Masterarbeit, 2022
182 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Hintergrund
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
2.1 Grundlagen und Begriffsabgrenzungen
2.2 Internationale Rahmenwerke und Leitlinien
2.2.1 OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen
2.2.2 UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
2.2.3 ILO Arbeits- und Sozialstandards
2.2.4 UN Global Compact
2.2.5 ISO 26000
2.3 UN Sustainable Development Goals
3 Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.1 Grundlagen und Entwicklung
3.2 Gesetzliche Regelungen
3.2.1 EU-Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung
3.2.2 EU-Taxonomieverordnung
3.2.3 Corporate Sustainability Reporting Directive
3.2.3.1 Betroffene Unternehmen
3.2.3.2 Bereitzustellende Informationen
3.2.3.3 Inhalte der neuen Berichtsstandards
3.2.3.4 Weitere Änderungen
3.3 Motive und theoretischer Bezugsrahmen
3.4 Berichtsstandards und Rahmenwerke
3.4.1 GRI Standards
3.4.2 Deutscher Nachhaltigkeitskodex
3.4.3 Sustainability Accounting Standards Board
3.4.4 International Integrated Reporting Framework
3.4.5 Umweltberichterstattung mithilfe des Carbon Disclosure Projects
3.4.6 Berichterstattung nach den Empfehlungen der TCFD
3.4.7 UN Global Compact: Communication on Progress
3.4.8 Eco-Management and Audit Scheme
3.5 Abschließender Überblick der Standards und Rahmenwerke
3.6 Nachhaltigkeitsziele und -kennzahlen
4 Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland
4.1 Grundlagen
4.2 Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel
4.3 Wettbewerbsstruktur und Auswahl der untersuchten Händler
5 Stand der Forschung und Ableitung des Forschungsbedarfs
5.1 Bestehende Untersuchungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.2 Ableitung des Forschungsbedarfs
6 Forschungsmethode und Vorgehensweise
6.1 Vorbereitung der Analyse
6.2 Kategorienbildung
6.3 Materialdurchlauf und Ergebnisaufbereitung
6.3.1 Bewertungssystem Unterschiede und Gemeinsamkeiten
6.3.2 Extrahierung der Motive der Nachhaltigkeitsberichterstattung
6.3.2 Bewertungssystem Erfüllung zukünftiger Anforderungen
7 Ergebnisse
7.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten
7.1.1 Gestaltung und Berichtsformat
7.1.2 Inhalte
7.1.2.1 Sonstiges
7.1.2.4 Governance & ökonomische Faktoren
7.2 Motive der Nachhaltigkeitsberichterstattung
7.2.1 Unternehmen mit Nachhaltigkeitsbericht
7.2.2 Unternehmen ohne Nachhaltigkeitsbericht
7.3 Erfüllung zukünftiger Anforderungen
8 Zusammenfassung und Diskussion
9 Kritische Würdigung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert den Status Quo der Nachhaltigkeitsberichterstattung in den 20 größten deutschen Lebensmitteleinzelhändlern. Ziel ist es, die Qualität und Transparenz der Berichterstattung im Hinblick auf aktuelle sowie zukünftige Anforderungen (insbesondere CSRD) zu bewerten, die Motive der Unternehmen zu beleuchten und Vergleiche in Gestaltung und Inhalten aufzuzeigen.
1.1 Problemstellung und Hintergrund
Nicht zuletzt durch die seit 2018 regelmäßig stattfindenden Fridays for Future Demonstrationen, in denen sich ursprünglich insbesondere Schüler und Studenten für schnelle und umfassende Klimaschutzmaßnahmen einsetzen, ist das Thema Nachhaltigkeit in der breiten Gesellschaft angekommen. Die Bewegung zielt insbesondere darauf ab, die Aufmerksamkeit auf das sogenannte „Pariser Klimaschutzabkommen“ von 2015 zu richten und ein zügiges Handeln der Politik voranzutreiben. Im Abkommen verabschiedeten die damals 195 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (VN) das Ziel, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Erst im November 2021 wurde die Verfolgung dieses Ziels auf der Klimaschutzkonferenz von Glasgow (COP26) noch einmal unterstrichen und die konkrete Umsetzung verhandelt.
