Bachelorarbeit, 2022
55 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Einführung in die (digitale) Berichterstattung
2.1 Grundlegendes zur Unternehmensberichterstattung
2.2 Status Quo der digitalen Berichterstattung
3 European Single Electronic Format (ESEF)
3.1 Einführung und rechtliche Rahmenbedingungen
3.2 Anforderungen und Ziele
3.3 Technische Rahmenbedingungen
3.3.1 XHTML
3.3.2 (i)XBRL
3.3.3 Softwarelösungen
4 Kritische Würdigung erster Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung
4.1 Herausforderungen für die Ersteller
4.2 Sichtweise der Adressaten
4.3 Die Sicht der Abschlussprüfer
4.4 Potenziale und Risiken in der Praxis
4.5 Bewertung der theoretischen Zielerfüllung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Einführung des European Single Electronic Format (ESEF) in der Unternehmensberichterstattung. Das primäre Ziel besteht darin, die organisatorischen und technischen Herausforderungen zu analysieren, denen sich Unternehmen und Abschlussprüfer durch das neue Berichtsformat gegenübersehen, sowie eine kritische Würdigung des potenziellen Nutzens und der Risiken vorzunehmen.
3.3.3 Softwarelösungen
Die Einführung von ESEF lässt sich mithilfe zwei verschiedener Lösungen implementieren. Es ist wichtig, dass diese Ansätze ESEF-konform arbeiten. Unterscheiden lassen sich „Bolt-On“ und „Built-In“, wobei diese auch gemischt auftreten können. Hierbei sind interne Experten oder Softwareanbieter unterstützend tätig.
Beim Bolt-On-Approach werden die XBRL-Tags in ein bereits erstelltes Berichtsdokument im PDF-, Word oder Excel-Format eingefügt. Hierbei wird also erst der Jahresabschluss erstellt und im folgenden Schritt werden die Tags eingebettet. Dies ermöglicht die Bearbeitung durch das Unternehmen selbst oder der Emittent lagert den Schritt an einen Softwareanbieter aus. Zunächst geschieht das sog. Mapping, bei dem einzelne Felder bzw. Daten markiert werden und mittels Softwareunterstützung durch Vorschläge und Vergleichstechniken oder eigenhändig per „Drag & Drop“-Prinzip den Elementen der Taxonomie(-erweiterungen) zugordnet werden. Der daraus resultierende XBRL-Bericht kann ebenfalls durch eine Software oder durch das Unternehmen selbst erzeugt werden, daher kann der Anteil der Auslagerung jederzeit selbst bestimmt und geändert werden. Für diesen Ansatz müssen zu Beginn keine größeren Kosten eingeplant werden, jedoch fallen durch die erforderlichen und teils manuell durchgeführten Kontrollen laufende Kosten an, welche dem Unternehmen in jeder Berichtsperiode erneut entstehen. Auch sollte die zusätzlich anfallende (Arbeits-)Zeit in die Kostenrechnung einfließen.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Digitalisierung in der Finanzberichterstattung und führt in die gesetzlichen Rahmenbedingungen des ESEF-Formats ein.
2 Einführung in die (digitale) Berichterstattung: Hier werden die Grundlagen der externen Berichterstattung sowie der gegenwärtige Status Quo digitaler Berichte (PDF, HTML, XML) dargelegt.
3 European Single Electronic Format (ESEF): Dieses Kapitel widmet sich den rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen (XHTML, iXBRL, Software) des ESEF.
4 Kritische Würdigung erster Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung: Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Ersteller, die Sichtweise von Adressaten und Prüfern sowie Potenziale und Risiken.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit thesenförmig zusammengefasst und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung gegeben.
ESEF, Unternehmensberichterstattung, Digitalisierung, XHTML, iXBRL, XBRL-Taxonomie, Jahresabschluss, Lagebericht, Abschlussprüfung, Berichtsformat, Offenlegung, Transparenz, Finanzberichte, IT-Implementierung, digitale Transformation.
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit der Digitalisierung der Unternehmensberichterstattung durch das ESEF-Format auseinander.
Die Schwerpunkte liegen auf den technischen Aspekten von XHTML und (i)XBRL, der Prozessumstellung in Unternehmen sowie der Rolle von Abschlussprüfern.
Das Ziel ist eine kritische Würdigung der ESEF-Umsetzung, um zu hinterfragen, ob die gesetzlichen Ziele wie Vergleichbarkeit und Transparenz tatsächlich erreicht werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch Praxisbeispiele und Studien (z.B. ESMA-Feldtests) ergänzt wird.
Es werden technische Grundlagen, Softwareansätze zur ESEF-Implementierung und die verschiedenen Perspektiven der beteiligten Akteure analysiert.
ESEF, Unternehmensberichterstattung, iXBRL, Digitalisierung und Jahresabschlussprüfung.
Es werden der „Bolt-On-Approach“ (nachträgliche Etikettierung) und der „Built-in-Ansatz“ (integrierte Erstellung) einander gegenübergestellt.
Da die ESEF-Fassung gesetzlich prüfungspflichtig ist, beeinflusst dies den zeitlichen Ablauf der Berichtserstellung und erhöht die Anforderungen an das IT-Fachwissen der Prüfer.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass mit der Implementierung hohe anfängliche sowie laufende Kosten verbunden sind und oft kein direkter ökonomischer Vorteil für die Unternehmen erkennbar ist.
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