Bachelorarbeit, 2008
70 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitende Bemerkungen
2. Zur Notwendigkeit eines neuen Verständnisses von Geisteswissenschaften- Warum müssen sich Geisteswissenschaften inszenieren?
2.1 Zum Selbstbild der Geisteswissenschaften im Spiegel des gesellschaftlichen Wandels
2.2 Zum Selbstverständnis von kwl][cultural engineering- Die Chancen einer „neuen“ Art der Wissenschaft
3. Zeichentheoretischer Ansatz zur Entwicklung eines Inszenierungssystems „Geisteswissenschaften“
3.1 Notwendige allgemeine Übersetzungsleistungen
3.2 Das Zeichensystem „Geisteswissenschaften“
3.2.1 Teilsystem „Verstehen und Bewerten“
3.2.2 Teilsystem „Verstehen und Kommunizieren“
3.2.3 Teilsystem „Kommunizieren und Gestalten“
3.3 Das Zeichensystem „Cultural Engineering“
3.3.1 Teilsystem „Kultur verstehen“
3.3.2 Teilsystem „Urbanität denken“
3.3.3 Teilsystem „Projekte gestalten“
3.3.4 Teilsystem „Organisation strukturieren“
4. Inszenierungskonzepte zur Umsetzung des Zeichensystems „Geisteswissenschaften“
4.1 Elemente der Inszenierung des Zeichensystems „Geisteswissenschaften“
4.1.1 Die Erzählung als basales Inszenierungskonzept
4.1.2 Der Geisteswissenschaftler als Akteur
4.1.3 Wissenschaftliche Kommunikation als Inszenierung von Relevanz
4.1.4 Multimediale Inszenierung
4.2 Elemente der Inszenierung des Zeichensystems „Cultural Engineering“
4.2.1 Kommunikation mit den Medien
4.2.2 Publikationsverhalten an der Schnittstelle zwischen Universität und Öffentlichkeit
4.2.3 multimediale Inszenierung
4.2.3.1 Das Experiment als Performance
4.2.3.2 Der Messestand als räumliches Publikationsformat
4.2.3.3 Das Internet als Agent der Inszenierung
5. Marketingbezogene Maßnahmen zur Umsetzung des Inszenierungskonzepts „Geisteswissenschaften“
5.1 Marketingentscheidungen Geisteswissenschaften
5.1.1 Allgemeine Zieldefinition für ein Marketing der Geisteswissenschaften
5.1.2 Die unternehmerische Identität als Positionierung in der Gesellschaft
5.1.3 Image als grundsätzliches Problemfeld eines geisteswissenschaftlichen Marketings
5.1.4 Innovationsmanagement als Anspruchsgruppenmanagement
5.2 Marketingentscheidungen für KWL
5.2.1 Die “Unique Business Mission” von Cultural Engineering
5.2.2 Empfohlene Marktpositionierungskonzepte für Cultural Engineering
5.2.3 Elemente des taktischen Marketings von Cultural Engineering
5.3 Problematiken und Lösungsvorschläge zur Implementierung von Marketingstrategien in den Geisteswissenschaften am Beispiel KWL
6. Schlussbetrachtungen
Ziel der Arbeit ist es, Strategien zur Inszenierung und zum Marketing der Geisteswissenschaften zu entwickeln, um deren öffentliche Rezeption positiv zu beeinflussen und ihre Rolle im gesellschaftlichen Kontext zu stärken. Die Arbeit untersucht, wie geisteswissenschaftliche Disziplinen durch gezielte Außenkommunikation aus ihrem Schattendasein gegenüber den Naturwissenschaften treten können.
4.1.2 Der Geisteswissenschaftler als Akteur
In der Inszenierung als Mittler zwischen seinen Forschungsgegenständen und der Öffentlichkeit, wie es hier betrachtet wird, kumulieren Aspekte der Privatperson als Inszenator von Selbst in der primären Sozialisation und Aspekte des Gelehrten als Rollenbild in der sekundären Sozialisation. Eine Rolle ist dabei ein Erwartungsbild, das an einen Akteur angelegt wird und das unabhängig von einer konkreten Person genau definierte Handlungsmuster bezeichnet, die durch den Akteur willentlich ausgeführt werden.
Als Moderator seiner Disziplin kommt dem Wissenschaftler die Aufgabe zu, das Erforschte zu übersetzen und in ein für die jeweilige Anspruchsgruppe angemessenes Format zu überführen. Den Naturwissenschaftlern ist dabei ein repräsentativer Vorteil beschert, können sie sich hinter brodelnden Kolben verstecken.
