Forschungsarbeit, 2005
26 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Forschungsfragen
3 Forschungsstand
3.1 Habituelle körperliche Aktivität
3.2 Zusammenhang von Gesundheit und Sport/Bewegung
3.2.1 Gesundheit
3.2.2 Sport und Bewegung
3.2.3 Zum Zusammenspiel von Gesundheit und Sport
3.3 Gesundheit als Motiv körperlicher Bewegung
3.4 Gesundheitsbildung
4 Weitere Eingrenzung des Forschungsinteresses
5 Hypothesen
6 Untersuchungsgruppe
7 Methoden
8 Ergebnisse, Auswertung, Diskussion
8.1 Zur Untersuchungsgruppe
8.2 Sport vs. andere Fächer
8.2.1 Fortbewegungsarten
8.2.2 Bereitschaft
8.2.3 Motive von Alltagsbewegung
8.3 Methodenreflexion
8.3.1 Länge der durchschnittlichen Wegstrecke
8.3.2 Motive Askese und Ästhetik
8.4 Fazit
9 Seminarreflexion
10 Literatur
11 Anhang
Die vorliegende Pilotstudie untersucht, ob sich die habituelle Bewegungsaktivität im Alltag sowie die zugrundeliegenden Gesundheitsmotive zwischen Sportstudierenden und Studierenden anderer Fächer signifikant unterscheiden. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sportbezogenen Alltagspraktiken und dem individuellen Gesundheitsverständnis zu ergründen und methodische Ansätze für deren Erfassung kritisch zu reflektieren.
3.1 Habituelle körperliche Aktivität
Die Begrifflichkeit habitueller körperlicher Aktivität lehnt sich an Wagner/Singer (2003) an. Sie unterteilen diesen Terminus in drei Bereiche: Arbeit, Freizeit und Sport. Sport bezeichnet dabei strukturierte körperliche Aktivitäten mit Anpassungserscheinungen. Freizeit umfasst hingegen unstrukturierte körperliche Aktivitäten wie „Gehen, Radfahren, Treppensteigen, Gartenarbeiten, Putzen“ (Wagner/Singer 2003, 383). Wagner/Singer untersuchen den Zusammenhang zwischen vier Aspekten von Gesundheit: körperlich, psychisch, sozial und Gesundheit insgesamt. Sie belegen mit ihrer Untersuchung, dass die einzelnen Dimensionen des Gesundheitsbegriffs in den drei Bereichen Arbeit, Freizeit und Sport eine unterschiedliche Rolle spielen (Ebd., 393). Die größte Bedeutung von psychischer und körperlicher Gesundheit wird mit dem Feld Sport zusammengebracht. Bei der Freizeit zeigt sich lediglich in der sozialen Gesundheit eine stärkere Relevanz. Sie weisen allerdings darauf hin, dass in der aktuellen Diskussion die „gesundheitsfördernde körperliche Aktivität“ (ebd. 384) keine unwichtige Rolle spielt: „Damit findet auch der gesundheitsorientierte, aktive Lebensstil, d. h. der Einbau von mehr Bewegung (weitere Fuß- oder Radwege, Treppensteigen usw.) in den Alltag Beachtung“ (ebd. 384).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der gesundheitsorientierten Alltagsbewegung und Vorstellung der Pilotstudie im Rahmen einer universitären Übung.
2 Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Fragen bezüglich der Unterschiede im Mobilitätsverhalten und der Sensibilität für die eigene Gesundheit bei Studierenden.
3 Forschungsstand: Aufarbeitung der theoretischen Grundlagen zu habitueller körperlicher Aktivität, Gesundheitsdefinitionen und dem Zusammenspiel von Sport und Gesundheit.
4 Weitere Eingrenzung des Forschungsinteresses: Konkretisierung der Untersuchung auf Fortbewegungsroutinen aufgrund der methodischen Komplexität der Gesamtthematik.
5 Hypothesen: Aufstellung der Vermutungen bezüglich eines höheren Anteils nicht-motorisierter Fortbewegung und einer stärkeren gesundheitlichen Motivation bei Sportstudierenden.
6 Untersuchungsgruppe: Beschreibung der Zielgruppe an der Philipps-Universität Marburg und des angestrebten Verhältnisses der Probanden.
7 Methoden: Erläuterung des gewählten Erhebungsinstruments in Form eines Fragebogens zur Selbsteinschätzung von Bewegungen und Motiven.
8 Ergebnisse, Auswertung, Diskussion: Detaillierte Darstellung der erhobenen Daten, statistische Auswertung der Fortbewegungsarten sowie Diskussion der Motive und methodische Reflexion.
9 Seminarreflexion: Persönliche Einschätzung des Autors zum Lernprozess und zur methodischen Ausrichtung der durchgeführten Untersuchung.
10 Literatur: Auflistung der verwendeten theoretischen Quellen und Studien zur Sportwissenschaft.
11 Anhang: Dokumentation des verwendeten Fragebogens und der Rohdatentabellen.
Alltagsbewegung, Sportstudierende, Mobilitätsverhalten, Gesundheitsmotive, Fortbewegungsarten, körperliche Aktivität, Pilotstudie, Fragebogen, Selbsteinschätzung, Gesundheitsbildung, motorisierte Fortbewegung, Freizeitgestaltung, Sportwissenschaft, habituelle Aktivität, Bewegungsroutinen.
Die Arbeit befasst sich mit dem alltäglichen Bewegungsverhalten von Studierenden und untersucht, inwiefern sportliche Betätigung bzw. das Sportstudium einen Einfluss auf die Wahl der Fortbewegungsmittel und die damit verknüpften Gesundheitsmotive hat.
Die zentralen Themen sind habituelle körperliche Aktivität in der Freizeit, die Definition von Gesundheit im Kontext von Sport und Bewegung, sowie die Analyse von Entscheidungsmotiven im studentischen Alltag.
Das primäre Ziel besteht darin, festzustellen, ob Sportstudierende eine signifikant höhere Tendenz zu nicht-motorisierten Fortbewegungsarten im Alltag aufweisen und ob Gesundheitsmotive bei ihnen eine stärkere Rolle spielen als bei Studierenden anderer Fächer.
Es handelt sich um eine quantitative Pilotstudie, bei der Daten mittels eines schriftlichen Fragebogens zur Selbsteinschätzung erhoben und statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Forschungsstand, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise, eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten inklusive grafischer Darstellungen sowie eine methodenkritische Diskussion.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Alltagsbewegung, Sportstudierende, Mobilitätsverhalten, Gesundheitsmotive und habituelle Aktivität charakterisiert.
Da die Erhebung habitueller körperlicher Aktivität in ihrer Gesamtheit hochkomplex ist, diente die Analyse von Fortbewegungsroutinen als operationalisierbarer Ausschnitt für die Pilotstudie.
Die Untersuchung zeigt auf, dass das Geschlecht einen signifikanten Einfluss auf die Bewegungsbereitschaft hat, wobei Frauen tendenziell eine höhere Bereitschaft zur Bewegung im Alltag aufweisen als Männer.
Der Autor reflektiert kritisch, dass die quantitative Erfassung über Selbstauskünfte im Fragebogen teilweise missverständlich sein kann, insbesondere bei der Abfrage von Wegstrecken, und plädiert für zukünftig präzisere Erhebungsmethoden.
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