Bachelorarbeit, 2022
175 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Problem- und Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
2.1 Branchenüberblick über die Energieversorgung in Deutschland
2.1.1 Der deutsche Elektrizitätsmarkt
2.1.2 Liberalisierung und Deregulierung innerhalb der Energiewirtschaft
2.1.3 Messstellenbetrieb und Messdienstleistungen
2.2 Digitalisierung und Einführung intelligenter Energiezähler
2.2.1 Smart Metering und Smart Metering-Systeme
2.2.2 Funktionsweise intelligenter Messsysteme
2.2.3 Nutzenabschätzung aus Versorgersicht
2.2.4 Smart Grid
3. Überblick über diverse Akzeptanzmodelle
3.1 Was wird unter Akzeptanz verstanden?
3.2 Verschiedene Akzeptanzmodelle
3.2.1 Technology Acceptance Model
3.2.2 Modified Technology Acceptance Model
3.2.3 Unified Theory of Acceptance and Use of Technology
3.3 Zwischenfazit
4. Relevante Parameter hinsichtlich der Akzeptanz der Smart Meter Technologie
4.1 Zeitgemäße Anforderungen seitens der Energiekunden
4.2 Der Energiemarkt und seine Kundenstruktur
4.3 Vorteile der Smart Meter-Technologie aus Kundensicht
4.4 Ableitung der Hypothesen
5. Empirische Analyse der Verbraucherakzeptanz von Smart Meter
5.1 Planung und Durchführung der empirischen Untersuchung
5.1.1 Erhebungsinstrumente
5.1.2 Fragebogen
5.1.3 Durchführung und Datenerhebung
5.2 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5.2.1 Darstellung der relevanten Befunde
5.2.2 Evaluierung der Hypothesen
5.3 Implikationen für die Kommerzialisierung
6. Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Würdigung
6.3 Ausblick
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Verbraucherakzeptanz gegenüber der Smart-Meter-Technologie im aktuellen und zukünftigen Energiewirtschaftskontext zu untersuchen. Dabei wird der Fokus auf die Identifikation relevanter Einflussfaktoren für den Business-to-Consumer-Markt gelegt, um auf Basis einer empirischen Analyse Implikationen für die erfolgreiche Kommerzialisierung von intelligenten Zählsystemen abzuleiten.
2.2 Digitalisierung und Einführung intelligenter Energiezähler
Unter dem Begriff Zähler (engl. Meter) wird in der Versorgungswirtschaft ein Gerät oder System zur Messung von Elektrizität, Gas, Wasser oder Wärme verstanden. Grundsätzlich setzt sich ein Zählersystem aus dem eigentlichen Zählergerät (zur Messung des Verbrauchs) sowie weiteren Zusatzgeräten und Softwaremodulen zusammen. Hauptverwendungszweck der ergänzenden Module ist eine Vereinfachung des Ablesungsprozesses und der Verbrauchsermittlung. Einsatzgebiet der ergänzenden Module ist bspw. im Großkundensegment die vorgeschriebene Lastgangzählung (LGZ), ab einem Verbrauch von über 100.000 kWh.
Im Haushaltskundensegment und der damit verbunden Standardlastprofilmessung (SLP) kann eine Erweiterung durch zusätzliche Kommunikationsmodule die Zählerfernauslesung ermöglichen. Je nach zu messendem Versorgungsmedium unterscheiden sich die Zähler hinsichtlich ihrer technischen Ausführung und Erweiterbarkeit.
Im Haushaltsbereich werden zurzeit in Deutschland fast ausschließlich elektro-mechanische Zähler (sog. Ferraris-Zähler) eingesetzt. Damit hat der Energieverwender in der Regel nur 1-2-mal im Jahr (je nach Ableseintervall) direkten Kontakt zur Messstelle, wenn der MSB dazu auffordert, die Zählerstände zu übermitteln oder eigenes Personal mit der Ablesung beauftragt.
Die technologische Basis des umgangssprachlich auch Stromzähler genannten Messgerätes gründet auf Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Nach dem Wirbelstromprinzip wird ein magnetisches Drehfeld induziert, welches eine horizontal drehende und von außen erkennbarer Scheibe antreibt. Mittels der Anzahl der Umdrehungen des sog. Ferraris Läufers erfolgt eine Bestimmung des Gesamtverbrauchs in einem Kalenderjahr. Unter Verwendung von Standardlastprofilen wird der Energieverbrauch von Privatkunden auf den tageszeitlichen Verlauf umgerechnet. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Zeitpunkt des Stromverbrauchs nicht genau referenziert werden kann, da der individuelle zeitliche Verlauf des (Energie-)Bedarfs nicht gemessen werden kann.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Smart-Meter-Technologie im Kontext der Energiewende, formuliert die Forschungsfragen und gibt eine Übersicht über den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen: Hier werden der deutsche Energiemarkt, die Auswirkungen der Liberalisierung sowie die technischen Eigenschaften und Einsatzbereiche intelligenter Energiezähler (Smart Meter, Smart Grid) dargestellt.
3. Überblick über diverse Akzeptanzmodelle: Das Kapitel bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Akzeptanzmodellen (TAM, TAM2, UTAUT) und dient als Basis für die Analyse von Nutzungsentscheidungen.
4. Relevante Parameter hinsichtlich der Akzeptanz der Smart Meter Technologie: Basierend auf Kundenbedürfnissen und Marktstrukturen wird hier ein Bezugsrahmen zur Identifikation von Akzeptanzparametern entwickelt und die Hypothesen abgeleitet.
5. Empirische Analyse der Verbraucherakzeptanz von Smart Meter: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Planung, Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung sowie die Implikationen für die Kommerzialisierung.
6. Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Untersuchungsergebnisse zusammen, würdigt die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
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Die Arbeit analysiert die Verbraucherakzeptanz von Smart-Meter-Technologien im Kontext des liberalisierten deutschen Energiemarktes und der Energiewende.
Die Arbeit behandelt die technische Digitalisierung der Messsysteme, die Anwendung theoretischer Akzeptanzmodelle auf Energietechnologien sowie eine empirische Untersuchung des Konsumentenverhaltens.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen der Smart-Meter-Akzeptanz zu gewinnen und Einflussfaktoren zu isolieren, um praxisorientierte Empfehlungen für eine erfolgreiche Kommerzialisierung zu erarbeiten.
Es wurde eine Kombination aus einer umfassenden Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer quantitativen empirischen Studie (Online-Befragung von 49 Probanden) zur Datengewinnung eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der theoretischen Akzeptanzmodelle, die Entwicklung eines kundenzentrierten Nutzenrasters und die ausführliche Auswertung der empirischen Daten bezüglich der Einstellung von Endverbrauchern zu intelligenten Zählern.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von technologischem Verständnis mit betriebswirtschaftlichen Marketingstrategien und einer datengetriebenen Evaluation der Konsumentenakzeptanz aus.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein qualitativ hochwertiges Feedback zur Energienutzung ein zentraler Treiber für Transparenz, Kontrollempfinden und die Akzeptanz intelligenter Zähler ist.
Da elektrische Energie ein sogenanntes „Low-Interest-Produkt“ ist, erschweren fehlendes Bewusstsein der Kunden sowie die Komplexität bei Datenschutz- und Sicherheitsaspekten die flächendeckende Implementierung und Akzeptanz.
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