Masterarbeit, 2007
113 Seiten, Note: Sehr gut
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Darstellung der Forschungsfragen
1.3 Abgrenzung
2 IT-Einsatz in der Schule
2.1 Bestandteile von Schul-IT
2.1.1 Unterschiede zwischen Schul- und Unternehmenscomputern
2.2 Der Lebenszyklus von Informatikmitteln
2.3 Aufteilung in pädagogische und technische Systembetreuung
2.4 Die Akteure in Niederösterreich
2.4.1 Schulerhalter
2.4.2 IT-Kustodinnen und IT-Kustoden
2.4.3 IT-Betreuerinnen und IT-Betreuer
2.5 Unterschätzte Bedeutung des Informatikmittelbetriebs in Schulen
2.5.1 Darstellung der Problematik
2.5.2 Historische Ursachen
2.5.3 Untersuchungen
2.5.4 Gründe
2.5.5 Folgen
2.6 Finanzielle Aspekte
2.6.1 Total Cost of Ownership (TCO)
2.6.2 TCO im Schulbetrieb
3 Erhebungen in den Gemeinden und Hauptschulen des Bezirks Tulln
3.1 Gegenstand der Untersuchung
3.2 Bemerkungen zur Methodik
3.3 Untersuchungsergebnisse - Kosten schulischer Informationstechnik am Beispiel der HS St. Andrä-Wördern
3.3.1 Charakteristika der Schule
3.3.2 Charakteristika des Schulerhalters
3.3.3 Budgetierte Mittel
3.3.4 Kosten der schulischen Informationstechnik
3.3.5 Diskussion der Ergebnisse
3.4 Untersuchungsergebnisse - Schulerhalter
3.4.1 Bedeutung und kommunale Mittel für Schul-IT
3.4.2 IT-Ausstattung und Systembetreuung nach Konzept
3.4.3 Finanzierungsformen
3.4.4 Unterstützung der Schulen durch politische Entscheidungsträger
3.4.5 Entscheidungsprozesse
3.4.6 Einsatz der für IT zur Verfügung stehenden Mittel
3.5 Untersuchungsergebnisse – IT-Kustoden
3.5.1 Die IT-Ausstattung der untersuchten Schulen
3.5.2 Die Situation in den Hauptschulen mit Informatik-Schwerpunkt
3.5.3 Planung, Finanzierung und Beschaffung der Medienausstattung
3.5.4 Systembetreuung
3.5.5 Die Situation der IT-Kustodinnen und IT-Kustoden
3.6 Analyse der Ergebnisse bezüglich der gestellten Forschungsfragen
3.6.1 Umfang und Adäquatheit der Schul-IT
3.6.2 Angemessenheit der finanziellen Mittel für Schul-IT
3.6.3 Bedeutung einer guten schulischen IT-Ausstattung aus Sicht der Schulerhalter
3.6.4 Unterschiede zwischen Regel- und Informatikhauptschulen
3.6.5 Planung der Entwicklung der Medienausstattung
3.6.6 Ablauf von Beschaffungsprozessen
3.6.7 Pädagogische und technische Systembetreuung
3.6.8 Anerkennung der Leistung der IT-Kustodinnen und IT-Kustoden
3.7 Zusammenfassung
4 Problembereiche und Lösungsansätze
4.1 Langfristige Planung der schulischen Medienentwicklung
4.1.1 Problem
4.1.2 Lösungsansatz
4.2 Beschaffung von Schul-IT
4.2.1 Problem
4.2.2 Lösungsansätze auf schulischer Ebene
4.2.3 Lösungsansätze auf regionaler Ebene
4.3 Finanzierung des Betriebs schulischer Informatikmittel
4.3.1 Problem
4.3.2 Lösungsansätze auf schulischer Ebene
4.3.3 Lösungsansätze auf regionaler Ebene
4.4 Informatikhauptschulen
4.4.1 Problem
4.4.2 Lösungsansatz
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status quo bei der Beschaffung und Wartung schulischer Informatikmittel an Hauptschulen im Bezirk Tulln, mit dem Ziel, die finanzielle Zuständigkeit und praktische Umsetzung der Systembetreuung zu analysieren und Lösungsansätze für identifizierte Probleme zu erarbeiten.
