Akademische Arbeit
267 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Relevanz der Logistik für den Klimaschutz
1.3 Ökoeffizienz
1.4 Zielsetzung und Methodik
1.5 Aufbau der Arbeit
2 GRUNDLAGEN VON LOGISTIKSYSTEMEN
2.1 Systeme und Modelle
2.2 Modellierung
2.3 Prozesse
2.4 SCOR-Modell
2.5 Periphere Systeme
3 PROZESSKETTENMODELLIERUNG
3.1 Prozesse als System
3.2 Parameter der Prozesskettenelemente
3.3 Prozesskettenmodell
3.4 Prozesskettenbausteine
3.5 Ressourcenorientierte Prozesskostenrechnung
3.5.1 Modellentwicklung
3.5.2 Modulation
3.5.3 Kostenkalkulation
3.5.4 Analyse
3.6 Erweiterte Prozesskettenmethodik
3.6.1 Prozesskettenmatrix
3.7 Simulation
3.7.1 Modellentwicklung
3.7.2 Versuchsplanung
3.7.3 Simulationswerkzeuge
3.7.4 Aufbaustruktur von Simulationswerkzeugen
3.7.5 Simulation mit logistischen Echtzeitdaten
4 MATERIAL- UND DATENMANAGEMENT
4.1 Logistische Basisparameter
4.2 Klassifizierung und Organisation von Daten
4.3 Datenerfassung
4.4 Datenbrüche
4.5 Visibilität
4.6 Informations- und Kommunikationssysteme
4.7 Data Warehouse
4.8 Big Data
4.9 Stochastik
4.10 Ressourcenerfassung
4.11 Entsorgung von Abfällen
4.12 Gefahrenstoffmanagement
5 UMWELTWIRKUNGEN DER LOGISTIK
5.1 Emissionen im Verkehr
5.2 Wesentliche Schadstoffe in Innenräumen
5.3 Schadstoffe in der Intralogistik
5.4 Messung von Luftschadstoffen im Lager
5.5 Carbon Footprint
5.6 Carbon Footprint Transporte
5.6.1 Ermittlung des Energieverbrauchs
5.6.2 Entfernungsbasierter Ansatz
5.6.3 TTW und WTW Energieverbrauch sowie THG-Emissionen
5.6.4 LKW-Verkehr
5.6.5 Bahnverkehr
5.6.6 See- und Binnenschifffahrt
5.6.7 Luftverkehr
5.7 Carbon Footprint Intralogistik
5.8 Externe Effekte
6 ERMITTLUNG VON ENERGIEBEDARF IN DER INTRALOGISTIK UND GEBÄUDETECHNIK
6.1 Energieeffizienz im Lager
6.2 Grundlagen der elektrischen Arbeit und Leistung
6.3 Erhebung von betrieblichen Energiedaten
6.4 Energieerfassung Heizung
6.5 Energieerfassung Beleuchtung
6.6 Energieerfassung Datenverarbeitungssysteme
6.7 Energieerfassung Lagertechnik
6.8 Energieerfassung Flurförderzeuge
7 Planung von Energie- und Stoffstrommodellen
7.1 Vorgehensmodell
7.2 Unternehmenspolitik
7.3 Projektplanung
7.4 IST-Aufnahme
7.5 Entwicklung der SOLL-Struktur
7.6 Umsetzung von Maßnahmen
7.7 Überprüfung und Bewertung
7.7.1 Logistikcontrolling
7.7.2 Kennzahlen
7.7.3 Kennzahlensysteme
7.7.4 Umweltkennzahlen
7.7.5 Nachhaltigkeitskennzahlen
7.7.6 Umweltkennzahlensystem
7.7.7 Umweltleistungsbewertung
7.8 Optimierung und Verbesserung
7.8.1 Sensitivitätsanalyse
7.8.2 Handlungsfelder im Supply Chain Management
7.8.3 Kreislaufwirtschaft
7.8.4 Organisatorische Maßnahmen
7.8.5 Technische Maßnahmen
7.9 Umsetzung eines statischen Prozessmodells
8 DISKUSSION UND MANAGEMENTEMPEHLUNGEN
Zielsetzung der Arbeit ist es, die Energie- und Stoffströme eines Logistiksystems zu erfassen und eine Datenbasis für ein Modell des Energie- und Ressourcenverbrauchs zu schaffen, wobei die Prozesskettenmethode als zentrales Instrument dient, unterstützt durch ein strukturiertes 7-Phasen-Vorgehensmodell zur Implementierung einer nachhaltigen Logistik.
1.2 Relevanz der Logistik für den Klimaschutz
Der Ressourcenverbrauch in der Logistik und die dabei entstehenden Emissionen haben negative Auswirkungen auf die Umwelt. Der Verbrauch von Energie, Wasser, Luft und Boden durch logistische Zwecke kann in Form von Schadstoffen, Abfällen, Lärm und Flächenversiegelung die Biodiversität beeinflussen. Der Ressourcenverbrauch und daraus entstehende Emissionen haben zur Folge, dass Schäden nicht den Verursachern, sondern hauptsächlich der Gesellschaft angelastet werden. Dies wird auch als negative externe Effekte bezeichnet. Mit steigender Tendenz werden diese entstandenen Kosten jedoch durch Internalisierung den Verursachern zugerechnet. Um diese Kosten zu internalisieren, hat die Politik Maßnahmen in Form von Steuern und Zertifikaten umgesetzt (vgl. Deckert 2015, S. 17).
