Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Die Großstadtlyrik vom Naturalismus bis zur Neuen Sachlichkeit
3 Analytischer Diskurs ausgewählter Großstadtgedichte des frühen 20. Jahrhunderts
3.1 Ihr Dach stieß fast bis an die Sterne – Arno Holz (1886)
3.2 Der Gott der Stadt – Georg Heym (1910)
3.3 Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht – Ernst Stadler (1913)
3.4 Verwisch die Spuren – Bertolt Brecht (1926)
3.5 Die Zeit fährt Auto – Erich Kästner (1928)
3.6 Augen in der Großstadt – Kurt Tucholsky (1931)
4 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Beitrag der Lyrik zur Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Großstadt im frühen 20. Jahrhundert, unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen zwischen der Jahrhundertwende und dem Ende der Weimarer Republik. Ziel ist es, durch die problemorientierte Analyse ausgewählter Gedichte aufzuzeigen, wie unterschiedliche literarische Strömungen das Stadtleben lyrisch verarbeiteten und kontrastierten.
Der Gott der Stadt – Georg Heym (1910)
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit,
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knien um ihn her.
Die Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm wie schwarzer Türme Meer.
Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm wie Duft von Weihrauch blaut.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Großstadtlyrik ein und definiert den zeitlichen Rahmen von der Jahrhundertwende bis 1932, wobei der Fokus auf dem lyrischen Ausdruck des Großstadtlebens liegt.
2 Die Großstadtlyrik vom Naturalismus bis zur Neuen Sachlichkeit: Es wird die gesellschaftliche Transformation Deutschlands vom agrarischen Land in eine Industrienation sowie die dadurch bedingten urbanen Probleme und ihre Spiegelung in der zeitgenössischen Literatur dargestellt.
3 Analytischer Diskurs ausgewählter Großstadtgedichte des frühen 20. Jahrhunderts: Dieser Kernteil bietet detaillierte, problemorientierte Analysen von sechs repräsentativen Gedichten verschiedener Epochen, um die unterschiedlichen lyrischen Umgangsweisen mit dem Motiv der Großstadt zu vergleichen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Vielschichtigkeit der Großstadtlyrik als ein Medium, das die Lebenswirklichkeit und die sozialen Spannungen des frühen 20. Jahrhunderts reflektiert.
Großstadtlyrik, Naturalismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Urbanisierung, Industrialisierung, Weltstadteinsamkeit, Technik, Soziale Dichtung, Wahrnehmung, Georg Simmel, Berlin, Moderne, Großstadt, Literatur.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und den Facettenreichtum der deutschsprachigen Großstadtlyrik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Im Zentrum stehen die literarische Bewältigung der Urbanisierung, soziale Probleme im proletarischen Umfeld, Entfremdung und die ästhetische Gestaltung von Technik und Lärm.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie und auf welche Weise das Großstadtleben in der Lyrik des frühen 20. Jahrhunderts lyrischen Ausdruck findet.
Die Arbeit nutzt eine problemorientierte literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Einzelgedichten und ordnet diese in einen epochenbezogenen und soziologischen Kontext ein.
Der Hauptteil analysiert sechs exemplarische Gedichte von Arno Holz, Georg Heym, Ernst Stadler, Bertolt Brecht, Erich Kästner und Kurt Tucholsky auf ihre inhaltliche und formale Gestaltung hin.
Die zentralen Begriffe sind Großstadtlyrik, Naturalismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Urbanisierung sowie die soziopolitische Reflexion des Stadtlebens.
Während Holz die Stadt als soziale Brutstätte des Elends und der industriellen Not realistisch und polemisch darstellt, mythologisiert Heym die Stadt in einem expressionistischen Kontext zu einem dämonischen, apokalyptischen Wesen.
Stadler nutzt die nächtliche Bahnfahrt, um die rasante Wahrnehmung und die Überforderung des Individuums durch die moderne Technik in eine ekstatische, expressionistische Metaphorik zu übersetzen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

