Bachelorarbeit, 2005
61 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
1. Koordination
1.1 Grundlagen der Koordination
1.1.1 Was ist Koordination ?
1.2 Koordinative Fähigkeiten (Hirtz)
1.2.1 Rhythmusfähigkeit
1.2.2 Gleichgewichtsfähigkeit
1.2.3 Reaktionsfähigkeit
1.2.4 Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
1.2.5 Räumliche Orientierungsfähigkeit
1.3 Module der Motorik (Hossner)
1.4 Strukturmodell nach Neumaier
1.4.1 Informationsanforderungen
1.4.2 Rolle des Gleichgewichts
1.4.3 Druckbedingungen
1.4.4 Verwendung des Strukturmodells
2. Koordinationstraining im Fußball
2.1 Koordinationsanforderungen im Fußball
2.2 DFFT und EFPI
3. Koordination in der Praxis
3.1 Zwei Deutsche Koordinationssysteme
3.2 Ajax Amsterdam
3.2.1 Koordinative Aspekte der Ajax Schule
4. Beispiele aus den Niederlanden und Belgien
4.1 Die Coerver Methode
4.1.1 Aufbau der Coerver Pyramide
4.1.2 Vorteile der Coerver Methode (www.vvjps.nl)
4.1.3 Inhalte der einzelnen Stufen
4.1.4 Gliederung nach Coerver 1983
4.1.6 Koordinative Aspekte der Coerver Methode
4.2 ,Zeister Visie’ – Jugendtraining nach den Vorstellungen des KNVB
4.2.1 Koordinative Aspekte der ,Zeister Visie’
4.3 Henk Mariman: Die Fußballmethode
4.3.1 Grundlagen der Fußballmethode nach Mariman
4.3.2 Spielweise auswählen
4.3.3 Fußballkultur
4.3.4 Charakteristika des Spiels
4.3.5 Auswahl des Spielsystems
4.3.6 Entwickeln einer Spielweise
4.3.7 Der Spielweisenstufenplan
4.3.8 Die Module
4.3.9 Moduleinteilung
4.3.10 Die Rolle des Mittelfeldspielers
4.3.11 Die Bausteine der Fußballmethode
4.3.12 Ballhandling, Ballkontrolle und das Duell 1:1
4.3.13 Koordinative Aspekte in der Fußballmethode
4.5 Joost Desender: Koordinationstraining als Basis für das Duell 1:1
4.5.1 Körperbeherrschung
4.5.2 Lauftechnik
4.5.3 Frequenz-/Amplitudentraining (Desender S. 66 ff)
4.5.4 Sprungkoordination (Desender S.70 ff.)
4.5.5 Ballbeherrschung
4.5.6 Spezifisch „machen“ der Grundlagen (Schnelligkeit + Kraft)
4.5.7 Positionsbezogenes Training der Grundlagen
4.5.8 Koordinative Aspekte in der Desender Methode
4.6. Rinus Michels: Team Building
4.6.1 Aspekte des Team Buildings
4.6.2 Arten des Team Buildings
4.6.2.1 Der psychologische Teambildungsprozess
4.6.2.2 Der teamtaktische Teambildungsprozess
4.6.2.2.1 Das organisatorische Team Building
4.6.2.2.2 Strategisch teamtaktische Richtlinien
4.6.3 Richtlinien für ein Jugendtraining
4.6.4 Koordinative Aspekte des Team Buildings
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Koordinationstrainings im niederländischen Nachwuchsfußball. Ziel ist es zu analysieren, welchen Stellenwert koordinative Übungen innerhalb verschiedener niederländischer Ausbildungssysteme einnehmen und wie diese in das fußballspezifische Training integriert werden.
1.1.1 Was ist Koordination ?
In „Sportmedizin von A – Z“ findet sich dazu folgende Erklärung (Brauer/Gottschalk S. 106): Koordination ist ein „abgestimmtes, geordnetes Zusammenspiel der an der Körperbewegung unter jeweiligen Gegebenheiten beteiligten Organsysteme, Organe und Organteile“
Dies bedeutet, dass die einzelnen Systeme des Körpers in Bewegung aufeinander abgestimmt werden, damit diese Bewegung erfolgreich sein kann. Der Bewegungsapparat organisiert und optimiert somit seine Handlungen. Das Zentralnervensystem sorgt bei der Vielzahl von Bewegungshandlungen für die inter- intramuskuläre Steuerung und bildet dabei Steuerungsmuster aus (Brauer/Gottschalk S. 106), gleichzeitig werden diese Ansteuerungen optimiert.
