden
3.5 Gütekriterien qualitativer Forschung
4 Datenanalyse
4.1 Durchführung und Auswertung
4.2 Ergebnisdarstellung
4.2.1 Vertrauen
4.2.2 Krise
4.2.3 Krisenkommunikation
4.2.4 Vertrauen und Kommunikation
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Würdigung der Ergebnisse
6 Schlussbetrachtung
6.1 Fazit
6.2 Handlungsempfehlungen
6.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht, mit welchen Erfolgsfaktoren Führungskräfte in betrieblichen Krisensituationen (am Beispiel der Corona-Pandemie) das Vertrauen ihrer Mitarbeiter durch Kommunikation aufrechterhalten oder fördern können. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sowohl auf die Auswirkungen der Pandemie auf die Kommunikation als auch auf konkrete Vermittlungsstrategien für Vertrauen in Krisenzeiten.
2.1 Vertrauen
Der Vertrauensbegriff ist im Alltag allgegenwärtig. Für Fukuyama (1996) besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem potentiell wachsenden Wohlstand und dem Vertrauensniveau einer Gesellschaft: Ohne Vertrauen sei eine Gesellschaft nicht entwicklungsfähig (vgl., S. 61 ff.). Einem bestehenden Vertrauensverhältnis wird nachgesagt, dass es die Kooperationsbereitschaft erhöht, Fehlverhalten der Mitarbeiter verringert, die Weitergabe von Informationen beschleunigt und sich positiv auf die Kommunikationsbereitschaft auswirkt (vgl. Granovetter, 1985, S. 490 f.; Petermann, 1996, S. 43 f.). Viele der genannten Aspekte führen letztendlich dazu, dass Mitarbeitern sich vermehrt in das Unternehmen einbringen und Veränderungen eine höhere Akzeptanz entgegenbringen (vgl. Thomas et al., 2009, S. 300 ff.). Entsprechend der mannigfaltigen Vorteile wächst das Forschungsinteresse um das Konstrukt Vertrauen in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften seit vielen Jahren. Die dabei angeführten unterschiedlichen Fragestellungen führen zu einer Vielzahl von Vertrauenskonzepten und -studien (vgl. Petermann, 1996, S. 15). Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Einblick in die unterschiedlichen Theorien. Dafür wird im folgenden Unterkapitel zunächst der Vertrauensbegriff skizziert. Anschließend werden verschiedene Vertrauensformen definiert und voneinander abgegrenzt.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit am Beispiel der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Mitarbeitervertrauen.
2 Theoretische Grundlage: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen zu den Themen Vertrauen, Unternehmenskrise, Kommunikationstheorien und Krisenkommunikation fundiert erarbeitet.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews und begründet die Wahl des induktiven Ansatzes für die Datenerhebung.
4 Datenanalyse: Hier erfolgt die detaillierte Auswertung der erhobenen Experteninterviews anhand eines induktiv entwickelten Kategoriensystems.
5 Diskussion: In diesem Teil werden die Ergebnisse der Primärforschung kritisch bewertet und mit der bestehenden theoretischen Literatur in Bezug gesetzt.
6 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit aus der gesamten Arbeit, leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Vertrauenskommunikation, Krisenkommunikation, Unternehmenskrise, Führungskraft, Mitarbeiter, Corona-Pandemie, qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterview, Vertrauensgenese, organisationale Transparenz, digitale Kommunikation, Vertrauenswürdigkeit, Employer-Branding, Change Management.
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Frage, wie Führungskräfte in Krisenzeiten das Vertrauen ihrer Mitarbeiter durch gezielte Kommunikation stärken oder bewahren können.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen zu Vertrauen, Kommunikationstheorien und Krisenmanagement ab und verbindet diese mit den empirischen Erkenntnissen aus der Corona-Pandemie.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Erfolgsfaktoren für eine vertrauensfördernde Mitarbeiterkommunikation in Unternehmens-Krisensituationen.
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz. Die Primärdaten wurden durch vier leitfadengestützte Experteninterviews erhoben und mittels induktiver qualitativer Inhaltsanalyse (Software MAXQDA) ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung und eine anschließende empirische Datenanalyse, in der Expertenmeinungen zum Thema Vertrauens- und Krisenkommunikation systematisch aufbereitet werden.
Kernbegriffe sind Krisenkommunikation, Mitarbeitervertrauen, Führung, Führungskommunikation und Unternehmenskrise.
Sie dient als aktuelles, brisantes Beispiel für eine exogene Unternehmenskrise, die Führungskräfte vor völlig neue kommunikative Herausforderungen in Bezug auf Telearbeit und virtuelle Formate stellt.
Die befragten Experten betonen, dass soziale "Touch-Points" und Cafeteria-Gespräche bei der reinen Remote-Arbeit entfallen, was den informellen Beziehungsaufbau erschwert und eine intensivere, bewusste Kommunikation von Führungskräften erfordert.
Ja, authentische und konsistente Kommunikation, die auch Unsicherheiten zugibt („Buschfunk“ vermeiden) sowie das Einbinden von Mitarbeitern in Krisenbewältigungsprozesse sind essenziell für den Erhalt des Vertrauens.
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