Bachelorarbeit, 2022
50 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Erkennen von Emotionen
2.2 Basisemotionen nach Ekman
2.3 Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie
2.4 Aktueller Forschungsstand
3 Methode
4 Ergebnisse
4.1 Stichprobe
4.2 Allgemeine Angaben zu den Bildern
4.3 Vergleich Bilder mit versus Bilder ohne Maske
5 Diskussion
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Erforschung, ob die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, Emotionen im Gesicht zu erkennen, durch das Tragen medizinischer Masken beeinträchtigt wird. Ausgehend von dieser Zielsetzung lautet die zentrale Forschungsfrage: Welchen Einfluss hat das Tragen medizinischer Masken auf das Erkennen von Emotionen bei Kindern und Jugendlichen?
Die Bedeutung der Emotionserkennung für zwischenmenschliche Interaktionen
Gemäß Ekman (2017, 27f.) induzieren Emotionen Veränderungen, die Personen dazu veranlassen sich mit dem Auslöser einer Emotion zu beschäftigen. Durch Emotionen werden Veränderungen bzw. Prozesse im Nervensystem angeregt, die den Herzschlag, die Atmung und andere somatische Funktionen regulieren. Emotionen haben zum einen eine Schutzfunktion. Bei Gefahr kann bspw. das Gefühl von Angst ausgelöst werden, wodurch es zu somatischen Reaktionen wie Tachykardie, Schweißausbruch oder einem erhöhten Adrenalinspiegel kommt. Dabei kann evolutionsbedingtes Kampf- oder Fluchtverhalten ausgelöst werden. Durch Emotionen wie z. B. Angst wird anderen Personen das eigene emotionale Empfinden durch charakteristische Signale wie die Mimik im Gesicht oder durch die Körperhaltung und Stimme signalisiert, wodurch Menschen nonverbal vor einer Gefahr o. Ä. gewarnt werden können. Zum anderen können Emotionen wie Freude eine Dopaminausschüttung auslösen und somit Menschen zu Handlungen motivieren bzw. konditionieren.
Emotionen senden nach Ekman (2017, 28) „Signale nach außen“, d. h. Emotionen veranlassen Veränderungen in Gestik, Mimik, Körperhaltung usw. Solche von anderen Personen ausgesandten „Emotionssignale“ beeinflussen, wie Menschen deren Worte sowie Taten interpretieren (Ekman, 2017, 27f., 77f.). Marini, Ansani, Paglieri, Caruana und Viola (2021, 10) beschreiben, dass Emotionen über Gesichtsausdrücke wahrgenommen werden. Ein Beispiel für einen Gesichtsausdruck ist das Aufreißen von Augen und Mund. Die damit assoziierten Emotionen können u. a. Überraschung oder Schock sein. Die Wahrnehmung von Emotionen dient nach Marini et al. (2021, 10) wiederum der Förderung von Empathie.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung des Einflusses von Masken auf die Emotionserkennung und formuliert die Forschungsfrage.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden Grundlagen zu Emotionen, Basisemotionen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand zu diesem Thema dargelegt.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobenauswahl und die technischen Rahmenbedingungen der empirischen Forschung mittels Fragebogen.
4 Ergebnisse: Die empirisch erhobenen Daten werden hier deskriptiv aufbereitet, statistisch ausgewertet und in Korrelation zur Forschungsfrage präsentiert.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch reflektiert, Hypothesen geprüft und Implikationen für die Soziale Arbeit abgeleitet.
Emotionserkennung, medizinische Masken, Kinder und Jugendliche, Mimik, Basisemotionen, Empathie, Corona-Pandemie, soziale Interaktion, psychische Gesundheit, Verhaltensstörungen, KDEF, Fragebogen, Wahrnehmung, Gesichtsausdruck, Sozialarbeit
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Tragens medizinischer Masken auf die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, Emotionen im menschlichen Gesicht korrekt zu erkennen.
Zu den zentralen Themen gehören die psychologischen Grundlagen der Emotionswahrnehmung laut Paul Ekman, die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen sowie der aktuelle Forschungsstand zu Masken und nonverbaler Kommunikation.
Die Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss hat das Tragen medizinischer Masken auf das Erkennen von Emotionen bei Kindern und Jugendlichen?
Es handelt sich um eine quantitative Studie, bei der 9 Kinder und Jugendliche mittels eines Fragebogens getestet wurden, der Bilder von Personen mit und ohne medizinische Masken enthielt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Emotionsforschung (Kapitel 2), die methodische Vorgehensweise (Kapitel 3) und die Darstellung der empirischen Ergebnisse (Kapitel 4).
Emotionserkennung, medizinische Masken, Kinder und Jugendliche, Mimik, Empathie, Corona-Pandemie und soziale Interaktion sind die zentralen Begriffe.
Ja, die Ergebnisse zeigen, dass medizinische Masken einen signifikanten negativen Einfluss auf die korrekte Emotionserkennung bei Kindern und Jugendlichen haben.
Nein, die statistische Auswertung erbrachte keine signifikanten Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmern bei der Erkennung der Emotionen.
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