Der Geisteswissenschaftler indes muss seine Ideen (verbal) kommunizieren, er muss auf Zusammenhänge verweisen, die sich nicht so einfach auf einem Bildschirm darstellen lassen. Geisteswissenschaft knüpft sich durch den kommunikativen Charakter auch besonders an die Repräsentation durch eine Person. Folglich bildet diese performativ orientierte Wissenschaft durch ihren existenzialen Schwerpunkt eine bewusste Kontrastierung zur traditionellen Wissenschaftsorientierung. Sie weißt über hergebrachte Gradmesser von personengebundener Expertenschaft, wie Anzahl der Publikationen, Zitierhäufigkeit, Titel und Gremientätigkeiten hinaus.
1. Einleitende Bemerkungen: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Hochkonjunktur der Wissenschaft, kritisiert jedoch die isolierte, philologische Herangehensweise der Geisteswissenschaften und fordert eine aktivere öffentliche Kommunikation.
2. Zur Notwendigkeit eines neuen Verständnisses von Geisteswissenschaften- Warum müssen sich Geisteswissenschaften inszenieren?: Dieses Kapitel analysiert das gestörte Selbstbild der Geisteswissenschaften und begründet die Notwendigkeit, sich als aktive Akteure im gesellschaftlichen Wandel zu positionieren.
3. Zeichentheoretischer Ansatz zur Entwicklung eines Inszenierungssystems „Geisteswissenschaften“: Hier werden die Grundlagen der Semiotik genutzt, um geisteswissenschaftliche Tätigkeitsfelder in verständliche Zeichensysteme und Kommunikationsmodelle zu übersetzen.
4. Inszenierungskonzepte zur Umsetzung des Zeichensystems „Geisteswissenschaften“: Dieses Kapitel stellt konkrete Methoden wie Erzählstrukturen, die Rolle des Wissenschaftlers als Akteur und den Einsatz von Multimedia vor, um wissenschaftliche Inhalte zielgruppengerecht zu inszenieren.
5. Marketingbezogene Maßnahmen zur Umsetzung des Inszenierungskonzepts „Geisteswissenschaften“: Das Kapitel überträgt betriebswirtschaftliche Marketing-Ansätze auf den geisteswissenschaftlichen Sektor, um Professionalität und Zielgruppenorientierung zu erreichen.
6. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass eine bewusste Inszenierung ein notwendiges Medium zur Vermittlung zwischen Forschung und Gesellschaft darstellt.
Geisteswissenschaften, Cultural Engineering, Wissenschaftsmarketing, Inszenierung, Semiotik, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Hochschulentwicklung, Projektmanagement, Wissensgesellschaft, Identität, Interdisziplinarität, Positionierung, Transfer, Theatermetapher
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Geisteswissenschaften ihre Außenkommunikation durch moderne Inszenierungstechniken und Marketingstrategien verbessern können, um in einer von Naturwissenschaften dominierten Öffentlichkeit relevanter zu werden.
Zentral sind die Anwendung semiotischer Ansätze auf geisteswissenschaftliche Disziplinen, das Konzept des Cultural Engineering, die professionelle Wissenschaftskommunikation sowie die Entwicklung von Marketingstrategien für universitäre Strukturen.
Das primäre Ziel ist es, Geisteswissenschaftlern ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie ihre Forschungsergebnisse als "lebendige" und gesellschaftlich relevante Produkte präsentieren können, um die Lücke zwischen akademischer Isolation und öffentlicher Wahrnehmung zu schließen.
Die Autorin nutzt vor allem zeichentheoretische (semiotische) Konzepte sowie Ansätze aus dem Marketing und dem Management (z.B. Relationship Marketing, Corporate Identity), um praktische Strategien für die öffentliche Repräsentation abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung semiotischer Zeichensysteme für Geisteswissenschaften und Cultural Engineering, die praktische Ausarbeitung von Inszenierungskonzepten sowie die spezifische Implementierung von Marketingmaßnahmen für den Studiengang kwl.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inszenierung, Wissenschaftsmarketing, Cultural Engineering, Semiotik und Identität geprägt, die den interdisziplinären Ansatz zwischen Geisteswissenschaften und Management verdeutlichen.
Das Internet wird als zentraler Agent der Inszenierung begriffen, der durch seine Offenheit, Interaktivität und Möglichkeiten zur multimedialen Aufbereitung (z.B. Podcasts, Blogs) neue Wege bietet, wissenschaftliche Prozesse über räumliche Grenzen hinweg transparent und zugänglich zu machen.
Er dient als Fallbeispiel und "Flaggschiffmodell" für eine neue Form der Geisteswissenschaft, die proaktiv Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft managt und damit die theoretischen Konzepte der Arbeit bereits in der Praxis erprobt.
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