Eine grundlegende Funktion der Logistik ist es, Transporte fristgerecht durch-zuführen. Ökologische Aspekte wurden bislang nur am Rande betrachtet. Die im Vordergrund stehende ökonomische Sichtweise wird durch immer dynamischere Leistungsanforderungen an die Logistik angetrieben. Schmale Anlieferzeitfenster, kurzfristige Lieferabrufe und eine produktionssynchrone Beschaffung erfordern agile und schlanke Logistikprozesse. Durch die steigende Geschwindigkeit der Transporte erhöht sich nicht nur die Anzahl der Verkehrsmittel, sondern auch die Anforderung an die Intralogistik, und sie verursacht somit vermehrt Emissionen. Der Ausstoß von Luftschadstoffen bei Verbrennungsmotoren im Straßengüterverkehr sowie die dadurch entstehende Belastung der Biodiversität stellt die Logistik immer mehr in den Mittelpunkt der Umweltpolitik.
Zukünftig wird die Logistik eine noch stärkere Funktion bei der Entwicklung wirtschaftlichen Wachstums einnehmen. Es gibt nahezu keine Branche, in der Logistikleistungen nicht Anwendung finden. Weltweit beträgt daher der Logistikanteil des Sozialproduktes etwa 9%. Laut IPCC ist der Personen- und Güterverkehr auch weltweit für 13% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. (vgl. Lochmahr-/Boppert 2014 S. 23f).
1 EINLEITUNG: Definiert die ökologische Notwendigkeit eines schonenden Ressourcenumgangs in der Logistik und begründet die Zielsetzung dieser Arbeit.
2 GRUNDLAGEN VON LOGISTIKSYSTEMEN: Erläutert die theoretischen Fundamente von Systemen und Modellen sowie das SCOR-Modell als Basis für Prozessanalysen.
3 PROZESSKETTENMODELLIERUNG: Detailliert die Prozesskettenmethode und die ressourcenorientierte Prozesskostenrechnung als Werkzeuge zur Strukturierung logistischer Vorgänge.
4 MATERIAL- UND DATENMANAGEMENT: Beschreibt Methoden der Datenerfassung, Klassifizierung und Datensicherheit in Supply Chains zur Gewährleistung informativer Transparenz.
5 UMWELTWIRKUNGEN DER LOGISTIK: Analysiert Emissionsquellen im Transport- und Intralogistikbereich sowie die Bilanzierung mittels Carbon Footprint Normen.
6 ERMITTLUNG VON ENERGIEBEDARF IN DER INTRALOGISTIK UND GEBÄUDETECHNIK: Fokussiert auf die Messung und Effizienzsteigerung des Energieverbrauchs in Lagerstrukturen und Gebäudetechnik.
7 Planung von Energie- und Stoffstrommodellen: Stellt ein 7-Phasen-Vorgehensmodell vor, um nachhaltige Prozessoptimierungen systematisch zu planen, umzusetzen und zu bewerten.
8 DISKUSSION UND MANAGEMENTEMPEHLUNGEN: Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Anforderungen an ein nachhaltiges Logistikmanagement.
Logistik, Klimaschutz, Ressourcenmanagement, Prozesskettenmethode, Prozeßkostenrechnung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Simulation, Datenmanagement, CO2-Bilanz, Supply Chain, Intralogistik, Umweltcontrolling, Benchmarking, Prozessoptimierung.
Die Arbeit thematisiert die Modellierung von Energie- und Stoffströmen in logistischen Systemen, um Umweltwirkungen zu erfassen, zu bewerten und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
Zentral sind Aspekte der Prozesskettenmodellierung, die ressourcenorientierte Prozesskostenrechnung, das Datenmanagement, logistische Energiebedarfsanalysen und Strategien für eine nachhaltige Supply Chain.
Das primäre Ziel ist die Erfassung von Energie- und Stoffströmen sowie die Bereitstellung einer Datenbasis für ein Modell, welches als Leitfaden für eine nachhaltige Logistik dient.
Als methodisches Fundament dienen die Prozesskettenmethode in Verbindung mit einem 7-Phasen-Vorgehensmodell zur Unternehmensentwicklung und Prozesskostenrechnung.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Modellbildung, Methoden zur Datenerfassung, Umweltwirkungsanalysen entlang der Lieferkette sowie technische und organisatorische Maßnahmen zur Optimierung.
Wesentliche Begriffe sind Logistik, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Prozessketten, Energiebilanzierung, Carbon Footprint und Prozessoptimierung.
Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei der ressourcenorientierten Variante nicht die Kostenstellen analysiert werden, sondern Arbeitsabläufe direkt anhand eines Prozessmodells beschrieben werden.
Echtzeitdaten bilden die Grundlage für eine präzise Prozessanalyse, eine verbesserte Visibilität der Supply Chain und eine fundierte Entscheidungsfindung bei risikorelevanten Situationen.
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