Masterarbeit, 2022
224 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen für die Konzeption des Climate Value at Risk anhand von Integrated Assessment Modellen
2.1 Begriff und Wesen von Klimarisiken in Bezug auf die Bewertung von Finanzvermögen
2.1.1 Relevanz von Klimarisiken im Rahmen der Bewertung von Finanzvermögen
2.1.2 Systematisierung möglicher Risiken im Rahmen des Klimawandels
2.1.3 Theoretische Grundlagen zur Quantifizierung des Value at Risk
2.2 Analyse der konzeptionellen Ausgestaltung des Climate Value at Risk anhand von Integrated Assessment Modellen
2.2.1 Erläuterung der Grundlagen zu Integrated Assessment Modellen
2.2.2 Vorstellung ausgewählter Integrated Assessment Modelle
2.2.3 Analyse der Verknüpfung von Integrated Assessment Modellen mit Value at Risk-Ansätzen zum Climate Value at Risk anhand eines Vergleichs ausgewählter Forschungsbeiträge
2.3 Kritische Würdigung der Quantifizierung des Climate Value at Risk anhand von Integrated Assessment Modellen
2.3.1 Implikationen des Climate Value at Risk
2.3.2 Limitationen des Climate Value at Risk
2.3.3 Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Climate Value at Risk
3. Analyse der Stabilität des Climate Value at Risk mithilfe eines Integrated Assessment Modells
3.1 Darstellung des Modellkonzepts zum DICE-2016R
3.1.1 Darstellung der Modellgrundlagen
3.1.2 Darstellung der Gleichungssysteme und Datengrundlagen
3.1.3 Umgang mit Unsicherheit im Rahmen des DICE-2016R
3.2 Analyse der Stabilität des Climate Value at Risk anhand des DICE-2016R
3.2.1 Darstellung des Untersuchungshergangs und Festlegung der Untersuchungsszenarien
3.2.2 Darstellung der aktualisierten skalaren Größen
3.2.3 Auswahl der zu berücksichtigenden Unsicherheitsgrößen
3.3 Ergebnisdarstellung der Stabilitätsanalysen zum Climate Value at Risk anhand ausgewählter Szenariobetrachtungen
3.3.1 Analyseergebnisse auf Basis des BAU
3.3.2 Analyseergebnisse auf Basis des Optimalszenarios
3.3.3 Analyseergebnisse auf Basis der Gegenüberstellung des BAU und Optimalszenarios
4. Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse zur Stabilität des Climate Value at Risk anhand des DICE-2016R
4.1 Implikationen der Untersuchungsergebnisse
4.2 Limitationen der Untersuchungsergebnisse
4.3 Handlungsempfehlungen auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse
5. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Stabilität des "Climate Value at Risk" (Climate VaR) auf Basis des Integrated Assessment Modells DICE-2016R kritisch zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie stabil diese Risikokennzahl gegenüber ausgewählten Veränderungen von Unsicherheitsgrößen unter verschiedenen Szenarien ist, um deren Eignung für das Risikomanagement besser einschätzen zu können.
2.1.3 Theoretische Grundlagen zur Quantifizierung des Value at Risk
Aufgrund immer stärker werdender Verflechtungen internationaler Finanzmärkte sowie der damit einhergehenden steigenden Volatilität und Zunahme der Handelsvolumina mit Finanzderivaten entwickelten sich seit den 1990er-Jahren zahlreiche Konzepte zur besseren Abbildung der Risikopotenziale. Darunter lässt sich der sog. VaR, als zentrales Messkonzept zur Quantifizierung von Risikopotenzialen, einordnen. Dieser versucht die negative Abweichung des tatsächlichen vom erwarteten Ergebniswert zu quantifizieren. Somit wird der VaR definiert als der geschätzte maximale Wertverlust einer Einzelposition oder eines Portfolios, der innerhalb eines festgelegten Zeitraums mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintreten kann bzw. nicht überschritten wird. Dabei wird zwischen analytischen und simulativen Ansätzen unterschieden.
