Bachelorarbeit, 2015
66 Seiten, Note: 1,7
1. Entwicklung und Aufbau der Informationsbroschüre
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau und Inhalt
2. Was ist ein Psychotrauma?
2.1 Definitionen Trauma
2.2 Prävalenz traumatischer Ereignisse im Jungendalter
2.3 Traumata-Typen
3. Der Trauma Prozess – Verlauf der Traumatisierung nach Fischer und Riedesser
4. Risikogruppen
5. Reaktionen und Symptombildungen als Folge des Traumas
5.1 Psychischer Schock
5.2 Akute Belastungsreaktion
5.3 Posttraumatische Belastungsstörung
5.4 Welche anderen Symptome können nach einem Trauma auftreten?
6. Diagnostik der Posttraumatischen Belastungsstörung
7. Überblick über das Versorgungssystem für Jugendliche
7.1 Versorgung im Gesundheitswesen
7.2 Versorgung in der Jugendhilfe
8. Hilfeangebote im Überblick
8.1 Sozialpsychiatrischer Dienst
8.1.1 Die Aufgaben des Sozialpsychiatrischen Dienst
8.2 Online Beratungsstellen
8.2.1 Moderiertes Diskussionsforum
8.2.2 Der moderierte Gruppen-Chat für Jugendliche
8.2.3 E-Mail Beratung
8.3 Anonyme Seelsorge und Beratung am Telefon der TelefonSeelsorge
9. Selbsthilfe
10. Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten
10.1 Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
10.2 Eye Movement Desensitizations and Reprocessing (EMDR)
10.2.1 Die Acht Phasen der EMDR-Behandlung
10.3 Psychodynamisch-imaginative- Traumatherapie (PITT)
10.4 Psychopharmakotherapie (PPT)
10.5 Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)
10.6 Progressive Muskelentspannung (PME)
11. Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, Jugendlichen, die von einer Posttraumatischen Belastungsstörung betroffen sind, durch eine zielgruppengerechte Informationsbroschüre Unterstützung zu bieten. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Informationen über psychische Traumatisierung, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten in einer für Jugendliche verständlichen und niederschwelligen Weise vermittelt werden können, um den Zugang zum Hilfesystem zu erleichtern.
Typ I Traumata:
Kurz andauernde, akute und einmalige Traumata. die plötzlich oder überraschend auftreten, wie zum Beispiel eine Vergewaltigung oder ein Autounfall. Dabei prägt sich das Ereignis oft mit den kleinsten Details in das Gedächtnis der betroffenen Person ein. Zudem haben die Betroffenen meist eine schlimme Vorahnung auf das, was passieren wird. Dabei sind die psychischen Folgen gravierend und können sich akut oder zeitversetzt Störungen bilden (Hausmann 2006). Fischer und Riedesser 2003 sprechen in diesem Zusammenhang auch von „one single blows“ und meinen damit ein einmaliges überwältigendes Vorkommnis.
1. Entwicklung und Aufbau der Informationsbroschüre: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe und die methodische Konzeption der Broschüre, die darauf ausgelegt ist, Jugendlichen komplexe medizinische Inhalte niederschwellig zu vermitteln.
2. Was ist ein Psychotrauma?: Hier werden grundlegende Begriffsdefinitionen erarbeitet, die Prävalenz traumatischer Ereignisse im Jugendalter beleuchtet sowie verschiedene Traumata-Typen differenziert.
3. Der Trauma Prozess – Verlauf der Traumatisierung nach Fischer und Riedesser: Das Kapitel stellt das Modell der drei Phasen von Fischer und Riedesser vor, um den dynamischen Verlauf einer psychischen Traumatisierung systematisch zu veranschaulichen.
4. Risikogruppen: Dieser Abschnitt identifiziert spezifische Personengruppen wie Flüchtlingskinder oder Pflegekinder, die ein erhöhtes Risiko aufweisen, traumatische Erfahrungen zu machen.
5. Reaktionen und Symptombildungen als Folge des Traumas: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit akuten Belastungsreaktionen, dem psychischen Schock sowie der Posttraumatischen Belastungsstörung und begleitenden Symptomen.
6. Diagnostik der Posttraumatischen Belastungsstörung: Dieses Kapitel behandelt die medizinischen Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-IV) und die Notwendigkeit einer fachärztlichen Diagnose zur Vermeidung von Fehlbehandlungen.
7. Überblick über das Versorgungssystem für Jugendliche: Es wird der Unterschied zwischen dem gesundheitsorientierten Versorgungsansatz und den ressourcenzentrierten Konzepten der Jugendhilfe dargestellt.
8. Hilfeangebote im Überblick: Der Fokus liegt auf konkreten Anlaufstellen wie dem Sozialpsychiatrischen Dienst, Online-Beratungsangeboten und der TelefonSeelsorge, die niederschwellige Unterstützung bieten.
9. Selbsthilfe: Hier werden hilfreiche Strategien für Betroffene zur Selbstregulierung angeboten, insbesondere in den Bereichen Schlafhygiene, Ernährung, Bewegung und dem Umgang mit bedrohlichen Erinnerungen.
10. Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten: Das umfangreiche Kapitel vergleicht etablierte Therapieformen wie KVT, EMDR, PITT, Pharmakotherapie sowie entspannungsorientierte Verfahren hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei Jugendlichen.
11. Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert den aktuellen Forschungsstand und konstatiert den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Evidenz für spezifische Jugendtherapieprogramme sowie an ausgebauten Versorgungsstrukturen wie Traumambulanzen.
Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Jugendliche, Psychotrauma, EMDR, Kognitive Verhaltenstherapie, Traumapädagogik, Sozialpsychiatrischer Dienst, Krisenintervention, Traumaexposition, Psychopharmakotherapie, Selbsthilfe, Versorgungssystem, Jugendhilfe.
Die Bachelorarbeit behandelt die Entwicklung einer zielgruppengerechten Informationsbroschüre für Jugendliche, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden oder traumatische Erfahrungen verarbeiten müssen.
Die Arbeit deckt die Definition und Diagnose von Traumata, die Symptomatik bei Jugendlichen, das bestehende Versorgungssystem in Deutschland sowie verschiedene evidenzbasierte psychotherapeutische Behandlungsmethoden und Selbsthilfeansätze ab.
Das Hauptziel ist die theoretische Fundierung und Erstellung einer leicht verständlichen Informationsquelle, die betroffenen Jugendlichen Hintergrundwissen vermittelt und den Zugang zu professionellen Hilfsangeboten erleichtert.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse aktueller psychotraumatologischer Fachliteratur sowie offizieller Statisiken zur Versorgungssituation.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Traumas, die Darstellung der Symptomgruppen (Intrusion, Vermeidung, Überregung), einen detaillierten Überblick über Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie eine fundierte Analyse psychotherapeutischer Ansätze.
Zentrale Begriffe sind Posttraumatische Belastungsstörung, Jugendhilfe, Traumaverarbeitung, EMDR, KVT, Beratungsangebote und psychotherapeutische Behandlung.
Jugendliche benötigen aufgrund ihrer entwicklungsbedingten Besonderheiten einen anderen diagnostischen und therapeutischen Rahmen als Erwachsene, was im Text durch die Notwendigkeit alterspezifischer Behandlungsangebote begründet wird.
Der Fokus der Psychotherapie liegt auf der verbalen Intervention und Aufarbeitung, während die psychiatrische Versorgung oft stärker auf Diagnose und gegebenenfalls auf psychopharmakologische Stützung ausgerichtet ist, wobei beide Ansätze bei Jugendlichen in Deutschland eng verzahnt sein sollten.
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