Examensarbeit, 2006
88 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 SOZIALES LERNEN - ERLÄUTERUNG EINES VAGEN BEGRIFFS
2.1 GEGENÜBERSTELLUNG VERSCHIEDENER THEORIEN SOZIALEN LERNENS
2.1.1 Dialektische Bildungstheorie
2.1.2 Phänomenologie
2.1.3 Der Psychoanalytische Ansatz
2.1.4 Lerntheorie
2.1.5 Interaktionistische Rollentheorie
2.1.6 Der sozial-kognitive Ansatz
2.2 INTERPRETATIONEN UND AUSPRÄGUNGEN SOZIALEN LERNENS IM SCHULSPORT
2.2.1 Funktionales und sozialkritisches Verständnis sozialen Lernens
2.2.2 Soziales Lernen als aktiver Prozess
2.2.3 Peer-Interaktion
2.3 SCHULE ALS ORT FÜR SOZIALERZIEHUNG
2.4 SCHULSPORT ALS MEDIUM ZUR ÜBERMITTLUNG VON SOZIALKOMPETENZ
2.4.1 Aufgaben des Schulsports
2.4.2 Ziele des Schulsports
2.4.3 Gewichtung der Zielkompetenzen
3 DAS PROJEKT „FUßBALL ALS MEDIUM SCHULISCHER UND BERUFLICHER QUALIFIKATION“ AN DER BERUFSBILDENDEN SCHULE 6 HANNOVER
3.1 SIGNIFIKANTE MERKMALE DES BVJ DER BBS 6 - SOZIALER, GESELLSCHAFTLICHER UND KULTURELLER KONTEXT DER KLIENTEL
3.1.1 Entwicklungsaspekte
3.1.2 Kultureller Hintergrund
3.1.3 Sprachliche Probleme
3.1.4 Frustration als Ursache für aggressives Verhalten
3.2 FUßBALL ALS MEDIUM SOZIALEN LERNENS
3.3 AUFBAU UND DURCHFÜHRUNG DES PROJEKTES
3.3.1 Ziele
3.3.2 Die Beteiligten
3.3.3 Die Inhalte
3.3.4 Anforderungen
3.4 DIE LERNGRUPPE UND DAS VERHALTEN DER SCHÜLER ZU BEGINN DES PROJEKTES
3.4.1 Erste Probleme
3.4.2 Konsequenz: Einteilung in A- und B-Gruppe
3.4.3 Die A-Gruppe
3.4.4 Selbstverpflichtungserklärung als Instrument zur Einhaltung von Regeln
4 DIE SOZIALE ENTWICKLUNG DER SCHÜLER
4.1 EINSCHÄTZUNGEN DER ÜBUNGSLEITER
4.1.1 Umgang der Schüler miteinander
4.1.2 Deutsch als Unterrichtssprache
4.1.3 Das Hallenturnier an der IGS Roderbruch
4.1.4 Das Turnier des SBW
4.1.5 Betriebspraktikum
4.1.6 Umgehen mit Niederlagen
4.1.7 Wachsender Teamgeist
4.1.8 Übernahme von Verantwortung und wachsendes Selbstvertrauen
4.1.9 Identifikation
4.1.10 Grenzen: Der zeitweise Rückfall in alte Verhaltensmuster
4.2 DIE SICHTWEISE DES KLASSENLEHRERS
4.3 DIE SICHTWEISE DER SCHÜLER
4.4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5 FOLGERUNGEN FÜR DIE SCHULISCHE PRAXIS
6 SCHLUSSWORT
Die Arbeit untersucht das Modellprojekt „Fußball als Medium schulischer und beruflicher Qualifikation“ an der Berufsbildenden Schule 6 Hannover, um das Potenzial des Schulsports für soziales Lernen bei sozial benachteiligten Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten aufzuzeigen und Strategien für die pädagogische Praxis abzuleiten.
3.2 Fußball als Medium sozialen Lernens
Verfolgt eine Schule das Ziel, soziales Lernen im Rahmen des Sportunterrichts auszuweiten, muss zunächst entschieden werden, welche sportspezifischen Elemente dafür besonders geeignet sind. Konkret stellt sich die Frage, welche Bewegungsformen oder Sportarten für eine bestimmte Lerngruppe angemessen sind. Es ist bekannt, dass sich nicht jede Bewegung auch pauschal für jede Altersstufe, Schulform und Lerngruppe sinnvoll nutzen lässt. Die bereits genannte Passung soll sicherstellen, dass hinsichtlich des sozialen Lernens die Inhalte ein geeignetes Medium dafür darstellen. Um soziales Lernen in einer Lerngruppe zu fördern, müssen die ausgewählten Bewegungsformen und Sportarten zu ihr passen. Auf diese Weise wird eine personenorientierte Interaktion möglich, weil sich die Schüler in ihren Bedürfnissen akzeptiert fühlen und sich nicht der üblichen Schülerrolle unterwerfen müssen, sondern auf ihre Art und Weise handeln können (Ungerer-Röhrich 1990, S. 27f.).
