Bachelorarbeit, 2020
49 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Inklusion
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Abgrenzung zur Integration, Exklusion und Segregation
2.3 Sportunterricht als Setting für Inklusion
3 Beeinträchtigungen
3.1 Behinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf
3.2 Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
3.3 Infantile Zerebralparese
4 Bewegungsfeld Wasser
4.1 Besonderheiten des Bewegungsfeldes Wasser
4.2 Schwimmen mit einer körperlich-motorischen Beeinträchtigung
4.3 Ziele des Lehrplans
4.4 Didaktisches Modell des Anfängerschwimmens
4.5 10 Punkte-Programm nach Halliwick
5 Inklusiver Schwimmunterricht
5.1 Vorteile eines inklusiven Anfängerschwimmunterrichts
5.2 Didaktisch-methodische Gestaltung eines inklusiven Unterrichts
5.2.1 Aktivitätstypen
5.2.2 Lernsituationen
5.2.3 6+1 Modell eines adaptiven Sportunterrichts
5.2.4 Handlungsmodell inklusiver Sportunterricht
5.3 Probleme und Schwierigkeiten
6 Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten
6.1 Allgemeine Überlegungen
6.2 Didaktische Überlegungen
6.3 Stundenverlaufsplan
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Herausforderungen eines inklusiven Sportunterrichts im Bewegungsraum Wasser zu analysieren und eine darauf basierende, inklusive Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten für eine Grundschulklasse zu entwickeln, die einen Schüler mit durch ICP bedingtem sonderpädagogischem Förderbedarf umfasst.
Besonderheiten des Bewegungsfeldes Wasser
Aufgrund der Auftriebskraft erlebt man im Wasser das Gefühl von Schwerelosigkeit. „Nach dem archimedischen Prinzip verliert der Körper in einer Flüssigkeit so viel an Gewicht, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeit wiegt“ (Wilke, 2007, S.36). Daher erfährt jeder ins Wasser eintauchende Körperteil einen Auftrieb, sodass ein Schweben an der Wasseroberfläche möglich ist. Durch den Auftrieb wird der Körper, vor allem die Gelenke, entlastet. Daneben spürt man im Wasser, insbesondere bei schnellen Bewegungen, einen enormen Widerstand. Der erhöhte Widerstand im Wasser sorgt dafür, dass schnelle Bewegungen gebremst werden, einen enormen Kraftaufwand erfordern und zu einer schnellen Ermüdung führen. Langsame Bewegungen hingegen sind ohne großen Kraftaufwand möglich. Das Erleben des Wechselspiels vom Auftrieb, der eine Erholung ermöglicht und des Widerstands, der eine erhöhte Anstrengung erfordert, stellt eine besondere Körpererfahrung dar.
Die im Vergleich zur Luft deutlich höhere Dichte des Wassers sorgt für einen hydrostatischen Druck. Dieser erschwert die Einatmung, sodass bereits bei geringen Tätigkeiten im Wasser die Atemmuskulatur gestärkt wird. Zudem wird durch den Wasserdruck der venöse Rückfluss des Blutes zum Herzen gefördert, was dazu führt, dass das Herz eine größere Menge an Blut in den Körper transportiert und die Pumpleistung des Herzens, über eine Vergrößerung des Schlagvolumens und Senkung der Herzfrequenz, erhöht wird. Somit stärkt der Aufenthalt im Wasser das Atemsystem und das Herz-Kreislauf-System. Neben den gesundheitlichen Beeinflussungen erfährt man im Wasser eine veränderte Wahrnehmung: das Sehen ist unschärfer, Geräusche können direkter und über eine größere Entfernung wahrgenommen werden und die taktile Wahrnehmung, wie Wärme und Kälte, ist viel direkter. (vgl. Rheker, 2011, S. 14-20, 58).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Inklusion im Bildungs- und Sportbereich ein und formuliert das Ziel der Arbeit, ein inklusives Unterrichtsmodell für das Anfängerschwimmen zu entwickeln.
