Masterarbeit, 2022
109 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik & aktuelle Lage
1.2 Zielsetzung & Aufbau
2. Grundlagen des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements
2.1 Definition, Grundlagen & Bestandteile
2.1.1 Risiko
2.1.2 Risikoarten
2.1.3 Risikomanagement
2.2 Grundlagen der Risikoanalyse
2.2.1 Prozess der Risikoidentifikation
2.2.2 Risikomessung & -bewertung
2.2.2.1 Quantifizierung von Risiken
2.2.2.2 Sensitivitätsanalyse
2.2.3 Risikoklassifikation & -steuerung
2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken von Fluggesellschaften
2.3.1 Rohstoffpreisrisiken
2.3.2 Währungsrisiken
3. Grundlagen von Rohöl- & Devisenmärkten
3.1 Rohöl, Produkte & Benchmarks
3.1.1 Rohölmärkte
3.1.2 Einflussfaktoren auf die Preisbildung
3.1.2.1 Langfristige Einflussfaktoren
3.1.2.2 Kurzfristige Einflussfaktoren
3.1.3 Historische Entwicklungen
3.1.4 Aktuelle Lage & Entwicklungen
3.1.5 Treibstoffrisiken von Fluggesellschaften
3.2 Wechselkurse, Währungen & Devisen
3.2.1 Devisenmarkt
3.2.2 Einflussfaktoren auf Wechselkurse
3.2.3 Euro-Dollar-Wechselkurs
3.2.4 Wechselkursrisiken von Fluggesellschaften
4. Derivative Finanzinstrumente & Hedging-Strategien
4.1 Grundlagen derivativer Finanzinstrumente
4.2 Unbedingte Termingeschäfte
4.2.1 Futures & Forwards
4.2.1.1 Funktionsweise
4.2.1.2 Bewertung & Preisunterschiede
4.2.1.3 Hedging-Strategien mit Rohöl-Futures & -Forwards
4.2.1.4 Hedging-Strategien mit Devisen-Futures & -Forwards
4.2.2 Swaps
4.2.2.1 Funktionsweise
4.2.2.2 Hedging-Strategien mit Commodity-Swaps
4.2.2.3 Hedging-Strategien mit Währungs-Swaps
4.3 Bedingte Termingeschäfte
4.3.1 Grundlagen von Optionen
4.3.2 Handelsstrategien mit Optionen
4.3.2.1 Hedging-Strategien mit Rohöl-Optionen
4.3.2.2 Hedging-Strategien mit Devisen-Optionen
5. Finanzwirtschaftliches Management von Fluggesellschaften
5.1 Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten bei Fluggesellschaften
5.2 Fuel Hedging bei europäischen und US-amerikanischen Airlines
5.2.1 Lufthansa Group
5.2.2 Ryanair Holdings
5.2.3 Southwest Airlines
5.2.4 Delta Airlines
5.2.5 Zusammenfassung & Vergleich
5.3 Sensitivität von Preisschwankungen bei Fluggesellschaften
5.3.1 Sensitivitätsanalyse ohne derivative Finanzinstrumente
5.3.2 Sensitivitätsanalyse mit derivativen Finanzinstrumenten
5.3.2 Zusammenfassung & kritische Würdigung des Sensitivitätsanalyse
6. Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit
6.3 Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Analyse und Darstellung der Sensitivität von Treibstoff- und Wechselkurs-Preisschwankungen auf das Unternehmensergebnis von Fluggesellschaften. Dabei wird untersucht, welchen Effekt derivative Finanzinstrumente als Hedging-Strategie auf diese Kostenstrukturen haben und ob zwischen europäischen und amerikanischen Fluggesellschaften signifikante Unterschiede im Umgang mit diesen Risiken existieren.
2.1.2 Risikoarten
Die Risiken bzw. Risikoarten können von Unternehmen zu Unternehmen variieren, da je nach Branche und Sektor Unternehmen verschiedenen Risiken ausgesetzt sind. Zu unterscheiden sind zunächst die systemischen und die spezifischen Risiken. Bei systemischen Risiken handelt es sich um Risiken, welche die Funktion und langfristig gesehen das Fortbestehen einer Branche bzw. eines Systems beeinträchtigen und gefährden können. Der Ursprung eines systemischen Risikos ist meistens unerwartet. Dabei kann es sich auf der einen Seite um allgemeine Finanzmarktrisiken (z.B. Spekulationen, Kettenreaktionen, Zahlungsunfähigkeit) und rechtliche Risiken (Gesetzgebung, Regulatorik, politische Maßnahmen) handeln, auf der anderen Seite können systemische Risiken auch durch Kriege, Pandemien und Naturkatastrophen ausgelöst werden.
