Bachelorarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionen
2.1.1 Chancengleichheit
2.1.2 Soziale Ungleichheit in der Schule
2.1.3 Bildungssystem
2.2 Habitus und Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu
2.2.1 Habitus und Kapital
2.2.2 Abhängigkeit von Habitus und beruflicher Zukunft
2.2.3 Berufsvererbung als Einflussfaktor auf die Berufswahl
3. Integrierte Gesamtschule als Lösung?
3.1 Konzept der Integrierten Gesamtschule
3.1.1 Entwicklung der integrierten Gesamtschulen
3.1.2 Motive und Philosophie der Gesamtschulen
3.2 Vorteile der Gesamtschule
3.3 Kritik am Konzept der Gesamtschule
4. Lösungsansätze der Schulsozialarbeit
4.1 Begriff der Schulsozialarbeit
4.2 Rechtliche Bestimmungen der Schulsozialarbeit/Jugendhilfe
4.3 Leitbild der Schulsozialarbeit
5. Lösungsansätze der Schulsozialarbeit
5.1 Einzelberatung
5.1.1 Folgen von Kapitalmangel durch Einzelberatungen entgegenwirken
5.2. Angebote für Schulverweigerer
5.2.1 Definition Schuldistanzierung
5.2.2 Kapitals-Steigerung durch Angebote für schuldistanzierte Kinder und Jugendliche
5.3 Ganztagsangebote in Gesamtschulen
5.3.1 Definition und Ziele der Ganztagsschulen
5.3.2 Kapitals-Steigerung, von Schulsozialarbeiter*innen durch Angebote der Ganztagsschulen
5.4. Steigerung der beruflichen Perspektiven durch Kooperationen mit Bildungspartnern
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept der integrierten Gesamtschule dazu beitragen kann, die Abhängigkeit des schulischen und beruflichen Erfolgs von der sozialen Herkunft zu verringern, und welche ergänzenden Interventionsmöglichkeiten die Schulsozialarbeit in diesem Kontext bietet.
2.2 Habitus und Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu
Kinder, die in sozialschwachen Familien aufwachsen, haben nicht die gleichen Möglichkeiten, gute Schulleistungen zu erbringen wie Kinder aus sozialstarken Verhältnissen (vgl. Schulze 2008, 44). Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um gute Leistungen in der Schule erreichen zu können? Mit dieser Thematik hat sich der Soziologie Pierre Bourdieu beschäftigt. Er hat die Annahme vertreten, dass das Handeln einer Person im Sozialen Raum stattfindet. Und dieses Handeln wird von der Position im sozialen Raum bestimmt (vgl. Bourdieu 2021,277). Aber Wovon ist die Position, indem sich der Akteur bewegt, abhängig? Dazu benennt und beschreibt Bourdieu das Kapitalvolumen (vgl. Bourdieu 2021, 196).
Das Kapitalvolumen besteht aus 3 Kapitalsorten: dem ökonomischen, sozialen und kulturellen Kapital. Personen aus verschiedenen Verhältnissen besitzen auch unterschiedlich geprägte Kapitale (vgl.ebd.). In Abbildung 1 sind die Kapitale einander gegenübergestellt (sehe Abb. 1). Das ökonomische Kapital beschreibt den Besitz einer Person. Personen mit viel Geld besitzen nach Bourdieu auch viel an ökonomischem Kapital. Die Menschen haben meist Positionen in Führungsbereichen oder sind Beamte (vgl.ebd). Das zweite Kapital, welches Bourdieu erwähnt, ist das kulturelle Kapital. Hier geht um die kulturelle Ausstattung einer Person die sich wiederum in drei Unterkategorien aufspalten lässt: Das Inkorporierte Kulturkapital beinhaltet all die Bildung, die die Person durch die familiäre und die anschließende Erziehung erlangt und verinnerlicht hat.
1. Einleitung: Einführung in das Problem der Chancenungleichheit im deutschen Bildungssystem und die Relevanz der sozialen Herkunft für den Bildungserfolg.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Chancengleichheit und Bildungssystem sowie Einführung in die Kapital- und Habitustheorie von Pierre Bourdieu als analytischer Rahmen.
3. Integrierte Gesamtschule als Lösung?: Darstellung und kritische Analyse des Konzepts der integrierten Gesamtschule, ihrer Entwicklung, Motive sowie potenzieller Vor- und Nachteile.
4. Lösungsansätze der Schulsozialarbeit: Überblick über den Begriff, das Leitbild sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit und deren Rolle als Unterstützungssystem.
5. Lösungsansätze der Schulsozialarbeit: Konkrete Interventionsmethoden der Schulsozialarbeit wie Einzelberatung, Unterstützung für Schulverweigerer sowie Ganztags- und Kooperationsangebote zur Kapitalsteigerung.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Gesamtschule als Instrument gegen soziale Ungleichheit in Verbindung mit den ergänzenden Leistungen der Schulsozialarbeit.
Chancengleichheit, Gesamtschule, soziale Herkunft, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Schulsozialarbeit, Bildungsungleichheit, Habitus, Einzelberatung, Ganztagsschule, Bildungsabschluss, Berufswahl, soziales Kapital, kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital.
Die Arbeit untersucht das deutsche Schulsystem hinsichtlich der Chancengleichheit und analysiert, wie soziale Herkunft und das Konzept der integrierten Gesamtschule den Bildungserfolg sowie die berufliche Zukunft von Kindern beeinflussen.
Zentral sind die bildungssoziologischen Theorien Bourdieus, das Schulmodell der integrierten Gesamtschule, die Rolle der Schulsozialarbeit und die Auswirkungen externer Faktoren wie Einkommen und Herkunft.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie soziale Ungleichheit im Bildungssystem entsteht und durch welche pädagogischen Lösungsansätze (insbesondere der Schulsozialarbeit) diese abgemildert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung der Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu, ergänzt durch die Untersuchung von Schulmodellen und sozialarbeiterischen Interventionsansätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Auseinandersetzung mit Gesamtschulen als Lösungsansatz und die detaillierte Darstellung von Methoden der Schulsozialarbeit zum Ausgleich von Kapitalmangel.
Chancengleichheit, Bildungsungleichheit, Pierre Bourdieu, Gesamtschule, Schulsozialarbeit und Kapitalsteigerung sind die zentralen Begriffe.
Ökonomisches Kapital ermöglicht den Zugang zu Ressourcen wie Nachhilfe oder kulturellen Gütern, was laut Bourdieu entscheidend für den Bildungserfolg und die spätere Berufswahl ist.
Die frühe Zuweisung zu einem Schulzweig zementiert soziale Ungleichheiten, da Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern benachteiligt werden, bevor sie ihr volles Potenzial entfalten können.
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