Examensarbeit, 2001
99 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. ANALYSERAHMEN
2.1. DIE KONZEPTE DES SELBST UND DES ANDEREN
2.2. ENGLISHNESS, ENGLAND, ENGLÄNDER
3. HAUPTTEIL
3.1. TIMOTHY MO - SOUR SWEET
3.1.1. Bedeutung des Titels
3.1.2. Die Wahrnehmung der Engländer, ihrer Sitten, Gebräuche und Heimat
3.2. HANIF KUREISHI - THE BUDDHA OF SUBURBIA
3.2.1. Neuverhandlung von Englishness
3.2.2. Das Bild des Engländers in der ersten Generation von Immigranten
3.2.3. Das Bild des Engländers in der Folgegeneration
3.3. THE SATANIC VERSES
3.3.1. Dezentrierung Englands
3.3.2. Wahrnehmung des Anderen
3.3.3. Erneuerung der Gesellschaft
4. ZUSAMMENFASSENDER VERGLEICH
Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild des Engländers in ausgewählten postkolonialen Werken von Salman Rushdie, Hanif Kureishi und Timothy Mo. Dabei soll analysiert werden, wie diese Autoren, die selbst eine hybride kulturelle Identität verkörpern, das englische Wesen aus einer Außenseiterperspektive wahrnehmen und dekonstruieren.
3.1. Timothy Mo - Sour Sweet
Sour Sweet, erschienen 1982, ist eine Chronik des Lebens zweier chinesischer Familien in London. Dabei handelt es sich zum einen um die Chen Familie, die zu Beginn des Romans seit vier Jahren in England lebt. Sie besteht aus ‚Husband‘, seiner Frau Lily, ihrem Sohn Man Kee und Mui, der Schwester Lilys. Später schließt sich ihnen noch der Vater Husbands, ‚Grandpa‘, an, der nach dem Tod seiner Frau China verlässt, um bei der Familie seines Sohnes zu leben. Die zweite Familie, deren Entwicklung in Sour Sweet verfolgt wird, ist keine Familie im eigentlichen Sinne: Es handelt sich hierbei um die Hung Familie, die eine kriminelle Vereinigung ähnlich der italienischen Mafia ist. Beide Familien interagieren auf unterschiedlichem Niveau mit dem britischen sozio-kulturellen Umfeld, sie sind also beide mögliche Informanten bei der Betrachtung der Darstellung des Engländers.
Die Entwicklung innerhalb der Chen Familie wird ausgelöst aufgrund des Umstands, dass Husband gezwungen ist, sich von Vertretern der Hung Familie, ohne das Wissen seiner eigenen Familie, Geld zu leihen. Hierdurch kommen die beiden Familien miteinander in Kontakt. Husband hatte bis zu diesem Zeitpunkt und auch noch kurze Zeit danach in einem Restaurant im Zentrum Londons gearbeitet. Erst seine Bemühungen, sich aus dem Einflussbereich der Hung Familie zu entfernen, führen ihn dazu, endlich dem langen Drängen seiner Frau Lily nachzugeben und ein eigenes chinesisches Schnellrestaurant zu eröffnen. Dies finanziert die Chen Familie mit dem Geld, das Lily sich bereits seit längerer Zeit vom Mund abgespart hat. Sie siedeln sich in einem Vorort Londons an und treten dort in näheren Kontakt mit den Einheimischen, die jetzt ihre Gäste und Nachbarn werden und ihnen auch als Vertreter von englischen Institutionen begegnen. Diese Begegnungen außerhalb der geschlossenen Gesellschaft Chinatowns sind es, die die Chens zu Reflexionen über die Engländer und ihr Land inspirieren.
1. EINLEITUNG: Darstellung der traditionellen Darstellung Englands und Einführung in das Ziel, diese Tradition durch postkoloniale Autoren neu zu betrachten.
2. ANALYSERAHMEN: Theoretische Grundlegung durch Konzepte des Selbst, des Anderen und Definitionen von Englishness.
3. HAUPTTEIL: Detaillierte Analyse der Werke von Timothy Mo, Hanif Kureishi und Salman Rushdie hinsichtlich der Wahrnehmung Englands.
4. ZUSAMMENFASSENDER VERGLEICH: Synoptische Gegenüberstellung der Ergebnisse und Analyse der Gemeinsamkeiten in der Darstellung des englischen Wesens.
Postkolonialismus, Englishness, Immigrantenliteratur, Identitätsfindung, Timothy Mo, Hanif Kureishi, Salman Rushdie, Stereotypen, Fremdwahrnehmung, Kulturhybridität, Selbstbild, Fremdbild, Großbritannien, Thatcher-Ära.
Die Arbeit analysiert, wie postkoloniale Autoren wie Kureishi, Rushdie und Mo das Bild der Engländer in ihren Romanen darstellen und kritisch hinterfragen.
Zentrale Themen sind die Konzepte des Selbst und des Anderen, die Identitätskonstruktion durch Einwanderer sowie die Dekonstruktion der traditionellen englischen Nationalidentität.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das "englische Wesen" aus einer distanzierten Außenseiterperspektive wahrgenommen wird und inwiefern dies bestehende Stereotypen aufbricht.
Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch sozialwissenschaftliche Konzepte (wie das Konzept des "Anderen") und theoretische Diskurse zum Postkolonialismus gerahmt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Analysen der Werke "Sour Sweet", "The Buddha of Suburbia" und "The Satanic Verses", in denen jeweils spezifische Wahrnehmungen und gesellschaftliche Konflikte beleuchtet werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Englishness", "Hybridität", "Postkolonialismus", "Migration" und "Identität".
Mo’s Werk betrachtet das englische Umfeld besonders durch die Perspektive chinesischer Alltagserfahrungen, wobei die Integration durch die Restaurant-Arbeit eine zentrale Rolle spielt.
Karim fungiert als hybrider Identitätsträger, der als Insider und Outsider gleichermaßen fungiert und durch seine doppelte kulturelle Zugehörigkeit die englische Identität dezentriert.
Rushdie nutzt den provokanten Titel als bewusste Affirmation der Identität derjenigen, die durch ihre Andersartigkeit in der westlichen Gesellschaft demonisiert wurden.
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