Magisterarbeit, 2006
66 Seiten, Note: 2,3
0. Einleitung
1. Amerikanischer Transzendentalismus
1.1. Unitarismus versus Transzendentalismus
1.2 Transzendentalismus- eine individualistische Bewegung:
1.3. Emerson- Thoreau- Fuller: drei verschiedene Transzendentalisten
2. Henry David Thoreaus Transzendentalismus
3. Thoreaus „Walden“
3.1. Entstehung von „Walden“
3.2. Aufbau von „Walden“
4. Naturdeutung in „Walden“
4.1. “The Bean-Field”
4.2. Die Natur am Walden Pond
5. Die Frage der Religion in Walden
5.1. Religiöse Aspekte in „The Pond“ und in „The Bean-Field“
5.2. Spring
6. Gesellschaftskritik in Walden
6.1. Beziehung von Individuum und Gesellschaft in „Walden“
6.1.1. Alex Therien
7. Natur, Religion und Gesellschaft: Wie eng gehören sie zusammen?
8. Zusammenfassung/ Ausblick
9. Bibliographie
a.)Primärliteratur
b.) Sekundärliteratur
c.) Internetseiten
Diese Arbeit widmet sich der Analyse der zentralen thematischen Schwerpunkte in Henry David Thoreaus Werk „Walden“. Ziel ist es zu untersuchen, wie Thoreau die Konzepte von Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik innerhalb seines literarischen Experiments miteinander verwebt, um eine Philosophie der Selbstständigkeit und Einfachheit zu begründen.
4.1. “The Bean-Field”
“The Bean-Field” ist ein sehr sonderbares, aber gleichzeitig anspruchvolles Kapitel. Thoreau schreibt fröhlich über sein Vergnügen, Bohnen anzubauen: „I came to love my rows“. Dennoch wird abschnittsweise diese heitere Stimmung, durch den Sarkasmus und den ausgesprochenen Missbilligungen der Bewohner von Concord, unterbrochen. Thoreau erwähnt in diesem Kontext einen „hard-featured farmer“, der aufhörte nach Thoreau zu fragen, als er erfuhr, dass Thoreau sein Gemüse nicht düngen wollte.
Schon im ersten Kapitel „Economy“ erklärt Thoreau, dass er den Boden nicht düngen werde, da ihm das Land nicht gehöre und er ohnehin es in Zukunft nicht noch mal anbauen werde. Zu Beginn des Kapitels Bohnenfeld, betont Thoreau immer wieder seine Abscheu dagegen Dünger einzusetzen. Die Dorfnachbarn kritisierten diese Haltung Thoreaus und meinten er nutze die Nährstoffe des Bodens aus und wolle aber ihm keine mehr zurückführen.
Henry David Thoreau baute, während seines Aufenthaltes am Walden Pond, zweieinhalb Acker Bohnen in den Sommermonaten an. Außerdem pflanzte er noch eine kleine Menge von Kartoffeln, Rüben und Erbsen. Jeden Morgen stand er auf und begann seine Arbeit auf dem Feld. Barfuß hackte und pflügte er die Erde mit großer Sorgfalt.
0. Einleitung: Stellt das Experiment Thoreaus vor, zwei Jahre lang ein einfaches Leben in den Wäldern von Walden Pond zu führen, und führt in die philosophischen Grundzüge des Transzendentalismus ein.
1. Amerikanischer Transzendentalismus: Untersucht die philosophische Bewegung des 19. Jahrhunderts in Amerika und ihre Abgrenzung zum Unitarismus.
2. Henry David Thoreaus Transzendentalismus: Beleuchtet das Leben und das intellektuelle Umfeld Thoreaus als eigenständigen Denker innerhalb der Transzendentalisten.
3. Thoreaus „Walden“: Analysiert Entstehung und Aufbau des Buches „Walden“ als eine Mischung aus persönlichem Experiment und philosophischem Traktat.
4. Naturdeutung in „Walden“: Untersucht die symbolische Bedeutung der Natur und die Beobachtungen Thoreaus am Walden Pond sowie auf seinem Bohnenfeld.
5. Die Frage der Religion in Walden: Arbeitet Thoreaus kritisches Verhältnis zur organisierten Religion heraus und zeigt seine Suche nach einer immanenten Spiritualität.
6. Gesellschaftskritik in Walden: Analysiert Thoreaus Sicht auf die amerikanische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und seinen Wunsch nach individueller Freiheit.
7. Natur, Religion und Gesellschaft: Wie eng gehören sie zusammen?: Fasst die Verbindung dieser drei Kernbereiche zusammen und zeigt, wie sie in Thoreaus Weltbild eine Einheit bilden.
8. Zusammenfassung/ Ausblick: Resümiert die Kernaussagen des Werkes und ordnet Thoreaus Philosophie der Selbstständigkeit und Einfachheit final ein.
9. Bibliographie: Listet die verwendeten primären und sekundären Quellen auf.
Henry David Thoreau, Walden, Transzendentalismus, Naturdeutung, Religion, Gesellschaftskritik, Selbstständigkeit, Einfachheit, Unitarismus, Individualismus, Philosophie, Naturphilosophie, Zivilisationskritik, Selbstkultur, Spiritualität
Die Magisterarbeit untersucht die thematischen Schwerpunkte in Henry David Thoreaus bekanntesten Werk „Walden“ unter den drei Gesichtspunkten Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik.
Die Analyse konzentriert sich auf die Wechselbeziehung zwischen dem Individuum, der spirituellen Erfahrung in der Natur und einer kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Normen des 19. Jahrhunderts.
Das Ziel ist es, Thoreaus „Walden“ sowohl als Dokument eines persönlichen Experiments als auch als philosophisches Manifest zu verstehen, in dem Natur, Religion und Gesellschaft neue Identitätsangebote bilden.
Die Autorin nutzt eine literatur- und geisteswissenschaftliche Analyse, die den Text im Kontext des amerikanischen Transzendentalismus verortet und zentrale Metaphern sowie weltanschauliche Positionen dekonstruiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Transzendentalismus, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Naturmetaphorik, religiöser Aspekte und Thoreaus gesellschaftskritischer Haltung in den einzelnen Kapiteln von „Walden“.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transzendentalismus, Selbstständigkeit ("Self-reliance"), Naturdeutung sowie die kritische Distanz zur konsumorientierten Zivilisation charakterisieren.
Thoreau lehnt kirchliche Institutionen und Dogmen ab, sucht jedoch im Zuge des Transzendentalismus eine unmittelbare, spirituelle Verbindung zum Göttlichen, die er primär in der Erfahrung der unberührten Natur findet.
Die Autorin zeigt auf, dass Thoreau trotz seines Strebens nach Einsamkeit und Autarkie durchaus an gesellschaftlichem Austausch interessiert war, jedoch Schwierigkeiten hatte, Menschen ohne das gleiche intellektuelle Streben als gleichwertige Gesprächspartner anzuerkennen.
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