Auf der Gegenseite der systemischen Risiken stehen die spezifischen Risiken. Hierbei beziehen sich die einzelnen Risiken nicht auf das gesamte System, sondern lediglich auf einzelne Marktteilnehmer aufgrund unternehmensspezifischer Gegebenheiten. Diese Risiken können sich zum einen in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens verbergen (z.B. Unternehmensstrategie), zum anderen können spezifische Risiken auch im operativen Geschäft vorkommen (z.B. Produktion, IT, Management, Mitarbeiter). Ebenfalls kann das Unternehmen spezifischen Produkt- & Projektrisiken (z.B. sensibles Produkt oder Projekt im Ausland) unterliegen. Für die weitere Vertiefung der systemischen und spezifischen Risiken wird im Folgenden näher auf die finanzwirtschaftlichen und auf die operationalen bzw. operativen Risiken eingegangen.
Finanzwirtschaftliche Risiken betreffen in erster Linie den Finanzbereich eines Unternehmens und beeinflussen somit die finanzielle Lage und den Fortbestand des Unternehmens. Unterschieden wird hierbei zwischen Liquiditäts-, Markt- und Kreditrisiken. Liquiditätsrisiken entstehen in der Regel, wenn Unternehmen nicht ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können, beispielsweise aufgrund mangelnder Fungibilität. Hierbei ist die Veräußerung einer Aktivposition (z.B. Finanztitel) durch eine Finanztransaktion unvorteilhaft, da der Buchwert nicht dem Marktwert entspricht und somit Preiszugeständnisse in Kauf genommen werden müssten, um den Finanztitel zu veräußern. Marktrisiken entstehen aufgrund von Preisschwankungen bei z.B. Aktien- & Wechselkursen oder auch Rohstoffen. Solche Risiken entstehen in der Wirtschaftspraxis häufig durch ein Schwanken von Angebot und Nachfrage und können wie bereits erwähnt von Unternehmen zu Unternehmen variieren.
1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz von Fuel-Hedging aufgrund der volatilen Rohölpreise und der Wechselkursabhängigkeit für Fluggesellschaften.
2. Grundlagen des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements: Einführung in die Definition von Risiken, deren Kategorisierung sowie die Techniken der Risikoanalyse und Risikosteuerung.
3. Grundlagen von Rohöl- & Devisenmärkten: Erläuterung der Preistreiber an Rohöl- und Devisenmärkten sowie der spezifischen Risiken für die Luftfahrtindustrie.
4. Derivative Finanzinstrumente & Hedging-Strategien: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise und Anwendung von Futures, Forwards, Swaps und Optionen zur Risikoabsicherung.
5. Finanzwirtschaftliches Management von Fluggesellschaften: Praktische Analyse des Hedging-Verhaltens ausgewählter Airlines und Durchführung einer Sensitivitätsanalyse zur Quantifizierung finanzieller Auswirkungen.
6. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, kritische Würdigung der Sensitivitätsanalyse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Branche.
Risikomanagement, Treibstoffpreisrisiko, Währungsrisiko, Hedging, Derivative Finanzinstrumente, Sensitivitätsanalyse, Rohölmarkt, Devisenmarkt, Fluggesellschaften, Fuel-Hedging, Commodity-Swap, Finanzplanung, Marktvolatilität, Risikobewertung, Cash Settlement.
Die Arbeit untersucht das Risikomanagement von Fluggesellschaften, insbesondere den Umgang mit volatilen Treibstoffkosten und Wechselkursrisiken durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente.
Die zentralen Felder sind Risikomanagementtheorien, Analyse der Dynamiken an Rohöl- und Devisenmärkten, Funktionsweisen von Finanzderivaten sowie die praktische Anwendung dieser Instrumente durch führende internationale Airlines.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Preis- und Währungsschwankungen auf das Unternehmensergebnis von Airlines zu quantifizieren und zu prüfen, inwieweit unterschiedliche Hedging-Ansätze (Europa vs. USA) die Finanzplanung stabilisieren.
Die Arbeit nutzt eine deduktiv-analytische Methode, die sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche und eine praktische Sensitivitätsanalyse von Geschäftsberichten sowie fiktiven Szenarien stützt.
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Finanzinstrumenten wie Futures, Swaps und Optionen und wendet diese Erkenntnisse in einer Sensitivitätsanalyse auf die Betriebskostenrechnung einer fiktiven Fluggesellschaft an.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe "Financial Risk Management", "Fuel Hedging", "Derivate" und "Luftfahrtökonomie" beschreiben.
Commodity-Swaps dienen als wichtiges, praxisnahes Instrument zur Preisabsicherung, wobei die Arbeit deren Auswirkung auf die Stabilität der Zahlungsströme in verschiedenen Szenarien simuliert.
Die Analyse verdeutlicht, dass europäische Fluggesellschaften aufgrund des EUR/USD-Wechselkursrisikos aktiver fremdwährungsbezogene Absicherungen betreiben, während amerikanische Airlines sich stärker auf das bloße Treibstoffpreis-Hedging konzentrieren.
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