Bachelorarbeit, 2022
45 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Die Soziale Arbeit als Profession
2.1. Profession – eine Begriffserklärung
2.2. Der professionstheoretische Diskurs
2.2.1. Der Strukturtheoretische Ansatz nach Oevermann
2.2.2. Der Machttheoretische Ansatz nach Abbott
2.3. Strukturmerkmale der professionellen Sozialen Arbeit
2.3.1. Diffuse Allzuständigkeiten
2.3.2. Doppelte Loyalitätsverpflichtung
2.3.3. Geringe Standardisierbarkeit des professionellen Handelns
2.3.4. Arbeitsbeziehung-Koproduktion
2.3.5. Die eigene Person als Arbeitsinstrument
2.3.6. Ethische Grundlagen
2.4. Kritisches Fazit der professionstheoretischen Auseinandersetzung
3. Die forensische Psychiatrie
3.1. Die forensische Psychiatrie – eine Begriffserklärung
3.2. Historische Entwicklung des Maßregelvollzuges
3.3. Rechtliche Grundlagen im föderalen System
3.3.1. Kranke gefährliche Täter:innen -Die psychiatrische Maßregel, § 63 StGB
3.3.2. Suchtmittelmissbrauch – Die Entziehungsmaßregel, § 64 StGB
3.3.3. Einstweilige Unterbringung - § 126a StPO
3.4. Voraussetzungen für die Einweisung in eine forensische Psychiatrie
3.5. Behandlungsziele
4. Soziale Arbeit in der forensischen Psychiatrie
4.1. Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der forensischen Psychiatrie
4.2. Aktuelles Tätigkeitsfeld in der forensischen Psychiatrie
4.3. Casemanagement – eine Methode der Sozialen Arbeit
4.4. Die interprofessionelle Kooperation
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der forensischen Psychiatrie. Dabei ist das zentrale Ziel, angesichts des neueren und fachlich wenig erforschten Handlungsfeldes, auf Basis von professionstheoretischen Kriterien ein Professionsverständnis zu erarbeiten und Ansätze für eine Weiterentwicklung der professionellen Sozialen Arbeit im Maßregelvollzug aufzuzeigen.
Die Soziale Arbeit als Profession
Die Geschichte der Sozialen Arbeit reicht von der Armenpflege und Fürsorge bis hin zur der heutigen Sozialen Arbeit. Die Soziale Arbeit blickt auf eine langjährige Professionalisierungsdebatte zurück, wobei bis heute die Frage, ob die Soziale Arbeit als Beruf oder als Profession gilt, unbeantwortet bleibt (Schilling & Klus, 2018, S. 93). Dabei orientiert sich die Soziale Arbeit in der ersten Aufbruchsphase dieser Debatte, ähnlich wie andere Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich an den grundlegenden Merkmalen des klassischen Professionsmodells. Die unterschiedlichen Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich erfüllen gemeinnützige Funktionen in sensiblen Lebenssituationen, in denen mangelhafte Qualität der Arbeit, gravierende Folgen für die betroffenen Klient:innen haben kann. Dies resultierte in den Professionalisierungsbedarf dieser Berufe sowie die Forderung einer akademischen Ausbildungsmöglichkeit im Fachbereich Soziale Arbeit (Hochuli Freund & Stolz, 2021, S. 42).
Der erste Teil dieser Bachelorarbeit befasst sich mit der professionstheoretischen Auseinandersetzung der Sozialen Arbeit. Dazu wird zuerst der Begriff „Profession“ allgemein definiert und dessen Abgrenzung zur Disziplin aufgezeigt. Darauffolgt die Geschichte der Professionalisierungsdebatte der Sozialen Arbeit für ein erstes Verständnis zur Problematik der Professionalisierung der Sozialen Arbeit. Auf die Professionalisierungsdebatte folgt dann eine tiefgreifende Aufspaltung der Professionalisierung in zwei verschiedene Ansätze. Zum einen wird das strukturbezogene Professionsmodell von Overmann erläutert und zum anderen das machttheoretische Professionsmodell von Abbott, um das Professionsverständnis dieser Arbeit zu definieren. Anhand dieser professionstheoretischen Ansätze werden die zu kennzeichnenden Merkmale der professionellen Sozialen Arbeit aufgezeigt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die forensische Psychiatrie als wachsendes, jedoch wenig erforschtes Feld der Sozialen Arbeit und formuliert das Ziel, ein professionsfundiertes Verständnis für diesen Bereich zu entwickeln.
2. Die Soziale Arbeit als Profession: Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Einbettung der Sozialen Arbeit durch die Betrachtung des professionstheoretischen Diskurses unter Rückgriff auf Oevermann und Abbott sowie der Definition von Strukturmerkmalen.
3. Die forensische Psychiatrie: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die historische Entwicklung des Maßregelvollzugs sowie die Voraussetzungen und Behandlungsziele in der forensischen Psychiatrie dargestellt.
4. Soziale Arbeit in der forensischen Psychiatrie: Das Kapitel analysiert den Professionalisierungsbedarf, das aktuelle Tätigkeitsfeld und die methodischen Möglichkeiten wie das Casemanagement und die interprofessionelle Zusammenarbeit in diesem speziellen Setting.
5. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus die Notwendigkeit sowie zukünftige Perspektiven für eine Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der forensischen Psychiatrie ab.
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Die Arbeit befasst sich mit der Professionalisierung der Sozialen Arbeit innerhalb der forensischen Psychiatrie, einem Arbeitsfeld, das bisher wenig fachlich spezialisiert und erforscht ist.
Zentrale Themen sind die professionstheoretischen Grundlagen der Sozialen Arbeit, die rechtlichen und historischen Rahmenbedingungen im Maßregelvollzug sowie die Analyse der Aufgaben und Kooperationsmodelle der Sozialarbeiter:innen in diesem Bereich.
Ziel ist es, die forensische Psychiatrie als Arbeitsgebiet der Sozialen Arbeit vorzustellen, den aktuellen Aufgabenbereich zu beleuchten und Ansätze für eine nachhaltige Professionalisierung zu ermitteln.
Die Autorin wählt die Literaturrecherche als methodisches Vorgehen, um die theoretischen Hypothesen zur Professionalisierung vor dem Hintergrund des aktuellen Wissensstandes zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung von Professionen (Oevermann/Abbott), die Darstellung forensischer Strukturen, die Spezifizierung des Tätigkeitsfeldes im Maßregelvollzug und die Erläuterung von Casemanagement sowie interprofessioneller Kooperation.
Wesentliche Begriffe, die die Arbeit prägen, sind Soziale Arbeit, forensische Psychiatrie, Maßregelvollzug, professionelle Identität und interprofessionelle Zusammenarbeit.
Das doppelte Mandat zwischen staatlicher Kontrolle im Maßregelvollzug und dem Ziel der individuellen Unterstützung stellt ein konstitutives, aber auch widersprüchliches Strukturmerkmal dar, das eine hohe reflexive Kompetenz von Sozialarbeiter:innen erfordert.
Der Studiengang wird als Chance für eine notwendige fachliche Spezialisierung und Höherqualifizierung angeführt, um die Kompetenzen für die komplexen Problemlagen des forensischen Feldes zu professionalisieren.
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