Bachelorarbeit, 2022
42 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
2. Erich Maria Remarque — Werke und Leben des Schriftstellers
3. Der letzte Akt (1955): Filmdaten
3.1. die Entstehungsgeschichte
3.2. das Drehbuch von Remarque
4. Zielsetzungen und Intention der Mitwirkenden
4.1. Intention von Remarque als Autor
4.2. Intentionen von Produzent Szokoll und Regisseur G.W. Pabst
5. Rezeption in der deutschen und internationalen Presse
5.1. nationale Rezeption
5.2. internationale Rezeption
6. Die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland zeigt sich in der Kritik
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der nationalen und internationalen Rezeption des Spielfilms "Der letzte Akt" (1955). Dabei analysiert die Arbeit die politischen Intentionen der Mitwirkenden — insbesondere von Erich Maria Remarque, Regisseur G.W. Pabst und Produzent Carl Szokoll — und setzt diese in den Kontext der deutschen Nachkriegs-Erinnerungskultur, um zu erklären, warum das Projekt in Deutschland als kommerzieller Misserfolg galt, während es international Erfolge erzielte.
1. Einleitung
Dem deutschsprachigen Film Der letzte Akt (1955) wurde die Aufgabe zugesprochen, sich den letzten Tagen Hitlers geschichtlich und dokumentarisch anzunehmen und die wirklichen Geschehnisse im „Führerbunker“ in Berlin Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 auf Leinwand zu reproduzieren. Dementsprechend wird bereits zu Beginn des Spielfilms der Text „Dieser Film erzählt die Geschichte einer Zeit, wie sie war und nie mehr wiederkehren darf. Berichte der Überlebenden und geschichtliche Quellen lieferten den Stoff für die Gestaltung des Drehbuches.“ eingeblendet.
Wenige Tage nach der Premiere am 28. April 1955 positionierte sich der Journalist Paul Hühnerfeld in dem Wochenblatt Die Zeit unter der Headline „Der letzte Akt - ein Film. Das Inferno wurde zur Groteske“ mit folgenden Worten zu der Kinoproduktion: „Herausgekommen ist ein Film von trauriger, verballhornter Groteske […], der das Phänomen des unter den Trümmern von Berlin allmählich in Blut und Dreck erstickenden Nazismus dem hysterischem Gelächter des Publikums preisgibt.“
Ganz anders scheint der Film auf die Variety Film Reviews zu wirken, sodass die Leserschaft des renommierten Unterhaltungs- bzw. Boulevardmagazins in New York am 04. Mai 1955 auf folgendes Resümee stießen: „‚Der Letzte Akt‘ packs a powerful impact from start to end. Film is probably as close to the truth as any historical presentation of this sadistic, mad fanatic can be. […] And the production from its horrible beginning to its agonizing end, is a deeply moving one.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Films "Der letzte Akt" ein, skizziert die konträre nationale und internationale Rezeption im Jahr 1955 und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Erich Maria Remarque — Werke und Leben des Schriftstellers: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über Remarques Werdegang, seine Kriegserfahrungen und sein Selbstverständnis als Schriftsteller, um eine Grundlage für seine Beteiligung an dem Filmprojekt zu schaffen.
3. Der letzte Akt (1955): Filmdaten: Hier werden die technischen Produktionsdaten, die Besetzung sowie die Entstehungsgeschichte des Drehbuchs und der Rekonstruktionsprozess der ursprünglichen Ideen detailliert erläutert.
4. Zielsetzungen und Intention der Mitwirkenden: Dieses Kapitel beleuchtet die divergierenden politischen und künstlerischen Ambitionen von Remarque, Szokoll und Pabst bei der Konzeption und Umsetzung des Films.
5. Rezeption in der deutschen und internationalen Presse: Eine detaillierte Gegenüberstellung der zeitgenössischen Kritiken zeigt die deutliche Differenz zwischen der ablehnenden Haltung in Deutschland und Österreich sowie der positiven Resonanz im Ausland.
6. Die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland zeigt sich in der Kritik: Diese Analyse setzt die negative Rezeption im Inland in den Kontext der deutschen Erinnerungskultur nach 1945 und erklärt die Ablehnung als Symptom eines mangelnden Aufarbeitungsprozesses.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Film aus heutiger Sicht als wichtiges geschichtsträchtiges Dokument, das frühzeitig zur notwendigen Aufklärungsarbeit in Deutschland beitrug.
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Die Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte des Kinofilms "Der letzte Akt" aus dem Jahr 1955, wobei besonderer Wert auf die Unterschiede zwischen der negativen Aufnahme in Deutschland und Österreich und der international positiven Kritik gelegt wird.
Zentrale Themen sind die Beteiligung von Erich Maria Remarque, die unterschiedlichen politischen Intentionen der Filmemacher sowie der Kontext der deutschen Erinnerungskultur nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Arbeit möchte erklären, warum der Film im Inland auf Ablehnung stieß und commercial scheiterte, während er international als bedeutendes künstlerisches Werk Anerkennung fand.
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse journalistischer Quellen aus dem In- und Ausland sowie auf die Auswertung biografischer und filmhistorischer Dokumente.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Films, die Intentionen der Beteiligten und stellt diese den tatsächlichen Kritiken gegenüber, bevor er die gesellschaftlichen Abwehrmechanismen in Deutschland beleuchtet.
Wichtige Begriffe sind Vergangenheitsbewältigung, Entmythologisierung, politische Intention, Erinnerungskultur und der Name des Autors Erich Maria Remarque.
Viele zeitgenössische Zuschauer und Kritiker empfanden die Darstellung Adolf Hitlers und das Thema des Nationalsozialismus in der 1955er Gesellschaft noch als tabuisiert oder als Angriff auf das nationale Selbstbild, was zu einer ablehnenden Haltung führte.
Remarque verfasste als Autor das Drehbuch und war bestrebt, eine politische Aufklärung über das NS-Regime zu leisten und eine "Entmythologisierung" Hitlers voranzutreiben, stieß dabei jedoch mit Regie und Produktion zusammen.
Während in Deutschland vor allem die politische Intention und die vermeintliche "historische Korrektheit" diskutiert wurden, lobte die internationale Presse stärker die filmischen Qualitäten, die Atmosphäre und die schauspielerischen Leistungen.
Heute wird der Film als wichtiges, geschichtsträchtiges Dokument bewertet, das bereits 1955 den Mut bewies, sich mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu befassen.
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