Bei der Quantifizierung des VaR, anhand des analytischen Ansatzes, wird auf eine theoretische Verteilung und der ihr zugrunde liegenden statistischen Maßzahlen zurückgegriffen. Zunächst werden die Risikoparameter und das Risikovolumen definiert, um daraufhin die Standardabweichung der Risikoparameter zu ermitteln und die Risikomesszahl zu fixieren. Auf Basis dieser ist der Risikofaktor zu berechnen, um mit der Multiplikation aus Risikovolumen und Risikofaktor den VaR eines einzelnen Risikoparameters zu ermitteln. Über eine Korrelationskoeffizientenmatrix erfolgt abschließend die Verknüpfung zum VaR.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Klimarisiken für das Risikomanagement ein und umreißt die Zielsetzung der methodischen Analyse anhand des DICE-Modells.
2. Rahmenbedingungen für die Konzeption des Climate Value at Risk anhand von Integrated Assessment Modellen: Dieses Kapitel definiert Klimarisiken, führt in das Konzept des Value at Risk ein und analysiert die Rolle von Integrated Assessment Modellen (IAM) bei der Konzeption des Climate VaR.
3. Analyse der Stabilität des Climate Value at Risk mithilfe eines Integrated Assessment Modells: Hier wird das Modell DICE-2016R detailliert vorgestellt, der Untersuchungsaufbau erläutert und die Stabilitätsanalysen für die Szenarien BAU und Optimal durchgeführt.
4. Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse zur Stabilität des Climate Value at Risk anhand des DICE-2016R: Dieses Kapitel diskutiert die Implikationen der Ergebnisse, beleuchtet die Limitationen des Modellansatzes und gibt Handlungsempfehlungen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Stabilität des Climate VaR zusammen und bewertet die Eignung der untersuchten Methodik.
Klimawandel, Finanzrisiken, Climate Value at Risk, Integrated Assessment Modelle, DICE-2016R, Risikomanagement, Modellstabilität, Monte-Carlo-Simulation, Sensitivitätsanalyse, Transitorische Risiken, Physische Risiken, Klimaschäden, Treibhausgasemissionen, Wirtschaftsmodellierung, Stabilitätsanalyse.
Die Master Thesis untersucht die Stabilität des Climate Value at Risk (Climate VaR), einer Risikokennzahl, die den Einfluss des Klimawandels auf Finanzanlagen quantifiziert, unter Anwendung des neoklassischen Modells DICE-2016R.
Zentrale Themen sind die Systematisierung von Klimarisiken, die methodische Einordnung von Integrated Assessment Modellen (IAM) und die Durchführung umfangreicher Stabilitäts- und Sensitivitätsanalysen der Modellparameter.
Das Ziel ist es, zu bewerten, wie stabil der berechnete Climate VaR gegenüber Schwankungen in den Eingangsgrößen ist, um daraus Rückschlüsse auf die Verlässlichkeit dieser Kennzahl im Risikomanagement zu ziehen.
Es werden methodische Vergleiche vorhandener Forschungsbeiträge angestellt sowie eine eigene, auf Monte-Carlo-Simulationen und Sensitivitätsanalysen basierende Untersuchung des DICE-2016R Modells durchgeführt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption des Climate VaR, der detaillierten Beschreibung der Gleichungssysteme des DICE-2016R Modells, der Festlegung von Untersuchungsszenarien (BAU vs. Optimal) und der Auswertung der Modellstabilität.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Klimawandel-Finanzrisiken, Climate Value at Risk, DICE-2016R Modell, stochastische Modellierung und Stabilitätsanalyse definieren.
Das DICE-Modell (Dynamic Integrated Climate-Economy) ist ein hoch aggregiertes, globales Modell, das neoklassische Wachstumstheorien nutzt, um ein optimales Gleichgewicht zwischen ökonomischem Konsum und Klimaschutzmaßnahmen zu finden.
Da Klimarisiken mit hoher Unsicherheit behaftet sind und der Climate VaR weitreichende strategische (mitigationspolitische) Entscheidungen beeinflussen kann, ist das Wissen über die Sensitivität und Stabilität der Kennzahl essenziell für die Entscheidungsträger.
Die Arbeit betont, dass diese Extrem-Risiken einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor darstellen, der von klassischen Modellen oft unterschätzt wird, und hinterfragt die Eignung der bisherigen Modellierungsansätze für solche Ereignisse.
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