Masterarbeit, 2022
53 Seiten, Note: 1,4
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Definition
3.1.1 Stationäre Versorgung
3.2 Aufbau der stationären Versorgung in Deutschland
3.2.1 Kennzahlen
3.2.2 Trägerschaften
3.2.3 Krankenhausplanung
3.2.4 Krankenhausleistungen
3.2.5 Personal
3.2.6 Abgrenzung zur ambulanten Versorgung
3.2.7 Finanzierung
3.2.7.1 Duale Finanzierung
3.2.7.2 Investitionsförderung
3.2.7.3 DRG-System
3.3 Problempunkte der stationären Versorgung in Deutschland
3.3.1.1 Geringe Investitionsmittel
3.3.1.2 G-DRG-System
3.3.1.3 Pflegenotstand
3.3.1.4 Schnittstellenprobleme zu anderen Sektoren
4 METHODIK
4.1 Vorgehensweise
4.2 Vergleichsrahmen
4.2.1 Investitionsmittel
4.2.2 Qualität
4.2.3 Pflegenotstand
4.2.4 Schnittstellenprobleme zu anderen Sektoren
4.3 Literaturrecherche
5 ERGEBNISSE
5.1 Investitionsmittel
5.2 Qualität
5.3 Pflegenotstand
5.4 Schnittstellenprobleme zu anderen Sektoren
6 DISKUSSION
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.2 Diskussion der Methodik
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die aktuellen strukturellen und qualitativen Problempunkte der stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland. Ziel ist es, durch einen internationalen Vergleich mit den Systemen der Niederlande und Schwedens Lösungsansätze zu identifizieren, die zur Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung und zur Entschärfung des Pflegenotstands sowie der Sektorenschnittstellenproblematik beitragen könnten.
3.3 Problempunkte der stationären Versorgung in Deutschland
Die Problematik der Höhe der öffentlichen Fördergelder im Rahmen der dualen Krankenhausfinanzierung ist einer der großen Problempunkte der stationären Versorgung (Blümel et al., 2020).
Die Abbildung 3 verdeutlicht das Problem der zu gering ausfallenden Investitionsmittel. Während die Gesamtausgaben der Krankenhäuser stetig angestiegen sind, stagnieren die Fördermittel der Bundesländer. 1993 hatten die Fördermittel der Länder mit rund 3,9 Mrd. Euro ihren Höchstand. Seitdem sind sie gesunken und ab 2017 wieder leicht angestiegen. 2019 betrugen die Fördergelder der Bundesländer rund 3,2 Mrd. Euro, wohingegen sich die Gesamtausgaben der Krankenhäuser auf einem Rekordhoch von 93,8 Mrd. Euro befinden. In dem Zeitraum von 1995 (47,8 Mrd. Euro) bis zum Jahr 2019 haben sich die Gesamtausgaben der Krankenhäuser nahezu verdoppelt.
Infolgedessen wird die Lücke zwischen den bereitgestellten Fördermitteln der Länder und den tatsächlich benötigten Investitionskosten unübersehbar größer. Da nur ca. die Hälfte der tatsächlichen Krankenhausinvestitionen mit öffentlichen Fördermitteln gedeckt werden, sind die Kliniken gezwungen die restlichen Gelder für Investitionen aus anderen Bereichen zu beschaffen. Diese wären beispielsweise Überschüsse aus den DRG’s und Finanzierung durch Kredite. Dies hat zur Folge, dass Krankenhäuser verstärkt einen hohen Gewinn anstreben, um notwendige Investitionsmittel aus eigener Kraft stemmen zu können (Blum, 2019, S. 11).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet den hohen Ruf des deutschen Gesundheitswesens bei gleichzeitig bestehender Effizienzproblematik und identifiziert spezifische Baustellen wie Investitionsstau, Pflegenotstand und Sektorengrenzen.
2 ZIELSETZUNG: Hier wird der Fokus auf die Identifikation internationaler Systemstrukturen gelegt, die deutsche Problemlagen adressieren oder minimieren können.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Aufarbeitung der Definitionen, des Krankenhausaufbaus sowie bestehender Finanzierungs- und Versorgungsmodelle innerhalb Deutschlands.
4 METHODIK: Diese Sektion erläutert den gewählten internationalen Vergleichsansatz mit den Niederlanden und Schweden sowie die zur Messung der Problembereiche herangezogene Kennzahlenauswahl.
5 ERGEBNISSE: Die Ergebnisse präsentieren den empirischen Vergleich der deutschen Kennzahlen mit den niederländischen und schwedischen Daten in den Bereichen Investition, Qualität, Pflege und Schnittstellen.
6 DISKUSSION: Hier erfolgt die kritische Auswertung und Einordnung der Ergebnisse sowie eine Reflexion der methodischen Limitationen der Arbeit.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Übertragbarkeit internationaler Ansätze auf das deutsche stationäre System.
Krankenhausversorgung, G-DRG-System, Investitionsförderung, Pflegenotstand, stationäre Versorgung, Gesundheitsmanagement, internationale Gesundheitsvergleiche, Sektorenkopplung, ambulant-sensitive Krankenhausfälle, Qualitätssicherung, Krankenhausfinanzierung, Versorgungsqualität, demografischer Wandel, Personalmanagement, Patientenversorgung.
Die Arbeit analysiert kritisch die strukturellen und ökonomischen Probleme der stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland und sucht durch den internationalen Vergleich nach Verbesserungsmöglichkeiten.
Die zentralen Felder sind die Unterfinanzierung von Investitionen, die Anreizstrukturen des G-DRG-Systems, der Pflegenotstand und die Schnittstellenproblematik zwischen ambulantem und stationärem Sektor.
Das primäre Ziel ist es, aus den Erfahrungen der Gesundheitssysteme in den Niederlanden und Schweden Ansätze zu extrahieren, die in der deutschen stationären Versorgung zur Problemlösung beitragen könnten.
Die Autorin nutzt eine explorative Literaturrecherche sowie den systematischen Vergleich ausgewählter Kennzahlen, um Deutschlands Performance in spezifischen Problembereichen mit Vergleichsländern zu kontrastieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Systems, die methodische Herleitung eines Vergleichsrahmens und die anschließende Ergebnisauswertung der Kennzahlen.
Krankenhausfinanzierung, Investitionsstau, Patientenqualität, Personalschlüssel, Sektorenmanagement und internationale Best-Practice-Beispiele stehen im Zentrum.
Die Thesis zeigt auf, dass der Bund zwar für Betriebskosten sorgt, aber die duale Finanzierung durch die Länder bei den Investitionen eine erhebliche Finanzierungslücke hinterlässt, was zu einem Investitionsstau führt.
Das G-DRG-System setzt Anreize zur Mengensteigerung und Verweildauerverkürzung, was laut der Analyse die Behandlungsqualität unter Druck setzen kann, da ökonomische Faktoren oft schwerer wiegen als patientenzentrierte Versorgung.
Die Arbeit diskutiert, dass eine Reduktion der Krankenhausanzahl zugunsten größerer Einheiten zwar sinnvoll wäre, aber aufgrund gewachsener politischer Strukturen und Widerständen vor Ort nur schwer umsetzbar ist.
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