Somit fördert ein gut ausgeprägtes Nervensystem das „exakte Zusammenwirken der Skelettmuskulatur“ (Schreiner S. 13). Im Wesentlichen handelt es bei der Koordination, um das Lernen, Steuern und Anpassen von Bewegungen. Bezogen auf Spieler in Mannschaftssportarten heißt dies, dass sie in der Lage sein müssen neue Bewegungen schnell und ökonomisch aufzunehmen und zu erlernen. Des weiteren müssen diese Spieler in der Lage sein, diese Bewegungen auch unter Zeitdruck und auf engsten Raum ausführen zu können (Schreiner S. 13).
0. Einleitung: Erläutert die Relevanz der Koordination im Fußball anhand historischer Beispiele und leitet zur Fragestellung über, ob niederländische Ausbildungssysteme einen besonderen Fokus auf Koordination legen.
1. Koordination: Behandelt die theoretischen Grundlagen, einschließlich der koordinativen Fähigkeiten nach Hirtz, der Module der Motorik nach Hossner und des Strukturmodells nach Neumaier.
2. Koordinationstraining im Fußball: Analysiert die spezifischen Anforderungen an Fußballspieler und stellt mit DFFT und EFPI Testverfahren zur Messung motorischer und mentaler Fähigkeiten vor.
3. Koordination in der Praxis: Untersucht die Situation in Deutschland und porträtiert die Talentausbildung bei Ajax Amsterdam als Beispiel für ein strukturiertes Gesamtkonzept.
4. Beispiele aus den Niederlanden und Belgien: Detaillierte Darstellung verschiedener Trainingsmodelle wie der Coerver-Methode, der „Zeister Visie“ des KNVB, der Fußballmethode von Henk Mariman, der Methodik von Joost Desender und dem Team Building von Rinus Michels.
5. Resümee: Fasst zusammen, dass ein explizites Koordinationstraining selten isoliert stattfindet, sondern als integrierter Bestandteil in technischen Übungsformen und im spielnahen Training verankert ist.
Koordination, Nachwuchsfußball, Coerver-Methode, Bewegungsapparat, Techniktraining, Neumaier, Ajax Amsterdam, Rinus Michels, motorische Fähigkeiten, Fußballausbildung, Spielintelligenz, Trainingsmethodik, Teambuilding, Sportwissenschaft
Die Arbeit analysiert, welche Bedeutung das Koordinationstraining im niederländischen Nachwuchsfußball hat und wie dieses in die Ausbildung von jungen Spielern integriert wird.
Neben sportwissenschaftlichen Theorien zur Koordination stehen spezifische Trainingsmodelle, die Rolle der Technik, die Bedeutung der Spielintelligenz und die Methodik der Talentschulung in niederländischen Proficlubs im Mittelpunkt.
Die Arbeit untersucht, ob und wie koordinative Schwerpunkte in den niederländischen Ausbildungssystemen gesetzt werden und welchen Stellenwert sie gegenüber anderen Trainingsinhalten besitzen.
Es handelt sich um eine literatur- und konzeptbasierte Analyse, die bestehende Ansätze (u.a. Neumaier, Hirtz, Hossner) mit konkreten Praxisbeispielen niederländischer und flämischer Trainerschulen vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Koordination und eine detaillierte Vorstellung praxisnaher Trainingsmodelle wie die von Coerver, Mariman und Michels.
Wichtige Begriffe sind Koordination, Fußballausbildung, Trainingstheorie, Nachwuchsförderung und methodische Trainingsansätze.
Sie gilt als eine der einflussreichsten Methoden, die den Fokus auf intensive Ballbeherrschung und 1:1-Situationen legt, um Spieler individuell technischer und kreativer zu machen.
Der Autor stellt fest, dass in den Niederlanden oft eine stärkere Integration von Technik- und Koordinationstraining in spielnahe Formen erfolgt, um die Zeit auf dem Platz effizient zu nutzen.
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