Bachelorarbeit, 2022
56 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.2 Bewertung von Aktien-Optionen
2.3 Laufzeit und Sperrfrist
2.4 Signalwirkung von Insiderhandel an den Kapitalmärkten
3. Methode
3.1 Methodik der Literatursuche
3.2 Ausschlusskriterien für Literatur
3.3 Einbezogene Quellen
4. Ergebnisse
4.1 Unternehmerisches Fehlverhalten und Opportunismus
4.2 Absicherung gegenüber unternehmensspezifischem Risiko
4.3 Ausübung von Aktien-Optionen
4.4 Handelszeitpunkte der Unternehmensbeteiligungen
4.5 Signalwirkung der Insider-Transaktionen
5. Zusammenfassende Schlussbetrachtung
5.1 Diskussion
5.2 Fazit
5.3 Ausblick
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, systematisch zu untersuchen, zu welchen Zeitpunkten Geschäftsführer ihre Aktien-Optionen ausüben oder Unternehmensanteile veräußern und welche Motive ihr Handeln steuern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse der Signalwirkung, die von diesen Insider-Transaktionen auf die Kapitalmärkte ausgeht.
2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
Schon Adam Smith merkte 1776 in seiner Arbeit „The Wealth of Nations“ an, dass die Besitzlage maßgeblich das Interesse und Handeln leitender Personen in Unternehmen beeinflusst.
„The trade of a joint stock company is always managed by a court of directors [...] The directors of such companies, however, being managers rather of other people's money than of their own, it cannot be expected, that they should watch over it with the same anxious vigilance with which the partners in a private copartnery frequently watch over their own“ - A. Smith (1776, S. 193)
Daraus ging eine zentrale Annahme bei der Vergütung von Geschäftsführern, die Prinzipal-Agenten-Theorie hervor (Bosse & Phillips, 2014; Garen, 1994). Sie stellt den Konflikt divergierender Interessen zwischen zwei Parteien dar, die miteinander arbeiten. Genauer noch, delegiert der Prinzipal seine Aufgaben an den eingestellten Agenten und dieser soll wertschöpfend für den Prinzipal arbeiten (Bosse et al. 2014, S. 2; Laffont & Martimort 2002, S. 32). Wenn die Theorie auf das Management großer Unternehmen bezogen wird, stellt sich folgendes Bild dar: Zunächst wird dem Geschäftsführer (Agent) dabei die Entscheidungskompetenz über die Firma, seitens der Eigenkapitalgeber (Prinzipal), vertraglich zugesichert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bedeutende Rolle der Geschäftsführung für den langfristigen Unternehmenserfolg und deren zunehmende Vergütung in Form von Aktien und Optionen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipal-Agenten-Theorie, Bewertungsmechanismen von Aktien-Optionen, sowie die Bedeutung von Laufzeiten, Sperrfristen und der Signalwirkung von Insiderhandel.
3. Methode: Hier wird der systematische Ansatz zur Literaturrecherche in der Datenbank "Web of Science" sowie die Selektion der relevanten Publikationen basierend auf der FT-50 Liste dargelegt.
4. Ergebnisse: Der Hauptteil gliedert sich in fünf Perspektiven: Opportunismus der Geschäftsführung, Absicherung gegen Risiken, Ausübungsverhalten bei Optionen, Handelszeitpunkte und die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte.
5. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Dieses abschließende Kapitel diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Forschungsfragen, zieht ein Fazit zur Praxis der Insider-Transaktionen und gibt Ausblicke für künftige Forschungsbedarfe.
Geschäftsführer, Aktien-Optionen, Insiderhandel, Prinzipal-Agenten-Theorie, Unternehmensbeteiligung, Motivation, Kapitalmarkt, Signalwirkung, Opportunismus, Risikoabsicherung, Diversifikation, Vergütung, Corporate Governance, Aktienmarkt, Management-Forschung.
Die Arbeit analysiert systematisch das Handelsverhalten von Geschäftsführern in Bezug auf ihre eigenen Unternehmensbeteiligungen und Aktien-Optionen.
Die Schwerpunkte liegen auf Anreizstrukturen, dem opportunistischen Verhalten von Managern sowie der Signalwirkung, die Käufe und Verkäufe durch Insider auf den Aktienmarkt haben.
Das Ziel ist, Motive und Zeitpunkte für das Ausüben von Optionen bzw. den Verkauf von Aktien zu identifizieren und zu klären, wie diese Handlungen vom Markt interpretiert werden.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturzusammenfassung, bei der Forschungsergebnisse aus renommierten Fachzeitschriften (FT-50 Liste) analysiert und kategorisiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in fünf Bereiche: Opportunismus, Risikoabsicherung, Ausübung von Aktien-Optionen, Handelszeitpunkte und die Signalwirkung der Transaktionen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Insiderhandel, Aktien-Optionen, Prinzipal-Agenten-Theorie und Signalwirkung.
Sie dient als theoretisches Fundament, um Interessenkonflikte zwischen Geschäftsführern (Agenten) und Anteilseignern (Prinzipale) zu erklären, insbesondere bei der Gestaltung von Vergütungsplänen.
Ja, das Gesetz erhöhte die Compliance-Anforderungen und erschwerte Manipulationen wie das Rückdatieren von Aktien-Optionen, führte jedoch teilweise zum Anstieg anderer Fehlverhalten.
Forscher wie Fos und Jiang stellen fest, dass dies zur Erlangung von mehr Kontrolle oder Stimmrechten vor Aktionärsabstimmungen geschehen kann, auch wenn dies einen finanziellen Verlust bedeutet.
Ein Verkauf durch Vorstandsmitglieder führt häufig zu einem (kurzfristigen) Fall des Aktienkurses, da der Markt dies als negatives Signal interpretiert.
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