Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Medienberichte
3. Auswertung der Medienberichte
3.1. Impfquoten in Deutschland und Österreich
3.2. Akteure und Risiko-Gruppen
3.2.1.Impfgegner und Impfskeptiker
3.2.2.Eltern
3.2.3.Jugendliche und junge Erwachsene
3.2.4.Migranten und Flüchtlinge
3.2.5.Gesundheitspersonal
3.3. Gründe für die Impfmüdigkeit
3.3.1.Fehlinformationen im Internet
3.3.2.Zweifel an der Wirksamkeit der Impfungen
3.3.3.Sicherheitsbedenken und Impfrisiko
3.3.4.Verharmlosung der Krankheit
3.3.5.Mangelndes Krankheitsbewusstsein
3.3.6.Zugangsbarrieren
3.3.7.Sonstige
3.4. Durchgeführte Impfkampagnen und Maßnahmen zur Erhöhung der Impfraten
3.4.1.Deutschlandweit
3.4.2.Österreichweit
3.4.3.Regional
3.5. Diskutierte Ideen zur Erhöhung der Impfraten
3.5.1.Impfpflicht
3.5.2.Kita-Aufnahme und Einschulung nur mit Impfschutz
3.5.3.Kostenlose Impfungen
3.5.4.Kopplung von Sozialleistungen an den Impfstatus
3.5.5.Sonstige
3.6. Fazit
4. Kommunikationsstrategien und Maßnahmen aus der Fachliteratur
4.1. Strategien gerichtet an Patienten
4.1.1.Allgemeine Hinweise
4.1.2.Routinekontrollen
4.1.3.Erinnerungs- und Rückrufsysteme
4.1.4.Social Media und Webseiten
4.1.5.Hausbesuche und Vertrauenspersonen
4.1.6.Organisation und verbesserter Zugang
4.2. Strategien gerichtet an das Gesundheitspersonal
4.2.1.Informationsmaterial und Aufklärung
4.2.2.Erinnerungen und technische Unterstützung
4.2.3.Feedback
4.3. Fazit
5. Conclusio
6. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, mit welchen Kommunikationsstrategien und Maßnahmen die Impfquoten für die MMR-Kombinationsimpfung im deutschsprachigen Raum effektiv verbessert werden können. Dabei werden sowohl vergangene Impfkampagnen analysiert als auch Ansätze aus der Fachliteratur evaluiert, um ein fundiertes Konzept für die Impfprävention zu entwickeln.
3.2.1. Impfgegner und Impfskeptiker
Für die Personengruppe der Impfgegner geben die Quellen keine konkrete Definition oder Beschreibung an. Gesagt werden kann, dass Impfgegner, wie der Name vermuten lässt, eine ablehnende Position hinsichtlich Impfungen eingenommen haben und sich nicht oder nur wenig von wissenschaftlich begründeten Argumenten beeinflussen lassen (Zeit Online, 2009; derStandard, 2015). Desweiteren arbeitet ein Teil dieser Personengruppe aktiv daran, andere Bevölkerungsteile für ihre Sichtweise zu gewinnen und die öffentliche Meinung über Impfungen negativ zu beeinflussen (derStandard, 2012b; SpringerMedizin.at, 2012). In den USA sind Impfgegner auch unter dem Namen „Anti-Vaxxer“ bekannt (Süddeutsche Zeitung, 2015a).
Die Zahlen deuten darauf hin, dass der Anteil an Impfgegnern an der Gesamtbevölkerung über die Jahre hinweg zunimmt. So konnten, laut Medienberichten, im Jahre 2009 erst 2% der Bevölkerung als Impfgegner bezeichnet werden (derStandard, 2009a; Zeit Online 2009). Dieser Anteil erhöhte sich bis 2014 auf 3% und im Jahr 2015 bereits auf 4% (Spiegel Online, 2014b; derStandard, 2015).
Der Anteil an Impfskeptikern, also Personen, welche den Sinn von Impfungen und die damit verbundenen Risiken hinterfragen, aber weiterhin offen für Argumente sind, beziffert derStandard in Österreich mit 40% (derStandard, 2015).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Masernimpfung sowie Darlegung des Ziels und der zentralen Forschungsfrage dieser Arbeit.
2. Medienberichte: Erläuterung der methodischen Grundlage, basierend auf einer Analyse von 40 Medienberichten zwischen 2009 und 2015.
3. Auswertung der Medienberichte: Diskussion der Ergebnisse der Medienanalyse bezüglich Impfquoten, Risikogruppen, Gründen für Impfmüdigkeit und bisheriger Impfmaßnahmen.
4. Kommunikationsstrategien und Maßnahmen aus der Fachliteratur: Darstellung wissenschaftlich fundierter Empfehlungen für effektive Impfstrategien, unterteilt in Ansätze für Patienten und das Gesundheitspersonal.
5. Conclusio: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Beantwortung der Forschungsfrage unter Integration der Medien- und Literaturanalyse.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen für Berichte, Fachartikel und Webseiten.
Masern, MMR-Impfung, Impfmüdigkeit, Impfverweigerer, Impfkampagnen, Medienanalyse, Herdenimmunität, Impfpflicht, Gesundheitskommunikation, Impfquoten, Prävention, Aufklärung, Patientenberatung, Gesundheitspersonal, Impfrisiken.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der aktuellen Masern-Impfproblematik im deutschsprachigen Raum und sucht nach Wegen, die niedrigen Impfquoten für die MMR-Kombinationsimpfung zu steigern.
Zentrale Themen sind die Identifikation von Akteuren wie Impfgegnern, die Gründe für Impfmüdigkeit, die Wirksamkeit bisheriger Medienkampagnen sowie Strategien zur Verbesserung der Durchimpfungsrate.
Die Arbeit geht der Kernfrage nach, mit welchen Kommunikationsstrategien und gezielten Maßnahmen die Impfquoten für die MMR-Impfung in Deutschland und Österreich nachhaltig verbessert werden können.
Es erfolgt eine zweistufige methodische Untersuchung: Zunächst wird eine mediale Inhaltsanalyse (40 Quellen) durchgeführt, gefolgt von einer Auswertung der Fachliteratur zu effektiven Impf- und Kommunikationsstrategien.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Bereiche: die Auswertung der medialen Berichterstattung (Akteure, Gründe, Kampagnen) und die Analyse von Best-Practice-Methoden aus der internationalen Fachliteratur, differenziert nach Patienten und Gesundheitspersonal.
Die wichtigsten Schlagworte sind MMR-Impfung, Impfmotivation, Maserneliminierung, Public Health Kommunikation und die Rolle des ärztlichen Feedbacks.
Die Analyse zeigt, dass eine Verschiebung der Hauptrisikogruppen stattgefunden hat und viele Masernfälle heute bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftreten, die keinen ausreichenden Impfschutz besitzen.
Die Arbeit identifiziert Flüchtlinge als Gruppe mit häufig mangelhaftem Impfschutz aufgrund zerrütteter Herkunftssysteme und bürokratischer Zugangsbarrieren, was die öffentliche Diskussion und medizinische Planung zunehmend beeinflusst.
Die Arbeit folgert, dass bisherige Kampagnen das Eliminierungsziel verfehlten, da sie mitunter als zu einseitig oder zu wenig zielgruppenspezifisch wahrgenommen wurden, weshalb ein kombiniertes, ressourcenstärkeres Vorgehen empfohlen wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

