Examensarbeit, 2019
34 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Murmelphase
2.2 Comprehensible Input Hypothesis
2.2 Sociocultural Theory
2.3 Hypothesen
3. Methode
3.1 Untersuchungsgruppen
3.2 Messinstrumente
3.2.1 Erhöhung der Schülerbeiträge
3.2.2 Reduktion des affektiven Filters
3.2.3 Verbesserung der inhaltlichen und sprachlichen Qualität der Schülerbeiträge
3.2.4 Erfassung der Schülerwahrnehmung
3.3 Durchführung
4. Ergebnisdarstellung und Diskussion
4.1 Erhöhung der Schülerbeiträge
4.2 Reduktion des affektiven Filters
4.3 Verbesserung der inhaltlichen und sprachlichen Qualität der Beiträge
4.4 Erfassung der Schülerwahrnehmung
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Murmelphasen im Englischunterricht am Gymnasium, um die Sprechbereitschaft von Schülern zu erhöhen, den affektiven Filter zu senken und die Qualität ihrer Beiträge zu verbessern.
2.1 Murmelphase
Laut Brewer (1997) ist die Murmelphase oder buzz group eine kollaborative Sozialform: "Buzz groups are formed by dividing large groups into small discussion groups of 2 to 15 people who meet simultaneously for a specified time to discuss a specific question, problem or issue." (Brewer, 1997, S. 72). Um die Murmelphasen von anderen Sozialformen abzugrenzen, wird meistens ein relativ kurzer zeitlicher Rahmen von zwei bis fünf Minuten vorgegeben, in dem eine Frage oder ein Problem diskutiert wird. Aufgrund des zeitlichen Rahmens handelt es sich dabei häufig um relativ konkrete Fragen oder Probleme. Sie wird daher oft zum Einstieg oder zur Wiederholung eingesetzt, findet aber auch in anderen Phasen, wie der gemeinsamen Erstellung von Lernprodukten, Verwendung (Pangaribuan & Manik, 2017, S. 178). Zwar lassen sich auch größere Gruppen bilden, aber aus zeitökonomischen Gründen bietet sich die Arbeit mit dem unmittelbaren Sitznachbarn an (Glas & Schlagbauer, 2017, S. 145). Aus den oben genannten Überlegungen lässt sich für die vorliegende Studie folgende Arbeitsdefinition ableiten: Die Murmelphase ist eine kollaborative Sozialform, bei der eine Fragestellung oder ein Problem mit dem Sitznachbarn innerhalb von zwei Minuten diskutiert wird.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der geringen Sprechzeit und Angst im Fremdsprachenunterricht sowie Formulierung der Forschungsziele.
2. Theoretische Vorüberlegungen: Diskussion der theoretischen Basis durch Krashens Input-Hypothese und Vygotskys Sociocultural Theory zur Begründung des methodischen Einsatzes.
3. Methode: Vorstellung der querschnittanalytischen Untersuchung an zwei Gymnasialklassen und Erläuterung der eingesetzten Messinstrumente (Fragebögen und Transkriptionen).
4. Ergebnisdarstellung und Diskussion: Präsentation der Daten zur Erhöhung der Schülerbeiträge sowie zum affektiven Filter inklusive kritischer Reflexion der Ergebnisse.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über zukünftige Anwendungsbereiche der Methodik.
Murmelphase, Englischunterricht, affektiver Filter, Sprachangst, Anxiety, Comprehensible Input Hypothesis, Sociocultural Theory, Scaffolding, Schülerbeteiligung, Fremdsprachenerwerb, Interlanguage, Kollaboratives Lernen, Buzz groups, Unterrichtsmethodik, Empirische Studie
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Murmelphasen im Englischunterricht am Gymnasium und deren Auswirkung auf die Qualität und Quantität von Schülerbeiträgen.
Die zentralen Themen sind Sprachlehrforschung, kooperative Lernformen, psychologische Faktoren wie Angst (Anxiety) und Motivation sowie die Förderung aktiven Sprechens im Unterricht.
Ziel ist es herauszufinden, ob Murmelphasen zu einer höheren Meldebeteiligung, einer Reduktion des affektiven Filters und einer verbesserten inhaltlichen Qualität der Äußerungen führen.
Es handelt sich um eine empirische Querschnittstudie, die quantitative Fragebogendaten (Likert-Skalen) mit der Auszählung mündlicher Meldungen und Transkriptionsanalysen kombiniert.
Nach der theoretischen Herleitung (CIH und SCT) erfolgt die Vorstellung und Auswertung der empirischen Versuchsreihen in zwei achten Klassen des Gymnasiums.
Die wichtigsten Begriffe sind Murmelphase, Affektiver Filter, Anxiety, Scaffolding, Zone of Proximal Development und Sprachproduktion.
Die Methode gilt als niederschwellige Möglichkeit, Schülern Zeit zum Ausprobieren ihrer Sprache zu geben, ohne dass sie sofort vor der ganzen Klasse unter Druck stehen.
Sie dient dazu, das kollaborative Lernen zwischen Schülern theoretisch zu stützen, um zu begründen, wie Schüler sich gegenseitig beim Spracherwerb unterstützen können.
Ja, in Bezug auf die Erhöhung der Schülerbeiträge und die Reduktion des affektiven Filters konnten Tendenzen zur Bestätigung gefunden werden, während die inhaltliche Qualitätssteigerung methodisch schwerer nachweisbar war.
Die befragten Schüler zeigten eine sehr hohe Akzeptanz gegenüber der Murmelphase, da sie als hilfreich empfunden wurde, um Hemmungen abzubauen und Sicherheit für das Sprechen vor der Klasse zu gewinnen.
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