2.5.1 Darstellung der Problematik
„Der Aufwand für den Betrieb von Informatikmitteln in der Schule wird oft ganz vergessen, unterschätzt oder zwar als Problem erkannt, aber nicht angegangen.“
Die Beschaffung von Informatikmitteln ist heute im Wirtschaftsleben und auch in Schulen ohne die Planung von Wartung und Support derselben bei weitem nicht ausreichend. Unter Wartung ist die Kontrolle, Instandhaltung und Reparatur von Hard- und Software zu verstehen, während Support die Unterstützung bei der Nutzung der Geräte beinhaltet. Wird dies nicht ausreichend bedacht und geplant, sind Ausfälle und daraus folgend Unzufriedenheit und eine generell geringere Nutzung zu erwarten. Leider wird gerade der Planung von Wartung und Support bei Schul-IT-Projekten zu wenig Bedeutung zugemessen, was zu einer Unterschätzung der Folgekosten führt, obwohl durch den heute umfangreichen Einsatz von Informatikmitteln in allen Fächern Schulen über umfangreiche und komplexe Computernetze mit oft mehr als 50 Arbeitsstationen verfügen. Den enormen Aufwand für den Betrieb berechnen die Schweizer IT-Experten Yvan Grepper und Beat Döbeli Honegger und der deutsche IT-Experte Andreas Breiter mit 1 Vollzeitstelle pro ca. 100 Geräten als Minimum, wobei aber von festinstallierten Desktop-Computern ohne mobilen Schüler-Notebooks ausgegangen wird, wo ein noch höherer Bedarf vorauszusetzen ist.
1 Einleitung: Beschreibt die rasante Verbreitung der IKT und deren zunehmende Bedeutung im Schulwesen, was die Forschungsfrage nach der Situation an Hauptschulen im Bezirk Tulln begründet.
2 IT-Einsatz in der Schule: Analysiert die theoretischen Grundlagen der Schul-IT, die Unterschiede zur Unternehmens-IT sowie die Rollenverteilung in der Systembetreuung.
3 Erhebungen in den Gemeinden und Hauptschulen des Bezirks Tulln: Präsentiert die empirischen Ergebnisse aus den Interviews mit IT-Kustoden und Schulerhaltern im Bezirk Tulln und analysiert exemplarisch die Kosten einer Hauptschule.
4 Problembereiche und Lösungsansätze: Identifiziert vier zentrale Problemfelder und schlägt konkrete Lösungsansätze für Planung, Beschaffung und Finanzierung vor, unter anderem durch Vorbild-Modelle.
5 Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse über die Akteure, die aktuelle Ausstattungssituation und die Notwendigkeit einer professionelleren Systembetreuung zusammen.
Schul-IT, Informatikmittel, Systembetreuung, Schulerhalter, IT-Kustoden, Beschaffung, Wartung, Support, Medienkompetenz, Informatikhauptschule, TCO, Total Cost of Ownership, Bezirk Tulln, Schulbudget, Schulentwicklung.
Die Arbeit analysiert die Situation der Beschaffung, Finanzierung und Wartung von IT-Mitteln an den Hauptschulen im Bezirk Tulln.
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen und technischen Systembetreuung, den Rollen der IT-Kustoden und Schulerhalter sowie der Kostenstruktur schulischer IT.
Das Ziel ist es, den Ist-Stand der IT-Infrastruktur und deren Betreuung zu erfassen, um daraus fundierte Lösungsansätze für einen nachhaltigen IT-Betrieb an Schulen abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsweise, bestehend aus Experteninterviews mit IT-Kustoden und politischen Verantwortungsträgern der Schulerhalter sowie einer exemplarischen Kostenanalyse an der HS St. Andrä-Wördern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Darstellung der Akteure in Niederösterreich, die Ergebnisse der qualitativen Erhebungen und die Ableitung konkreter Problembereiche.
Zentrale Begriffe sind Schul-IT, Systembetreuung, Schulerhalter, IT-Kustoden und Medienentwicklungsplanung.
IT-Kustoden leisten oft einen erheblichen Teil der technischen Systembetreuung unentgeltlich, da die eigentliche Verantwortung laut Gesetz beim Schulerhalter liegt, was zu einer hohen Belastung der Lehrkräfte führt.
Entgegen der Erwartung bieten Informatik-Hauptschulen nicht durchgehend ein höheres Stundenausmaß in Informatik an; der Hauptunterschied liegt vielmehr in der Verbindlichkeit des Informatikunterrichts für alle Schülerinnen und Schüler.
Die Analyse zeigte ein sehr investitionslastiges Verhältnis (93% Ausstattung, 7% Betrieb), was auf eine Vernachlässigung der laufenden Betriebskosten hindeutet.
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