Diplomarbeit, 2008
134 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 System des Risikomanagements
2.1 Risiko Grundlagen
2.2 Risikomanagementanforderungsentwicklung
2.3 Risikostrategie
2.3.1 Ziele und Grundsätze
2.3.2 Risikotragfähigkeit
2.3.3 Risikopräferenz
2.4 Risikocontrolling
2.4.1 Identifikationen und Risikokategorien
2.4.1.1 Gegenstand der Betrachtung
2.4.1.2 Standardmethoden zur Risikoidentifikation
2.4.1.3 Umfassendere Analysemethoden
2.4.1.4 Kreditrisiken
2.4.1.5 Marktrisiken
2.4.1.6 Liquiditätsrisiken
2.4.1.7 Operative Risiken
2.4.1.8 Weitere Betriebsrisiken
2.4.2 Analyse und Bewertung
2.4.2.1 Gegenstand der Betrachtung
2.4.2.2 Quantitative Ansätze
2.4.2.3 Qualitative Ansätze
2.4.2.4 Kritische Würdigung
2.4.3 Risikosteuerung und -optimierung
2.4.3.1 Gegenstand der Betrachtung
2.4.3.2 Ursachenbezogene Maßnahmen
2.4.3.3 Wirkungsbezogene Maßnahmen
2.4.3.4 Krisenmanagement
2.4.3.5 Kritische Würdigung
2.4.4 Risikokontrolle und -überwachung
2.4.4.1 Gegenstand der Betrachtung
2.4.4.2 Risikokontrolle
2.4.4.3 Revision
3 Risikoberichterstattung
3.1 Grundsätze der Lagebeberichterstattung
3.1.1 Grundsatz der Vollständigkeit
3.1.2 Grundsatz der Verlässlichkeit
3.1.3 Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit
3.1.4 Grundsatz der Vermittlung der Sicht der Unternehmensleitung
3.1.5 Grundsatz der Konzentration auf die nachhaltige Wertschaffung
3.2 Detailanforderungen an die Risikoberichterstattung
3.2.1 Gegenstand der Risikoberichterstattung
3.2.1.1 Chancen und Bedrohungen
3.2.1.2 Risikokategorien
3.2.1.3 Risikomanagementsystem
3.2.2 Art und Intensität der Risikoberichterstattung
3.2.2.1 Beurteilung und Erläuterung von Risiken
3.2.2.2 Quantifizierung von Risiken
3.2.3 Umfang der Risikoberichterstattung
3.2.3.1 Wesentlichkeit von Risiken
3.2.3.2 Prognosezeitraum
4 Fazit
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption eines ganzheitlichen Risikomanagement- und Überwachungssystems für Finanzdienstleister. Ziel ist es, durch eine systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie deren transparente Berichterstattung im Lagebericht, den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern und zu steigern, indem Risiken als bewusste Steuerungsgröße operationalisiert werden.
2.4.1.2 Standardmethoden zur Risikoidentifikation
Die Kollektionsverfahren eignen sich vorwiegend für die Identifikation offensichtlicher Risiken, was durch die Verwendung von Checklisten, SWOT - Analysen, Interviews und Risikoidentifikations - Matrizen garantiert werden soll. Risikochecklisten und Expertenbefragungen sind die in der Praxis gängigsten Instrumente zur Risikoidentifikation.
Bei den Checklisten handelt es sich um standardisierte Fragebögen, die nach einem vorgegebenen Prüfungsraster Fehlentwicklungen gezielt erfassen sollen. Bei der Erstellung der Checklisten können offene wie geschlossene Fragestellungen zum Einsatz kommen, was in der Praxis - aufgrund einer wünschenswerten Einheitlichkeit der erhobenen Daten und deren konsistenten Weiterverarbeitung - allerdings nur Theorie ist. Aus genanntem Grund finden meist nur geschlossene Fragestellungen Anwendung. Durch das hohe Aggregationsniveau der Ergebnisse werden die ursprünglichen Einzelrisiken und deren Interdependenzen verschleiert, sodass die starre Erfassungsstruktur der Checkliste zu großen informatorischen Lücken führt. Deshalb sollte die Verwendung der Checklisten lediglich als Bestandteil der Risikoidentifikation, und nicht als das Instrument der Risikoidentifikation schlechthin, verstanden werden.
Expertenbefragungen sind zur Risikoidentifikation besonders zielführend, da bei der Informationsgewinnung die Erfahrungen und Kompetenzen der Wissensträger genutzt werden, um vorhandene Risiken möglichst vollständig zu erheben. Das Fachwissen der Prozessverantwortlichen bzw. der Wissensträger aller Unternehmensbereiche sollte bei der Risikobewältigung nicht außer Acht gelassen werden, da hier das Detailwissen über mögliche Risikoquellen besonders ausgeprägt ist.
1 Einleitung: Erläutert die Notwendigkeit eines systematischen Risikomanagements in einem unsicheren und dynamischen Unternehmensumfeld.
2 System des Risikomanagements: Detaillierte Darstellung der Risikokategorien, Identifikationsmethoden, Bewertungsansätze, Steuerungsmöglichkeiten und Überwachungsprozesse im Risikomanagement.
3 Risikoberichterstattung: Analyse der gesetzlichen Anforderungen und Grundsätze an eine informative und entscheidungsrelevante Risikoberichterstattung im Lagebericht.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der vorgestellten Instrumente als Gradwanderung zwischen existenzsicherndem Schutz und chancenorientierter Wertsteigerung.
Risikomanagement, Risikocontrolling, Risikoberichterstattung, Kreditrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko, Value at Risk, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, KonTraG, MaRisk, Lagebericht, Eigenkapital, Frühwarnsysteme.
Die Arbeit analysiert den Aufbau und die Implementierung eines ganzheitlichen Risikomanagement- und Überwachungssystems für Finanzdienstleister und dessen Integration in die Risikoberichterstattung.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Kategorisierung von Bankrisiken, Methoden zur Risikoidentifikation, quantitative und qualitative Bewertungsverfahren sowie die regulatorischen Anforderungen an die Risikoberichterstattung im Lagebericht.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Risiken nicht nur als Bedrohung, sondern als aktive Steuerungsgröße begriffen werden können, um den Unternehmenswert durch bewusstes Chancen- und Risikomanagement zu steigern.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen des Risikomanagements mit regulatorischen Vorgaben (wie MaRisk und KonTraG) verknüpft und durch eigene Darstellungen von Prozessen und Modellstrukturen erläutert.
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen des Risikomanagements: die Risikostrategie, das operative Risikocontrolling mit Identifikation, Analyse und Steuerung, sowie die strukturierte Risikoberichterstattung gemäß gesetzlicher Normen.
Risikomanagement, Risikocontrolling, Value at Risk, Risikoberichterstattung, MaRisk, KonTraG, Risikotragfähigkeit und operationelle Risiken.
Checklisten haben oft ein zu hohes Aggregationsniveau, welches die Interdependenzen zwischen Einzelrisiken verschleiert und zu informatorischen Lücken führt; daher sind sie nur als ergänzendes Instrument zu umfassenderen Analysen zu sehen.
Während das Risikomanagement präventiv auf die Identifikation und Steuerung latenter Risiken ausgerichtet ist, fokussiert das Krisenmanagement auf die Bewältigung bereits eingetretener oder unmittelbar drohender existenzgefährdender Krisensituationen.
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