Bachelorarbeit, 2021
68 Seiten, Note: 1,0
1 Kausalität psychologischer Interventionen und somatischer Rehabilitation
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Krankheitsverständnis der Rehabilitation
3 Methodenbeschreibung
4 Forschungsstand aus Perspektive der Fragestellung
4.1 Beschreibung der Studien
4.2 Übersicht der Ergebnisse
5 Kritische Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Beurteilung der Ergebnis-Qualität
5.3 Reflexion der Übersichtsarbeit
6 Schlussfolgerung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial psychologischer Interventionen, um den nachhaltigen Therapieerfolg bei der Rehabilitation somatischer Erkrankungen zu steigern, und prüft die Hypothese, ob eine evidenzbasierte psychologische Intervention mit gleicher Gewichtung wie somatische Maßnahmen diesen Erfolg signifikant verbessert.
1.1 Problemstellung und Relevanz
Ein häufiger Grund für eine somatische Rehabilitation sind chronische Erkrankungen (vgl. Schmid-Ott et al., 2015, S. 47). Diese stellen oft sowohl eine physische als auch eine psychische Belastung für die Betroffenen dar (vgl. Wilz, Meichsner, 2012, S. 1125 ff.; Schmid-Ott et al., 2015, S. 51) und können die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen (vgl. Robert Koch-Institut, 2015, S. 490). Der Alltag der chronisch Erkrankten mit seinen Routinen verändert sich durch körperliche Einschränkungen, einen ungewissen Krankheitsverlauf oder eine etwaige Lebensbedrohung. Für eine adäquate Krankheitsbewältigung sind zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Bspw. müssen Bewältigungsstrategien entwickelt, soziale Rollen angepasst, Verlusterfahrung verarbeitet, die eigene Identität rekonstruiert oder der Lebensunterhalt gesichert werden (vgl. Wingenfeld, 2009, S. 91 ff.). Die Behandlung erfordert eine Assimilation bestehender Verhaltensmuster. Diese Beeinträchtigung des vertrauten Lebenskonzeptes kann das psychische Gleichgewicht stören und zu Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifeln und Angst führen. Die Bewältigung der Situation ist erforderlich, um psychische Komorbiditäten wie eine Depression oder Angststörung zu verhindern (vgl. Wolf-Kühn, Morfeld, 2016, S. 33 f.).
1 Kausalität psychologischer Interventionen und somatischer Rehabilitation: Das Kapitel führt in die Relevanz psychologischer Interventionen bei der Behandlung somatischer Erkrankungen ein und erläutert die biopsychosoziale Modellgrundlage sowie die Forschungsfragen.
2 Krankheitsverständnis der Rehabilitation: Hier wird die rechtliche und modelltheoretische Basis der Rehabilitation, inklusive der ICF und des biopsychosozialen Modells nach Engel, dargelegt.
3 Methodenbeschreibung: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der systematischen Übersichtsarbeit, einschließlich der Literaturrecherche und der Selektionskriterien für die einbezogenen Primärstudien.
4 Forschungsstand aus Perspektive der Fragestellung: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung und tabellarische Zusammenfassung der 21 identifizierten Primärstudien hinsichtlich ihrer Ergebnisse und methodischen Qualität.
5 Kritische Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand: Eine kritische Diskussion der Ergebnisse erfolgt hier unter Berücksichtigung der Evidenz, der Studienqualität sowie des Einflusses verschiedener Moderatoren auf den Therapieerfolg.
6 Schlussfolgerung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Erkenntnisse zur Wirksamkeit psychologischer Interventionen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Somatische Rehabilitation, Psychologische Interventionen, Biopsychosoziales Modell, Chronische Erkrankungen, Evidenzbasierte Medizin, Psychosomatik, Lebensqualität, Krankheitsbewältigung, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoedukation, Reizdarmsyndrom, Schlaganfall, Systematische Übersichtsarbeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und der Evidenz psychologischer Interventionen innerhalb der somatischen Rehabilitation basierend auf dem biopsychosozialen Modell.
Zentrale Felder sind die Rehabilitation chronischer Erkrankungen, die Wirksamkeit psychologischer Ansätze wie KVT oder Psychoedukation sowie die Faktoren, die einen nachhaltigen Therapieerfolg beeinflussen.
Ziel ist es zu eruieren, inwiefern psychologische Interventionen den Gesamterfolg einer Rehabilitationsmaßnahme steigern können.
Es wird eine systematische Übersichtsarbeit (Secondary Research) durchgeführt, bei der vorhandene Primärstudien gesammelt, ausgewertet und kritisch diskutiert werden.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung und kritische Analyse der aktuellen Studienlage sowie der methodischen Qualität der selektierten Arbeiten.
Wichtige Begriffe sind Rehabilitation, Biopsychosoziales Modell, Psychologische Interventionen, Evidenz und Nachhaltigkeit.
Die KVT wird in vielen der untersuchten Studien als häufigste Interventionsart identifiziert und hinsichtlich ihrer Evidenz bei verschiedenen chronischen Komorbiditäten bewertet.
Die Autorin argumentiert, dass eine dichotome Trennung zwischen somatischen und psychischen Problemlagen aus heutiger Sicht kontraproduktiv ist und eine ganzheitliche, vernetzte Behandlung zielführender wäre.
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