Masterarbeit, 2022
125 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Relevanz und Zielsetzung
1.2. Forschungsfragen
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Nachhaltigkeit
2.1.1. Begriffseinordnung und Dimensionen
2.1.2. Nachhaltigkeitsstrategien der Politik und Industrie
2.2. Lebensmittelverpackung im Lebensmittel-Onlinehandel
2.2.1. Marktentwicklung des Onlinehandels
2.2.2. Geschäftsmodelle des Online-Lebensmittelhandels
2.2.3. Anforderungen an die Lebensmittelverpackung
2.2.4. Nachhaltigkeitsbewertung von Lebensmittelmaterialien
2.3. Akzeptanz nachhaltiger Verpackungslösungen
2.3.1. Begriffseinordnung Akzeptanz und Akzeptanzforschung
2.3.2. Adoptions- und Diffusionsforschung
2.3.3. Akzeptanzmodell nach Wiedmann und Frenzel
2.3.4. Begriffseinordnung Zahlungsbereitschaft
2.3.5. Price Sensitivity Meter nach van Westendorp
2.3.6. Aktueller Forschungsstand
3. Empirische Forschung
3.1. Forschungsdesign
3.2. Methodisches Vorgehen
3.3. Forschungsfragen und -hypothesen
3.4. Operationalisierung des Forschungsmodells
4. Forschungsergebnisse
4.1. Auswertung des Fragebogens
4.1.1. Sozio- und demographische Merkmale
4.1.2. Beobachtbares Kaufverhalten
4.1.3. Psychographische Merkmale
4.1.4. Anwendungsspezifische & wahrgenommene Merkmale
4.1.5. Bewusstsein & Interesse
4.1.6. Handlung & Nutzung
4.2. Überprüfung der Hypothesen & Beantwortung der Forschungsfragen
4.2.1. Ausprägung der Akzeptanz unverpackter Lebensmittel
4.2.2. Fördernde Faktoren unverpackter Lebensmittel
4.2.3. Nachhaltige Verpackungsalternativen im Vergleich
4.2.4. Einflussfaktoren der Akzeptanz
5. Interpretation der Forschungsergebnisse
5.1. Diskussion der Ergebnisse
5.2. Grenzen der Empirie
6. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Wahrnehmung, Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft von deutschen Konsumenten gegenüber nachhaltigen Verpackungsalternativen im Online-Lebensmittelhandel. Ziel ist es, den Einfluss von personen- und produktbezogenen Faktoren auf den Akzeptanzprozess zu analysieren, um Erkenntnisse für Politik und Industrie zur Entschärfung der Einwegplastik-Problematik zu gewinnen.
2.3. Akzeptanz nachhaltiger Verpackungslösungen
Die Terminologie Akzeptanz wird oft als Synonym für die Befürwortung, Zustimmung, oder Anerkennung verwendet, weshalb sie als ein Begriff für eine positive Annahmeentscheidung verstanden wird (Simon, 2001). In der Literatur gibt es verschiedene Ansätze zur Erklärung von Akzeptanz. Alle Auffassungen haben in ihrer Definition eines gemeinsam: Es handelt sich um die Annahme von Innovation durch ein Individuum, wobei nicht zwischen neuen Produkten und Dienstleistungen unterschieden wird (Kroeber-Riel & Gröppel-Klein, 2013, S. 737).
Die Wissenschaftler Wiedmann und Frenzel fassen Akzeptanz als einen zu erklärenden intraindividuellen Vorgang zusammen, der nicht direkt beobachtbar ist. Hierbei werden auf die Erklärungssätze des neobehavioristischen SOR-Modells zurückgegriffen. Akzeptanz wird als sogenannte intervenierende Variable verstanden, um die nicht-beobachtbaren Vorgänge im Organismus (O) zu erklären, dessen Auslöser beobachtbare Reize (Stimulus, S) und dessen Folge beobachtbare Reaktionen (R) sind (2004, S. 103).
Die Akzeptanzforschung findet ihren Ansatz im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung, der die Anwenderseite von Innovation untersucht (Reichwald, 1982, S. 36). Nach Reichenwald und Manz hat die Akzeptanzforschung eine analytische und gestaltende Zielsetzung. Während die analytische Perspektive sich mit der Wechselbeziehung zwischen der Einführung und den Auswirkungen von Innovation auseinandersetzt, geht bei es bei der gestalterischen Komponente darum, wie der Anwender die Innovation für sich nutzt und welche Wirkung die Innovation hat (Manz, 1983, S. 83; Reichwald, 1982, S. 37).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Marktrelevanz des Online-Lebensmittelhandels und die damit verbundene Herausforderung durch wachsenden Verpackungsmüll.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Nachhaltigkeitsbegriff, analysiert Geschäftsmodelle im Online-Lebensmittelhandel und erläutert wissenschaftliche Akzeptanzmodelle.
3. Empirische Forschung: Es wird das Forschungsdesign vorgestellt, welches mittels Online-Fragebogen Daten zur Akzeptanz nachhaltiger Verpackungsalternativen erhebt.
4. Forschungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung des Fragebogens und überprüft die aufgestellten Hypothesen statistisch.
5. Interpretation der Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse werden theoretisch diskutiert und in konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Industrie überführt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Online-Lebensmittelmarkts in Bezug auf Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit, Lebensmittelverpackung, Online-Lebensmittelhandel, Konsumentenakzeptanz, Zahlungsbereitschaft, Greenwashing, Einwegplastik, Akzeptanzmodell, Online-Befragung, Verpackungsalternativen, Konsumentenverhalten, Kreislaufwirtschaft, Ökobilanz
Die Arbeit untersucht das Konsumentenverhalten und die Akzeptanz gegenüber nachhaltigen Verpackungsalternativen beim Einkauf von Lebensmitteln im Internet.
Die zentralen Felder umfassen Online-Handelsmodelle, Nachhaltigkeitskonzepte, Akzeptanzforschung von Innovationen sowie die Analyse von Zahlungsbereitschaften mittels spezifischer Marktforschungsmethoden.
Die Hauptforschungsfrage lautet: Wie ausgeprägt ist die Akzeptanz unverpackter Lebensmittel im Online-Lebensmittelhandel aktuell in Deutschland?
Zur Datengewinnung wurde eine quantitative Online-Befragung von 341 Teilnehmern durchgeführt und deskriptiv sowie inferenzstatistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, das methodische Forschungsdesign, die detaillierte Ergebnisdarstellung der Umfrage sowie die Interpretation dieser Ergebnisse.
Neben Nachhaltigkeit und Online-Lebensmittelhandel sind Begriffe wie Konsumentenakzeptanz, Unverpackt-Einkauf und Zahlungsbereitschaft prägend.
Dies sind 19 % der Befragten, die eine proaktive Haltung einnehmen, konsequent auf Plastik verzichten und bereit sind, für unverpackte Lebensmittel einen Mehrpreis zu zahlen.
Die Mehrheit bewertet Plastikverpackungen zwar kritisch als Umweltproblem, sieht diese jedoch oft noch als notwendiges Übel im gegenwärtigen Handelssystem an.
Dieses Verfahren wird verwendet, um die individuelle Zahlungsbereitschaft für verschiedene Verpackungsarten konkret zu bestimmen und optimale Preispunkte zu errechnen.
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