2 Inklusion: Das Kapitel definiert den Begriff der Inklusion, grenzt ihn von Exklusion, Segregation und Integration ab und erörtert die besondere Eignung des Sportunterrichts für inklusive Lernprozesse.
3 Beeinträchtigungen: Es werden die Begriffe Behinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf präzisiert, der Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung erläutert und das Krankheitsbild der Infantilen Zerebralparese (ICP) dargestellt.
4 Bewegungsfeld Wasser: Dieses Kapitel behandelt die physikalischen Eigenschaften des Wassers (Auftrieb, Widerstand, Druck), dessen gesundheitliche Bedeutung, die Lehrplanziele sowie didaktische Modelle wie das 10 Punkte-Programm nach Halliwick.
5 Inklusiver Schwimmunterricht: Es werden didaktisch-methodische Gestaltungsmöglichkeiten analysiert, insbesondere die Aktivitätstypen, Lernsituationen, das 6+1 Modell sowie das Handlungsmodell für inklusiven Sportunterricht, und aufkommende Schwierigkeiten diskutiert.
6 Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten: Basierend auf einer fiktiven Klasse wird eine konkrete Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten geplant, einschließlich didaktischer Überlegungen und eines detaillierten Stundenverlaufsplans.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Planung und positiven Haltung der Lehrkraft für einen erfolgreichen inklusiven Schwimmunterricht.
Inklusion, Anfängerschwimmen, Grundschule, körperliche Behinderung, Infantile Zerebralparese, Halliwick-Methode, Bewegungsfeld Wasser, Sportunterricht, Körperlich-motorische Entwicklung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Gleiten, Unterrichtsplanung, didaktisches Modell, soziale Teilhabe, Barrierefreiheit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den didaktischen und organisatorischen Möglichkeiten und Herausforderungen, Kinder mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen, speziell bei Infantiler Zerebralparese, inklusiv im Anfängerschwimmen an Grundschulen zu unterrichten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Inklusion, die spezifischen Anforderungen des Bewegungsraums Wasser, die behinderungsspezifischen Aspekte von ICP sowie die methodische Planung inklusiven Unterrichts.
Das Ziel besteht darin, eine theoretisch fundierte Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten für eine inklusive Lerngruppe zu entwickeln, wobei der Fokus auf einem Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich körperliche und motorische Entwicklung liegt.
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und überträgt diese Erkenntnisse auf ein fiktives Fallbeispiel, um einen praktischen Stundenverlaufsplan zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Inklusion und Beeinträchtigungen, die Analyse der physikalischen Gegebenheiten des Wassers, didaktische Modelle der Schwimmdidaktik und des inklusiven Unterrichts sowie die praktische Stundenplanung.
Wichtige Schlagworte sind Inklusion im Schwimmunterricht, körperlich-motorische Entwicklung (KM), Infantile Zerebralparese (ICP), Halliwick-Methode, Bewegung im Wasser und Unterrichtsgestaltung.
Die Halliwick-Methode ergänzt die fachdidaktischen Modelle, da sie den Verzicht auf Auftriebshilfen propagiert und sich besonders auf die motorischen und gleichgewichtstechnischen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen beim Erlernen des Schwimmens konzentriert.
Die Arbeit benennt Hürden wie die mangelnde Qualifikation der Sportlehrkräfte bzgl. spezifischer Beeinträchtigungen, die notwendige Barrierefreiheit (z.B. Pool-Lifter), erhöhten personellen Aufwand bei der Pflege sowie die Komplexität bei Umkleideprozessen.
Die Planung nutzt offene Aufgabenstellungen und kooperative Lernformen, um allen Kindern, unabhängig von ihren Voraussetzungen, eine gleichberechtigte Teilhabe und individuelle Lernwege im Wasser zu ermöglichen.
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