Für das Projekt an der BBS 6 Hannover mussten deswegen sportliche Perspektiven gefunden werden, die die Schüler auch erreichen würden. Es muss hier noch einmal betont werden, dass es im BVJ häufig misslingt, Schüler während ihres einjährigen Schulbesuches überhaupt auf irgendeine Weise zu erreichen. Somit kam dem Übermittlungsmedium eine umso größere Signifikanz zu. Bei dem Versuch, eine besondere Förderung durch Sport zu realisieren, muss man die Schüler dort ‚abholen’ wo sie stehen. Unter dem Stichwort „Kompetenzfeststellung“ (Bojanowski 2006, S. 335f.) muss die Wahl des Mediums den kognitiven und sozialen Entwicklungsstand der Schüler mit einbeziehen, vor allem aber auch ihre Interessen und Fähigkeiten.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Sozialerziehung bei benachteiligten Jugendlichen und stellt ein Modellprojekt an der BBS 6 Hannover vor.
2 SOZIALES LERNEN - ERLÄUTERUNG EINES VAGEN BEGRIFFS: Es werden zentrale theoretische Ansätze des sozialen Lernens (dialektisch, phänomenologisch, psychoanalytisch, lerntheoretisch) erörtert und auf den Schulsport bezogen.
3 DAS PROJEKT „FUßBALL ALS MEDIUM SCHULISCHER UND BERUFLICHER QUALIFIKATION“ AN DER BERUFSBILDENDEN SCHULE 6 HANNOVER: Dieser Abschnitt beschreibt die Ausgangslage der Klientel, die Ziele des Projekts sowie den strukturellen Aufbau und die Anforderungen für die Teilnehmer.
4 DIE SOZIALE ENTWICKLUNG DER SCHÜLER: Auf Basis von Übungsleiter-Beobachtungen, Klassenlehrer-Einschätzungen und Schüler-Feedback wird der Verlauf der sozialen Entwicklung während des Projekts analysiert.
5 FOLGERUNGEN FÜR DIE SCHULISCHE PRAXIS: Es wird diskutiert, warum der Sportunterricht ein besonderes Potenzial für Sozialerziehung bietet und wie Projekte dieser Art langfristig erfolgreich implementiert werden können.
6 SCHLUSSWORT: Zusammenfassende Reflektion des Projekterfolgs und Betonung der Notwendigkeit einer frühzeitigen und kontinuierlichen Förderung durch gezielte Sozialerziehung im Schulsport.
Soziales Lernen, Schulsport, Fußball, Berufsvorbereitungsjahr, Sozialkompetenz, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialerziehung, Teamleiterlizenz, Perspektivenübernahme, Schulische Praxis, Jugendliche, Sportpädagogik, Interaktion, Handlungsfähigkeit, Inklusion.
Die Arbeit untersucht ein spezifisches Modellprojekt an einer Berufsbildenden Schule in Hannover, bei dem Fußball genutzt wurde, um soziales Lernen bei Jugendlichen im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) zu fördern.
Zentral sind die theoretische Herleitung von sozialem Lernen, die Analyse der Lebenswelt schwieriger Lerngruppen sowie die praktische Umsetzung von Fußballtraining als erzieherisches Mittel.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziales Verhalten durch eine gezielte Passung von Inhalten an die Bedürfnisse der Schüler verbessert werden kann, um eine bessere Integration in die Gesellschaft zu erreichen.
Die Untersuchung nutzt eine mehrperspektivische Reflektion, basierend auf Beobachtungen der Übungsleiter, Einschätzungen des Klassenlehrers sowie einer Selbstevaluation durch die Schüler mittels Fragebögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Ausgangsbedingungen der Schüler an der BBS 6 sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung des einjährigen Fußball-Modellprojekts.
Die wichtigsten Schlagworte sind soziales Lernen, Schulsport, Sozialkompetenz, Verhaltensauffälligkeiten, Berufsvorbereitungsjahr und Sportpädagogik.
Sie dient als pädagogisches Instrument, um Verhaltensregeln verbindlich zu machen und den Schülern durch eine Gegenleistung (Spielphasen) einen Anreiz für regelkonformes Handeln zu bieten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Jahr oft nicht ausreicht, um bei Jugendlichen mit extremen Verhaltensauffälligkeiten dauerhafte Verhaltensänderungen zu etablieren, weshalb eine langfristige Nachbetreuung essenziell ist.
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