Diplomarbeit, 2009
102 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Zentrale Fragestellungen
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Das Armutsverständnis der Moderne
2.1 Begriffsfindung von Armut
2.2 Absolute und relative Armut
2.2.1 Theoretische Konzepte relativer Armut
2.3 Armutsdefinitionen
2.4 Möglichkeiten der Entstehung von Armut
2.5 Armut und soziale Ausgrenzung
2.6 Prekäre Lebenslagen
2.7 Zusammenfassung
3 Einflüsse und Wirkungen von (sozial)prekären Situationen auf das Familienleben
3.1 Bedeutung von Familie heute - im Wandel der Familienstrukturen
3.2 Einkommen und Mindestsicherung von Familienhaushalten
3.2.1 Mindestsicherung des Lebensunterhaltes
3.2.2 Durchschnittliche Einkommensverhältnisse im Jahr 2007
3.2.3 Gegenwärtige wirtschaftliche Entwicklungen
3.3 Zentrale Faktoren prekärer Lebenslagen
3.3.1 Familiensituation und Erwerbsstatus
3.3.2 Bildung
3.3.3 Soziale Netzwerke
3.3.4 Gesundheit
3.4 Sozialprekäre Lebenssituationen und ihre Wirkung auf Eltern und Kinder im Familienalltag
3.5 Zusammenfassung
4 Sozialarbeit und der Umgang mit der Armut
4.1 Beseitigung von Armut als Handlungsauftrag - Anforderungen an die Soziale Arbeit
4.2 Gegenwärtige Rahmenbedingungen der Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit
4.3 Wege aus der Armut durch sozialarbeiterische Interventionen
4.4 Zusammenfassung
5 Schlussfolgerungen
6 Zusammenfassung in Thesenform
Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Auswirkungen von Armut und prekären Lebenssituationen auf Familien in Deutschland sowie die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, diesen entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Verständnis prekärer Lebenslagen und die spezifischen Interventionsansätze für betroffene Haushalte.
2.4 Möglichkeiten der Entstehung von Armut
Armut wurde im früheren Verständnis der Gesellschaft als eine Ursache betrachtet, die in der Familie regelrecht von Generation zu Generation sozial weiter vererbt wurde. Folglich ergab sich hieraus eine Langzeitarmut, aus der sich nur sehr geringe Ausstiegsperspektiven ergaben. Mitte der siebziger Jahre hat sich dieses Bild der sogenannten „Alten Armut“ langsam gewandelt. Das heutige Verständnis der sogenannten „Neuen Armut“ ist immer weniger ein Problem betroffener sozialer Milieus, sondern ein Problem, das alle treffen kann. Die „Neue Armut“ stellt somit ein Problem für die von Armut betroffenen Individuen dar, in der die Dauer der Armut nicht mehr zwingend „Langzeitarmut“ bedeutet und folglich auch viele Wege aus ihr führen können. Bis heute gibt es dennoch, wie auch schon bei der Bestimmung des Armutsbegriffs, kein einheitliches Modell für die Erklärung der Ursachen von Armut. Auch die Fachliteratur gibt wieder eine Vielzahl an Konzepten, Ansätzen und Theorien her, welche die Ursachen und Möglichkeiten der Entstehung von Armut aufführen. Dies ist häufig so umfangreich und unterschiedlich in seinen Ansätzen und Fokussierungen beschrieben, sodass keine Aussicht besteht, alle Eventualitäten der Ursachen von Armut zu berücksichtigen. Aus diesem Grund werden nachgehend nur einige der Möglichkeiten, welche Ursachen für das Auftreten von Armut sein können, aufgeführt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Armut ein, stellt die Problemstellung dar und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Das Armutsverständnis der Moderne: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Armutsbegriffs, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Armutsdefinitionen und die Erläuterung der Ursachen von Armut.
3 Einflüsse und Wirkungen von (sozial)prekären Situationen auf das Familienleben: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Auswirkungen von Armut auf Familien, insbesondere unter Berücksichtigung von Einkommen, Bildung, sozialen Netzwerken und Gesundheit.
4 Sozialarbeit und der Umgang mit der Armut: Dieser Teil beleuchtet die Rolle der Sozialen Arbeit, diskutiert Interventionsmöglichkeiten und analysiert die gegenwärtigen Rahmenbedingungen sowie Herausforderungen in diesem Arbeitsfeld.
5 Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit resümiert und die Bedeutung der Thematik für die zukünftige Praxis der Sozialen Arbeit reflektiert.
6 Zusammenfassung in Thesenform: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Diplomarbeit prägnant in Thesenform zusammen.
Armut, Soziale Arbeit, Familien, Prekäre Lebenslagen, Soziale Ausgrenzung, Armutsrisiko, Einkommen, Bildung, Familienhilfe, Mindestsicherung, Sozialpolitik, Lebenslagenansatz, Ressourcen, Teilhabe, Kinderarmut.
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Armut auf Familien in prekären Lebenssituationen und diskutiert, wie die Soziale Arbeit durch Interventionen unterstützend eingreifen kann.
Zu den Schwerpunkten zählen das moderne Armutsverständnis, die Auswirkungen auf das Familienleben (wie Bildung, Gesundheit und soziale Netzwerke) sowie die Interventionspraxis der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, zu verstehen, was in unserer Gesellschaft unter prekären Lebenssituationen zu verstehen ist und welche spezifischen Interventionsmöglichkeiten die Soziale Arbeit besitzt, um betroffenen Familien zu helfen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie eine Analyse empirischer Studien und Berichte (z.B. Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung) und reflektiert ihre eigenen Erfahrungen aus der Praxis.
Im Hauptteil werden das Armutsverständnis, die ökonomischen Hintergründe von Familienhaushalten sowie die zentralen Faktoren prekärer Lebenslagen wie Bildung, Erwerbsstatus und soziale Netzwerke intensiv beleuchtet.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Armut, Soziale Arbeit, prekäre Lebenslagen, soziale Ausgrenzung, Armutsrisiko, Bildung und Teilhabe charakterisiert.
Sie kritisiert, dass ein längerfristiger Bezug von Leistungen wie ALG II selbst als prekäre Lebenssituation betrachtet werden muss, da die Leistungen oft zu knapp bemessen sind, um eine echte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Die Autorin hebt das Modellprojekt der Stadt Dormagen hervor, das auf frühen, präventiven Hausbesuchen bei Neugeborenen basiert, um Familien niederschwellig Unterstützung anzubieten.
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