Auch auf europäischer Ebene tritt das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz seit Jahren stärker in den Fokus der Diskussionen. Im Jahr 2019 wurde von der Europäischen Kommission der sogenannte „Europäische Grüne Deal“ verabschiedet, der ein Konzept darstellt, mit dem die Europäische Union (EU) bis 2050 Nettoemissionen von null erreichen und somit der erste klimaneutrale Kontinent werden möchte.
Nachhaltigkeit beschränkt sich im Allgemeinen allerdings nicht nur auf die ökologischen Problemstellungen unserer Zeit, sondern hat als zweite und dritte Dimension auch die Ökonomie und das Soziale im Blickfeld. Diese gilt es in Einklang zu bringen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Nachhaltigkeit ein, formuliert die Zielsetzung der Analyse von Lebensmitteleinzelhändlern und strukturiert den Aufbau der Thesis.
2 Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen zur Nachhaltigkeit sowie internationale Leitprinzipien und die Sustainable Development Goals (SDGs) vorgestellt.
3 Nachhaltigkeitsberichterstattung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, aktuelle gesetzliche Anforderungen (wie NFRD/CSRD) sowie diverse Berichtsstandards und Rahmenwerke.
4 Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland: Es wird die Branchenstruktur des deutschen Lebensmitteleinzelhandels analysiert und die Auswahl der untersuchten Unternehmen festgelegt.
5 Stand der Forschung und Ableitung des Forschungsbedarfs: Die vorliegende Literatur wird aufgearbeitet, um die Forschungslücke zum spezifischen Reporting im deutschen LEH zu definieren.
6 Forschungsmethode und Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und die Ausgestaltung des Kategoriensystems.
7 Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden systematisch in Bezug auf Gestaltung, Inhalte, Motive und zukünftige Anforderungen präsentiert und teilweise einer Punktebewertung unterzogen.
8 Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden synthetisiert und kritisch im Kontext der Fragestellungen interpretiert.
9 Kritische Würdigung und Ausblick: Die Vorgehensweise wird reflektiert und Möglichkeiten für zukünftige Forschungsarbeiten sowie eine Einschätzung der aktuellen Entwicklungstrends gegeben.
Nachhaltigkeitsberichterstattung, Lebensmitteleinzelhandel, Corporate Social Responsibility, CSR, CSRD, GRI-Standards, Nachhaltigkeitsmanagement, Stakeholder-Theorie, EU-Taxonomieverordnung, Nachhaltigkeitsmarketing, Umweltschutz, Berichtspflicht, Unternehmensverantwortung, ESG, Transparenz.
Die Arbeit untersucht den Status Quo des Nachhaltigkeits-Reportings innerhalb der 20 umsatzstärksten Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland.
Schwerpunkte sind ökologische Faktoren, soziale Aspekte, Governance und ökonomische Faktoren, die in den Berichten der Händler thematisiert werden.
Es geht darum, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Berichtswesen aufzudecken, die verfolgten Motive zu verstehen und die Konformität mit künftigen regulatorischen Anforderungen einzuschätzen.
Der Autor verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse in Anlehnung an Mayring, ergänzt durch ein numerisches Punktebewertungssystem zur Vergleichbarkeit.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Nachhaltigkeit und Reporting-Standards sowie eine empirische Untersuchung der 17 Berichte von 12 untersuchten Unternehmen.
Essentiell sind Begriffe wie CSR, das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG), die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die Stakeholder-Theorie.
Die Untersuchung zeigt, dass eine externe Prüfung der Berichte durch Dritte zwar von vielen Händlern genutzt wird, eine umfassende Prüfung aller Inhalte jedoch kaum stattfindet.
Die meisten untersuchten Unternehmen orientieren sich an den SDGs, wobei der Fokus häufig auf dem SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion) liegt.
Das variierende Berichtsverhalten ist teils auf die Unternehmensgröße, teils auf unterschiedliche strategische Ansätze hinsichtlich Transparenz und Reputation zurückzuführen.
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